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Bach, Johann Ernst >>
Bach, Johann Christoph Friedrich
* 21.6.1732 Leipzig,
† 26.1.1795 Bückeburg. (lutherisch)
Genealogie
| Leben
| Literatur
| Portraits
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Johann Sebastian Bach (s. 8);
⚭ 8.1.1755 Lucia Elisabeth (1728–1803),
T des Hofmusikus Ludolf An
|dreas Münchhausen in Bückeburg, Sängerin; 8
K,
u. a. Wilhelm Friedrich Ernst Bach (1759–1845), Hof-Cembalist der Königin Luise.
Leben ↑
Der zweitjüngste Sohn Johann Sebastian Bachs besuchte die Thomasschule in Leipzig, war in der Musik Schüler seines Vaters und wandte sich an der Universität Leipzig dem Studium der Rechte zu. Nach dem Tod des Vaters trat er in die Bückeburger Hofkapelle des Grafen Wilhelm von Schaumburg-Lippe ein, zunächst als Kammermusiker, und bekleidete seit 1758 die Stellung eines Konzert- und Kapellmeisters. Nur durch Reisen unterbrochen, die ihn auch nach Hamburg und London zu seinen Brüdern Carl Philipp Emanuel und Johann Christian führten, blieb Bach bis zu seinem Lebensende am Bückeburger Hof. Hier kam er mit J. G. Herder, der 1771-76 als Hofprediger in Bückeburg lebte, in enge persönliche Berührung und schrieb Kantaten, unter denen „Die Kindheit Jesu" hervorragt, Oratorien und eine (verschollene) Oper auf Texte von Herder. Später komponierte er Sinfonien, Klavier- und Kammermusik, auch geistliche Lieder. Als Klavierspieler pflegte er in Bückeburg mit seines Vaters Klavierkompositionen hervorzutreten und brachte Mozarts „Entführung“ und Glucks „Iphigenie auf Tauris“ zur Aufführung.
Literatur ↑
ADB I
(auch für S Wilh. Friedr. Ernst B.); G. Schünemann, J. Ch. F.
B., in: Bach-
Jb. 1914; R. Benecke, in:
MGG I
(W, L).
Portraits ↑
Zeichnung
v. F. Rehberg,
Abb. in: G. Kanth, Bilderatlas
z. Musikgesch.,
o. J.Autor ↑
Wilibald GurlittEmpfohlene Zitierweise ↑
Gurlitt, Wilibald, „Bach, Johann Christoph Friedrich“,
in: Neue Deutsche Biographie
1
(1953), S.
483 f.
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd118651471.html
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Bach, Johann Christian >>
Bach, Johann Christoph Friedrich
Leben
| Autor
| Literatur
| Zitierweise
Leben ↑
Bach: Johann Christoph
Friedrich
B.
, Musiker, Sohn von Joh. Sebastian, "der
Bückeburger", geb. 23. Juni 1732,
ward, wahrscheinlich nachdem 1756 Colonna aus dieser Stelle
entlassen war, Concertmeister des Grafen Wilhelm von
Schaumburg-Lippe und † 26. Jan.
1795. An Talent seinem Bruder Phil. Emanuel nachstehend,
ist er im Ganzen in dessen Bahnen gewandelt. Es sind von ihm
Quartette, Concerte, Sonaten, Trios, Symphonien und Gesangsachen,
darunter Ramler's Solocantate "Ino" und Gerstenberg's
"Amerikanerin" bekannt. Auch einer Oper "Pygmalion" wird erwähnt.
Seine weltlichen Lieder wie seine Instrumentalwerte sind ziemlich
unbedeutend; besser manche geistliche Lieder, deren sich in Balth.
Münter's "Samml. geistl. Lieder" von ihm 51 finden. Eine Sammlung
kleiner Claviersachen enthalten seine 2 Hefte "Musikal.
Nebenstunden". Er selbst war ein vorzüglicher Clavier- und
Orgelspieler. (Vgl. Bitter, C. Ph. Em. und W. Fried. Bach, II. 131 ff.)
|
Sein Sohn, Friedrich Ernst Wilhelm
B.
, geb. 27. Mai 1759, †
25 Dec. 1845 zu Berlin als der letzte der männlichen Nachkommen
Joh. Sebastians. Als Musiker von seinem Vater und
darauf von seinem Oheim, J. Christian in London gebildet, ein
tüchtiger Clavier- und Orgelspieler, lebte er bis nach J.
Christians Tode als geschätzter Lehrer in London. Von Minden, wo
er sich darauf niederließ, ward er nach Berlin gerufen und war
Cembalist erst der Königin (Friederike) Louise und darauf der
Königin Louise. Nach deren Tode trat er bereits mit Pension in den
Ruhestand. Er war der Lehrer König Friedrich Wilhelms III. und seiner Brüder. Seine, der alten
Schule angehörenden Compositionen (Clavier- und Instrumentalwerke,
Cantaten und Lieder) sind bei v. Ledebur, Tonkünstler-Lexikon
Berlins (1861) verzeichnet. Er ist nicht, wie in den Angaben über
ihn hin und wieder geschieht, zu verwechseln mit dem Berliner
August Wilhelm
B.
, Musikdirector und Organisten der Marienkirche und
nach Zelter's Tode seit 1832 Director des königl. Instituts für
Kirchenmusik, Fel. Mendelssohn's Lehrer im Orgelspiel. Dieser ist
kein Nachkomme Joh. Sebastians.
Literatur ↑
Vgl. über ihn v. Ledebur a. a. O
Autor ↑
v. L.
Empfohlene Zitierweise ↑
L., von, „Bach, Johann Christoph Friedrich“,
in: Allgemeine Deutsche Biographie
1
(1875), S.
746-747
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd118651471.html?anchor=adb
Bach, Johann Christoph Friedrich
Name: Bach, Johann Christoph Friedrich
Namensvariante: Bach, Friedrich
Namensvariante: Bach der Bückeburger, Johann Christoph Friedrich
Lebensdaten: 1732 bis 1795
Geburtsort: Leipzig
Sterbeort: Bückeburg
Beruf/Lebensstellung: Musiker; Komponist
Konfession: lutherisch
Autor NDB:
Gurlitt, WilibaldAutor ADB:
L., vonPND: 118651471