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Bäckler, Max >>
Bächtold-Stäubli, Hanns
Volkskundeforscher,
* 27.3.1886 Schaffhausen,
† 10.10.1941 Basel. (zwinglianisch)
Genealogie
| Leben
| Werke
| Literatur
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
Aus altansässigem Bauerngeschlecht;
V Hans Georg Bächtold (1852–1910), Müller und Weinhändler;
M Susanna (1852–1930),
T des Michael Scheffeler und der Maria Brütsch;
Gvv Martin Bächtold;
Gmv Elisabeth Bächtold;
⚭ Horgen (Kanton Zürich) 15.3.1921 Fanny Marguerite (1892–1938),
T des Paul Stäubli (1860–1949), Seidenfabrikant in Horgen, und der Charlotte Fanny Hüni; 1
S, 1
T.
Leben ↑
Nach Absolvierung der Kantonschule Schaffhausen (1905) amtete Bächtold-Stäubli zunächst als Lehrer (1906–08), studierte dann Germanistik und Romanistik in Neuchâtel und Basel und promovierte 1913. E. Hoffmann-Krayer und John Meier hatten ihn für die Volkskunde gewonnen; diese zum Hauptberuf zu machen erwies sich jedoch als unmöglich. So betätigte er sich als Leiter verschiedener sozialer und caritativer Institutionen, als Verbandssekretär (1919–37) und seit 1936 als Redakteur der Werkzeitung der schweizerische Industrie. Daneben entfaltete er eine vielseitige Tätigkeit als Forscher, Herausgeber und Organisator volkskundlicher Arbeiten. Seine Publikationen betreffen besonders Sage und Märchen sowie Aberglauben. Das Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens brachte er als Herausgeber noch zeitig zu glücklichem Abschluß; da er „Aberglauben“ im weitesten Sinne nahm, ist Volksglaube und Volksbrauch umfassend berücksichtigt, so daß das Werk ein Gesamtbild vom volkskundlichen Wissen im deutschen Sprachgebiet vor Beginn des zweiten Weltkrieges gibt.
Werke ↑
Die Bräuche
b. Verlobung u. Hochzeit mit
bes. Berücksichtigung d. Schweiz I (einziger
Bd.), Basel-Straßburg 1914 (erweiterte
Diss. Basel);
Dt. Soldatenbrauch u. Soldatenglaube, Straßburg 1917; Die Schweizer Soldatensprache 1914 bis 1918, Basel 1922; Aufsätze in: Schweiz. Archiv f.
Volkskde., 1909–31, u. in: Schweiz.
Volkskde. (
Korr.-
Bl.),
verz. in: Schweiz. Archiv f.
Volkskde. 46, Zürich 1950, S. 414;
Hrsg.: J. Jegerlehner, Sagen u. Märchen aus d. Wallis I, Basel 1909, II, 1913, mit vergleichendem Anhange u. Register; Joseph Müller, Sagen aus Uri I, ebenda 1926, II, 1929;
Hdwb. d.
dt. Aberglaubens, 9
Bde., 1927-41 (mit E. Hoffmann-Krayer).
Literatur ↑
P. Geiger, in: Schweiz.
Volkskde.,
Korr.-
Bl. 31, Basel 1941, S. 89 ff.
(P).
Autor ↑
Karl MeuliEmpfohlene Zitierweise ↑
Meuli, Karl, „Bächtold-Stäubli, Hanns“,
in: Neue Deutsche Biographie
1
(1953), S.
515
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd11603288X.html
Bächtold-Stäubli, Hanns
Name: Bächtold-Stäubli, Hanns
Lebensdaten: 1886 bis 1941
Geburtsort: Schaffhausen
Sterbeort: Basel
Beruf/Lebensstellung: Volkskundler
Konfession: zwinglianisch
Autor NDB:
Meuli, KarlPND: 11603288X