<< Ginzel, Friedrich Karl
Ginzkey, Ignaz >>
Ginzkey, Franz Karl Maria (Pseudonym Daniel Allerheim, Heinrich Hege)
Schriftsteller,
* 8.9.1871 Pola,
† 11.4.1963 Wien. (katholisch)
Genealogie
| Leben
| Auszeichnungen
| Werke
| Literatur
| Portraits
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V
Franz (1826–1905),
k.k. Marine-Techniker, Leiter d.
chem. Laboratoriums in
P.,
S d. Franz, Weber u. Häusler in Dörfel
b. Reichenberg/Böhmen, aus Bauern- u.
Weberfam., u. d. Webers-
T Beata Hasak;
M
Mathilde (1841–72),
T d. Franz Würkner,
k. k. Hauptm. d.
Art., u. d. Agnes Juliana Glas; ⚭ Perneggy/Mur 1900
Stefanie (
* 1873),
T d. Stefan Stoiser,
Marinearsenaldir., u. d. Bertha Binder; kinderlos.
Leben ↑
Vater und Mutter Ginzkeys stammen aus Deutschböhmen. Der junge Dichter aber wächst im Süden der alten Donaumonarchie auf, der er später in mehreren autobiographischen Schriften ein Denkmal setzt. Er besucht die Unterrealschule in Pola, die Marineakademie in Fiume und die Infanterie-Kadettenschule in Triest. Der berufliche Weg führt Ginzkey als Offizier in die österreichische Armee und als Kartograph in das Militärgeographische Institut in Wien, bevor er sich 1920 pensionieren läßt und von da an als freier Schriftsteller lebt. Seit 1944 teilt er seinen Aufenthalt zwischen Seewalchen am Attersee und Wien. – Als Dichter steht Ginzkey außerhalb der entscheidenden Strömungen seiner Jugend- und Mannesjahre. Weder Naturalismus noch Expressionismus gewinnen formenden Einfluß auf ihn. Persönliche Freundschaft verbindet ihn mit Rudolf Hans Bartsch, Erwin Herbert Rainalter, Max Mell und Stefan Zweig, von denen er aber in seinem Schaffen eigentlich keinem zu vergleichen ist. Ginzkey beginnt als Lyriker, und in Gedicht und Spruch sind ihm seine schönsten Leistungen gelungen. Von den zahlreichen Versuchen in der epischen Großform des Romans, die ihm weniger zugänglich war, hat am ehesten das Walther gewidmete Buch „Der von der Vogelweide“ (1912) Bedeutung. Mit der Dürer-Novelle „Der Wiesenzaun“ (1913) dagegen stellt sich Ginzkey in die Reihe der großen deutschen Novellendichter. In geographischen Publikationen schließlich erweist er sich nicht nur als inniger Schilderer, sondern ebenso als Kenner und Liebhaber österreichischer Landschaft
|Auszeichnungen ↑
Zahlr. Auszeichnungen,
u. a. Dr. phil. h. c. (Wien 1932), Ehrenring
d. Stadt Wien (1941), Wappenring
d. Stadt Salzburg (1956),
Österr. Ehrenzeichen
f. Wiss. u. Kunst (1957).
Werke ↑
Weitere W u. a.
Hatschi-Bratschi's Luftballon, Dichtung f. Kinder, 1904;
Jakobus u. d. Frauen, Roman, 1908;
Balladen u. neue Lieder, 1910;
Der Gaukler
v. Bologna, Roman, 1916;
Es war einmal, Balladen, 1922;
Balladen a. d. alten Wien, 1923;
Die Reise nach Komakuku,
Erzz., 1923;
Salzburg u. d. Salzkammergut, Prosaschr., 1934;
Sternengast, Gedichte, 1937;
Der Heimatsucher, Selbstbiogr., 1947;
Lebenssprüche, 1951. - Ausgew. Werke, 4
Bde.,
hrsg. v. K. Eigl, 1960
(P).
Literatur ↑
R. Hohlbaum, F. K.
G., Sein Leben u. Schaffen, 1921;
F. Stüber, F. K.
G., Der Mensch u. d. Dichter, 1935;
K. Vancsa, F. K.
G., Portraitskizze e. Dichters, 1951;
H. Richter, F. K.
G., Sein Leben u. s. Weltanschauung,
Diss. Wien 1944
(ungedr.);
H. Mitteregger, F. K.
G., Sein lyr. Schaffen,
Diss. Innsbruck 1952
(ungedr.);
H. Zerzawy, Von d. Vorfahren d. Dichters F. K.
G., in: Adler 2, 1951, S. 169-71.
Portraits ↑
Zeichnung
v. A. Faistauer, 1922,
Abb. b. Eigl, s.
W;
Bronzebüste
v. A. Ambrosi (Kopf mit Bruststück), 1959 (im
Bes. d. Künstlers, Wien).
Autor ↑
Werner WelzigEmpfohlene Zitierweise ↑
Welzig, Werner, „Ginzkey, Franz Karl Maria“,
in: Neue Deutsche Biographie
6
(1964), S.
406
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd118695061.html
Ginzkey, Franz Karl
Name: Ginzkey, Franz Karl
Namensvariante: Ginzkey, Franz Karl Maria
Namensvariante: Allerheim, Daniel
Namensvariante: Hege, Heinrich
Namensvariante: Ginzkey, Carl
Lebensdaten: 1871 bis 1963
Geburtsort: Pola
Sterbeort: Wien
Beruf/Lebensstellung: österreichischer Schriftsteller
Konfession: katholisch
Autor NDB:
Welzig, WernerPND: 118695061