<< Bachmann, Gustav
Bachmann, Moritz Ludwig >>
Bachmann, Joseph Siegmund (Sigismund) Eugen (Klostername Sixt[us])
Prämonstratenser, Orgelspieler und Komponist,
* 18.7.1754 Kettershausen (Landkreis Illertissen),
† 18.10.1825 Reutlingendorf (Kreis Ehingen).
Genealogie
| Leben
| Werke
| Literatur
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Franz Anton Bachmann, Lehrer;
M Maria Anna Franziska,
T des Organisten Franz Joseph Schmöger (
† 1771).
Leben ↑
Bachmann, in den Benediktinerklöstern Fultenbach und Elchingen erzogen, zeigte schon früh hohe musikalische Begabung. Bekannt ist sein Orgelwettspiel mit W. A. Mozart am 6.(5. ?)11.1766 zu Markt Biberbach, wo Bachmanns Großvater Organist war. 1771 trat Bachmann ins Prämonstratenserkloster Obermarchtal ein, wo er 1773 Profeß ablegte und ab 1782 als Chorregent, Organist und zuletzt als Professor der Theologie tätig war und umliegende Pfarreien versorgte, darunter Reutlingendorf, wohin er 1803 zog. Seine musiktheoretische Ausbildung erhielt Bachmann durch die Schriften von G. J. Vogler und Unterricht von I. Koa aus Köln. Bachmanns Kompositionen, denen manchmal Gestaltung im Großen abgeht, zeigen einen bisweilen in die Zukunft weisenden Einfallsreichtum und meisterliche Beherrschung des Satzes.
Werke ↑
u. a. 2 Klaviersonaten, Wien 1786; Orgelfuge, in: Notenbll.
z. musikal.
Korr., Speyer 1792, S. 126-30; S. Sailers
Schrr. im
schwäb. Dialekte,
ges. u. mit einer Vorrede versehen, 1819; Musikal. Aufsätze I (6 Klaviersonaten, 3 Singstücke
u. a.,
ungedr.), II (2 Fantasien, Fuga, Variationen f. Klavier, Sonate f. Klavier mit Violine ad libitum
u. a.,
ungedr.),
Allegrino daraus in: U. Siegele, Musik d.
oberschwäb. Barock (s.
L); Klaviersonate
z. 4Händen
(ungedr); verschollen: Klaviersonaten, Speyer 1791, München 1800 u.
Ms. (z. T. erhalten in: Musikal. Aufsätze I?); Diverse Pezzetti, Speyer 1791; Große Symphonie
(ungedr.); 3 Streichquartette
(ungedr.); Orgelfugen
(ungedr.); mindestens 4 Messen f. Chor u. Orchester
(ungedr., eine z.T. erhalten?); Geistl. Kantate
(ungedr., erhalten in: Musikal. Aufsätze I ?).
Literatur ↑
ADB I
(unter Sixtus B.);
J. F. Christmann, Brief, in: Musikal.
Korr., Speyer 1790,
Sp. 163-66,
vgl. a.
Sp. 103-07;
P. Gams, Nekrologien, in: Theolog.
Quartalschr. 61, 1879, S. 261;
M. Friedlaender, Das
dt. Lied im 18.
Jh.,
Bd. 1/1, 1902, S. 181 f.;
Th. Selig, Ein
fürstl. Frühstück
z. Reutlingendorf, in: Sonntagsfreude Riedlingen, 1908, S. 347;
ders., in: In d. Heimat,
Beil. z. Donau-Boten, 1934,
Nr. 50;
R. Lach, S. Sailers Schöpfung in d. Musik, = Denkschrr. d.
Ak. d. Wiss. in Wien,
phil.-
hist. KL,
Bd. 60, 1.
Abh., Wien 1916, S. 65, 69
u. ö.;
L. Wilss, Zur
Gesch. d. Musik an d.
oberschwäb. Klöstern im 18.
Jh., 1925, S. 52 u. Beispiel VIII;
W. Supper-H. Meyer, Barockorgeln in Oberschwaben, 1941, S. 123;
Ernst Fritz Schmid, Ein
schwäb. Mozart-Buch, 1948, S. 148 ff., 421 ff., 476 ff.;
U. Siegele, Musik d.
oberschwäb. Barock, in: Der Barock, Seine Orgeln u. seine Musik in Oberschwaben,
hrsg. v. W. Supper, 1952, S. 50 ff.;
E. L. Gerber, Neues
hist.-biograph.
Lex., 1812,
Sp. 231 ff.;
G. Schilling,
Enc. d. gesamten musikal.
Wiss. I, 1835, S. 391;
Fétis I, S. 209;
Eitner, I, 1900, S. 293.
Autor ↑
Ulrich SiegeleEmpfohlene Zitierweise ↑
Siegele, Ulrich, „Bachmann, Joseph Siegmund Eugen“,
in: Neue Deutsche Biographie
1
(1953), S.
499
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd116028114.html
<< Bachmann, Nikolaus Franz
Bachoff von Echt, Johann Friedrich von Echt >>
Bachmann, Pater Sixtus
Leben
| Autor
| Literatur
| Zitierweise
Leben ↑
Bachmann: Pater Sixtus
B.
, Contrapunktist und ausgezeichneter Orgel
spieler, geb. zu Ketterhausen in der
Fugger-Babenhausenschen Herrschaft 13. Juli 1754. Schon in frühester Jugend
erregte er durch seine erstaunlichen musikalischen Leistungen
allgemeines Aufsehen, und bekannt ist der 1766 zu Biberach
zwischen ihm und dem 10jährigen Mozart gehaltene Orgel-Wettstreit,
der für beide rühmlich ausfiel. Nachher kam er in das
Benedictinerkloster Elchingen, endlich zu den Prämonstratensern in
das schwäbische Reichskloster Marchthal an der Donau, wo er
überall fleißig fortstudirte und im Contrapunkt, Orgelspiel und
allen übrigen musikalischen Fertigkeiten sich vervollkommnete. Er
schrieb Messen in gutem Kirchenstil, (von denen die 4 letzten
durch Abschriften sich verbreiteten) Claviersonaten,
Streichquartette, Symphonien, Orgelfugen. Gedruckt sind einige
Claviersonaten 1786, 1791, 1800; kleine Stücke 1791; eine Orgel
fuge alla Zoppa in der "Speyer'schen
Correspond." 1792.
Literatur ↑
Näheres über ihn von Christmann s. ebd. 1790 S.
164.
Autor ↑
v. D.
Empfohlene Zitierweise ↑
Dommer, Arrey von, „Bachmann, Pater Sixtus“,
in: Allgemeine Deutsche Biographie
1
(1875), S.
754 unter Bachmann, Sixtus
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd116028114.html?anchor=adb
Bachmann, Joseph Siegmund
Name: Bachmann, Joseph Siegmund
Namensvariante: Bachmann, Joseph Siegmund Eugen
Namensvariante: Bachmann, Joseph Sigismund Eugen
Namensvariante: Bachmann, Sixtus
Namensvariante: Bachmann, Sixt
Lebensdaten: 1754 bis 1825
Geburtsort: Kettershausen (Landkreis Illertissen)
Sterbeort: Reutlingendorf (Kreis Ehingen)
Beruf/Lebensstellung: Komponist; Prämonstratenser; Orgelspieler; Kontrapunktist
Konfession: katholisch
Autor NDB:
Siegele, UlrichAutor ADB:
Dommer, Arrey vonPND: 116028114