<< Adam, Melchior
Adamberger, Antonie >>
Adam, Wilhelm
Generaloberst,
* 15.9.1877 Ansbach,
† 8.4.1949 Garmisch-Partenkirchen. (evangelisch)
Genealogie
| Leben
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Theodor Ignaz Maria Adam (
* 1850), Kaufmann in Amberg;
M Maria Margaretha (
* 1853),
T des Schmieds Johann Matthias Engerer und der Eva Barbara Häslein;
Gvv Eucharius Adam, Leihanstaltsinhaber in Amberg;
Gmv Katharina,
T des Bergamtskontrolleurs Schnabel aus Eichstätt;
⚭ 29.9.1906 Ella Buchner; 2
S.
Leben ↑
Adam besuchte das Gymnasium in Amberg und Ansbach, trat 1897 in die bayerische Armee ein und diente bei Eisenbahn-, Pionier- und Nachrichtentruppe. 1907-12 machte er die Kriegsakademie und Generalstabsausbildung mit. Während des ersten Weltkrieges war Adam in den Generalstäben bayerischer Divisionen, ferner der 9. Armee in Rumänien und 2. Armee im Westen. 1923/24 war er Bataillonskommandeur in Passau, anschließend Chef des Generalstabes des Wehrkreises VII in München bis 1927, dann Kommandeur des Infanterie-Regiments 19 bis 1929. Sodann wurde Adam Chef des Generalstabes des Gruppenkommandos I in Berlin und am 1.10.1930 zum Chef des Truppenamtes ernannt. Am 1.10.1933 wurde er Befehlshaber im Wehrkreis VII in München und am 1.10.1935 Kommandeur der neugegründeten Wehrmachtakademie. Am 1.4.1938 wurde er Oberbefehlshaber der Heeresgruppe 2 in Frankfurt/Main und am 31.12.1938 als charakterisierter Generaloberst in den Ruhestand versetzt. - Adam, ein hochqualifizierter Generalstäbler, beeinflußte als Chef des Truppenamts maßgebend die Vorarbeiten für eine Vergrößerung des Hunderttausend-Mann-Heeres, die während seiner Amtszeit anliefen. Als erster Kommandeur der Wehrmachtsakademie (eine Art Fortsetzung der „Reinhardtkurse“) leitete Adam den Versuch, einen deutschen Wehrmacht-Generalstab zu schaffen, einen Versuch, der trotz seines besten Willens und Könnens an Ursachen scheitern sollte, die außerhalb seines Einflusses lagen.
Autor ↑
Fritz von SieglerEmpfohlene Zitierweise ↑
Siegler, Fritz von, „Adam, Wilhelm“,
in: Neue Deutsche Biographie
1
(1953), S.
53-54
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd11600679X.html