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NDB-Artikel

<< Bächtold-Stäubli, Hanns     Baedeker >>

Bäckler, Max

Stenograph, * 5.12.1856 Elbing, 15.7.1924 Berlin.


LebenWerkeLiteraturPortraitsAutorZitierweise

Leben  
Nach dreisemestrigem Studium der neueren Sprachen in Königsberg ging Bäckler nach Berlin, wandte sich ganz der Stenographie zu und wurde einer der markantesten Vertreter der Schule W. Stolze und später Stolze-Schrey. Seit 1877 auf der Pressetribüne des Reichstags als Stenograph tätig, leitete Bäckler seit 1897 ein angesehenes Büro für parlamentarische Berichterstattung, das 1920 von der Telegraphen-Union übernommen wurde, aber unter Bäcklers Leitung blieb. 1878 gründete er einen eigenen Stenographen-Verein (über 1000 Mitglieder) und gab als Vorsitzender des Verbandes Stolzescher Stenographen-Vereine (seit 1892) der Schule eine neue Verfassung mit ausgedehntem Mitbestimmungsrecht der Vereine, die später im wesentlichen von der Schule Stolze-Schrey übernommen wurde. An dem Einigungswerk selbst (1897) hatte Bäckler durch seinen Einfluß und sein Geschick im Vermitteln maßgeblichen Anteil. 1902 legte er den Vorsitz des gemeinsamen Verbandes nieder, führte ihn aber wieder von 1908 bis zu seinem Tode. Bäckler setzte sich für die Schaffung einer deutschen Einheitskurzschrift ein und trat bei den Verhandlungen seit 1907 als Vertreter des Stolze-Schreyschen Gedankengutes auf. Ein gesuchter praktischer Stenograph (Rheinischer Provinziallandtag, politische, gelehrte und technische Gesellschaften, in- und ausländische Kongresse), war Bäckler wohl der umfangmäßig fruchtbarste stenographische Schriftsteller Deutschlands.

Werke  
u. a. Die Stolzesche Stenogr. in Briefen f. d. Selbstunterricht, 1893 (mit F. Stavemann); Leitfaden d. vereinfachten dt. Stenogr. Einigungssystem Stolze-Schrey, 1897; Die Stenograph. Einheitsbestrebungen, Denkschr., 1908; Hrsg.: Mgz. f. Stenogr., Jg. 1-21, 1880-1900; Der Dt. Stenograf, 1901, 1917-24.

Literatur  
M. B., Eín Lebensbild, 1917; Dr. Amsel, M. B. in: Der Dt. Stenograf, 1924, S. 114 ff. (P); Ch. Johnen, Allg. Gesch. d. Kurzschr., 1928: R. Bonnet, Männer d. Kurzschr., 1935 (W, L).

Portraits  
Dt. Stenograph. Lehrerztg., 1902, S. 4.

Autor  
Anton Hager
Empfohlene Zitierweise  

Hager, Anton, „Bäckler, Max“, in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 515 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd117766925.html

Quelle/Vorlage: 
NDB 1 (1953), S. 515

PND: 117766925
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Index

Bäckler, Max

Name: Bäckler, Max
Lebensdaten: 1856 bis 1924
Geburtsort: Elbing
Sterbeort: Berlin
Beruf/Lebensstellung: Stenograph
Konfession: keine Angabe
Autor NDB: Hager, Anton
PND: 117766925

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Bäckler, Max

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117766925

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