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Adam
Abt von Ebrach,
* vor 1100 im Kölnischen,
† frühestens 27.11.1166, spätestens 23.11.1170.
| Leben
| Literatur
| Autor
| Zitierweise
Leben ↑
Adam, Mönch zu Morimond, wurde 1127 erster Abt des neu gegründeten Klosters Ebrach im Bistum Würzburg. Schon nach wenigen Jahren konnten von hier aus zahlreiche Tochterklöster im süd- und südostdeutschen Raum gegründet werden. Adam genoß die Freundschaft des heiligen Bernhard von Clairvaux, der ihn 1147 mit der Kreuzzugspredigt in Ostfranken und Bayern beauftragte, und der Hildegard von Bingen; er stand bei den deutschen Fürsten in allgemeinem Ansehen. Der neuen scholastischen Theologie stand er aufgeschlossen gegenüber. In der Umgebung Konrads III. ist Adam oft bezeugt; von Friedrich I. wurde er zur Teilnahme an der ersten Gesandtschaft an Eugen IV. (1152) bestimmt. Vom Volke wird er am 25. Februar verehrt.
Literatur ↑
ADB I;
F. Wegele,
Mon. Eberacensia, 1863;
MGH SS Bd. 15, S. 1040–42;
W. Bernhardi,
Jbb. d.
dt. Reiches unter Konrad III., 1883;
Hauck IV, S. 342, 466;
J. Jäger, Cistercienser Chronik,
Jg. 12, 1900, S. 14 ff.,
Jg. 14, 1902, S. 129 ff.;
ders., Kloster Ebrach unter seinem ersten Abt Adam (1126–1166),
Progr. Nürnberg 1916;
H. Zeiss, Abt Adam, Begründer d. Klosters Ebrach, in: Heimatbll. d.
Hist. Ver. Bamberg 6/7, 1927/28;
J. Wirth, Die Abtei Ebrach, 1928;
Dictionnaire d’Histoire et de Géographie Ecclésiastiques I, 1912,
Sp. 461-63;
LThK.
Autor ↑
Franz-Josef SchmaleEmpfohlene Zitierweise ↑
Schmale, Franz-Josef, „Adam“,
in: Neue Deutsche Biographie
1
(1953), S.
50
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd135646995.html
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Adam d'Ambergau >>
Adam
Leben
| Autor
| Zitierweise
Leben ↑
Adam: Abt vom Kloster
Ebrach in dem Sprengel von Würzburg, geb. vermutlich im
letzten Jahrzehnt des 11. Jahrh., † 23. Nov.
1161. Aus dem Kölner Sprengel stammend, war er in das
Cistercienserkloster Morimund in Burgund eingetreten und führte
1126 eine Colonie von Mönchen seines Ordens nach Franken in das
von einem einheimischen angesehenen ritterbürtigen Geschlechte und
mit Unterstützung des dort begüterten späteren Königs Konrad III. und seiner Gemahlin Gertrud gestiftete
Kloster Ebrach. Nach Allem, was wir wissen, war
A.
eine ausgezeichnete Persönlichkeit. Er hat die ihm
anvertraute Stiftung auf fester Grundlage eingerichtet und geistig
und wirthschaftlich die künftige hervorragende Stellung derselben
mit nicht gewöhnlicher Umsicht begründet. Kraft dieser seiner
fruchtbaren Wirksamkeit sind von Ebrach aus in nächster Zeit eine
Anzahl Schwesterklöster (in Franken, Steiermark und Niederbaiern)
ins Leben gerufen worden. Auch über die nächsten Interessen seiner
Abtei hinaus hat er an den großen öffentlichen Vorgängen lebhaften
Antheil genommen. Es ist bekannt und erklärt sich schon durch
seinen Zusammenhang mit dem h. Bernhard von Clairvaux, daß Adams
persönliche Mitwirkung für die Agitation für den 2. Kreuzzug in
Anspruch genommen worden ist: in Regensburg hat er mit großem
Erfolg den baierischen Großen das Kreuz gepredigt. Ueberdies war
er hoch angesehen bei dem päpstlichen Stuhle wie bei Kaiser Konrad
III. und noch mehr bei Kaiser Friedrich
I., der ihn u. a. seiner ersten Gesandtschaft an Papst Eugen III. 1152 beigesellte und ihn in dem
Notificationsschreiben an diesen als den Mann seines Vertrauens in
göttlichen und weltlichen Dingen bezeichnet. (Vgl. Wegele, Monum. Eberacensia, 1863.)
Autor ↑
Wegele.
Empfohlene Zitierweise ↑
Wegele, Franz Xaver von, „Adam“,
in: Allgemeine Deutsche Biographie
1
(1875), S.
42
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd135646995.html?anchor=adb
Adam
Name: Adam
Lebensdaten: vor 1100 bis 1166 oder 1170
Geburtsort: im Kölnischen
Beruf/Lebensstellung: Geschichtsschreiber; Abt von Ebrach
Konfession: katholisch
Autor NDB:
Schmale, Franz-JosefAutor ADB:
Wegele, Franz Xaver vonPND: 135646995