<< Babenberger.
Babo, Freiherren von >>
Babenstuber (Pabenstuber), Ludwig
Benediktiner, Theologe,
* 1660 Deining (Theining) bei München (nicht bei Landsberg),
† 5.4.1726 Ettal (Oberbayern).
Genealogie
| Leben
| Werke
| Literatur
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Georg Babenstuber (
ca. 1622-nach 1693), Gütler und Mesner;
M Barbara,
T des Mesners Hans Stoll, Deining.
Leben ↑
Babenstuber trat nach Gymnasialstudium (in Freising?) 1681 in die Abtei Ettal und studierte 1683-89 an der Benediktiner-Universität Salzburg Philosophie und Theologie. 1689 wurde er Priester. Babenstuber lehrte Philosophie in Salzburg (1690–1692) und Schlehdorf (Oberbayern) (1692–95), Theologie an der Universität Salzburg (1695–1716) und lebte in Ettal noch bis 1726. In der Dogmatik vertrat er den strengen Thomismus, in der Moral einen gemäßigten Probabilismus. An der Universität versah er mehrere Ämter als Prokanzler (1709–16), Vicerektor (3 Jahre), Dekan der theologischen Fakultät (5 Jahre) und Regens des theologischen Konviktes. Er war ein tief religiöser, unermüdlich fleißiger Ordensmann und hinterließ 32 größere und kleinere Werke. Babenstuber war eine „Leuchte seiner Zeit" (A. Mager) und eine Zierde der Universität Salzburg. Seine „Philosophia Thomistica Salisburgensis“ (4 Bände, Salzburg 1704) „gehört zu den besten Darstellungen der Thomistischen Philosophie“ (M. Grabmann) und ist heute noch wertvoll.
Werke ↑
Weitere W Fundatrix Ettalensis, München 1694,
dt. v. R. Haimlinger, Die Stifterin
v. Ettal. 1696; Ethica supernaturalis Salisburgensis sive cursus Theologiae moralis, Augsburg 1718,
21735;
Verz. in: P. Lindner, Die Werke d. Ettaler
Prof. L.
B., in:
StMBO,
Bd. 34, 1913, S. 723-29.
Literatur ↑
ADB I;
Hist. Universitatis Salisburgensis, Bonndorf 1728, S. 381
(anonym);
M. Ziegelbauer,
Hist. rei Litt.
OSB,
Bd. 3, Augsburg 1754, S. 444f.;
P. Lindner, Album Ettalense, in: Oberbayer. Archiv,
Bd. 44, 1887, S. 266;
R. Hittmaier, Die Lehre
v. d. Unbefleckten Empfängnis an d.
Univ. Salzburg. Linz 1909, S. 118-26;
L. Glückert, P. L.
B., Ein Gelehrtenleben, in:
StMBO, 1926, S. 141-48;
A. Altermatt, Zum Problem d. phys. Praemotion (Die Praemotionslehre nach L.
B.),
Diss. Freiburg 1931. –
Qu.: Kreisarchiv München, Briefprotokolle.
Autor ↑
Placidus Glasthaner OSBBenediktinerordenEmpfohlene Zitierweise ↑
Glasthaner OSB, Placidus, „Babenstuber, Ludwig“,
in: Neue Deutsche Biographie
1
(1953), S.
480
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd122883268.html
<< Baader, Tobias
Babo, Joseph Marius >>
Babenstuber, Ludwig
Leben
| Autor
| Literatur
| Zitierweise
Leben ↑
Babenstuber: Ludwig
B.
, geb. 1660 zu Teining (j. Deining) bei München, †
5. April 1726. Er war seit 1681
Benedictiner zu Ettal, 1690—93 Professor der Philosophie an der
Universität Salzburg, dann Professor der Theologie im Studium der
regulirten Chorherren zu Schlehdorf, 1695—1702 Lehrer der
Casuistik zu Salzburg, 1703—1710 der scholastischen Theologie;
1711—1717 der Exegese. Inzwischen 3 Jahre Vicerector, 1709—1716
(hier ist die Angabe bei Baader unrichtig) Prokanzler der
Universität. Von 1717 bis zu seinem Tode lebte er in seinem
Kloster zu Ettal bloß der Schriftstellerei. Als Gelehrter genoß er
zu seiner Zeit großen Ruf. Aus seinen zahlreichen (mindestens 25)
Schriften sind zu nennen: "Fundatrix
Ettalensis" (über den Ursprung des Klosters und die
merkwürdige Marienstatue) 1694, deutsch von Haimlinger, 1696; "Philosophia Thomistica Salisburgensis", 1704,
1724, 1738, 4 voll. fol., noch heute geschätzt; "Ethica supernaturalis" 1728, 1735, fol.,
bekannt unter dem Titel theologia (moralis)
Salisburgensis. Außerdem mehrere wichtige Streitschriften,
theils für den Thomismus, theils gegen die Jansenisten.
Literatur ↑
Ziegelbauer et Legipontius, Hist. rei litt.
O. S.
B.
(1754), III. 444 sq. (nach der Historia Univ. Salisb.), Baader, Das gelehrte
Baiern I. 63 ff.
Autor ↑
A. Weiß.
Empfohlene Zitierweise ↑
Weiß, A., „Babenstuber, Ludwig“,
in: Allgemeine Deutsche Biographie
1
(1875), S.
726
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd122883268.html?anchor=adb
Babenstuber, Ludwig
Name: Babenstuber, Ludwig
Namensvariante: Pabenstuber, Ludwig
Lebensdaten: 1660 bis 1726
Geburtsort: Deining (Theining) bei München (nicht bei Landsberg)
Sterbeort: Ettal (Oberbayern)
Beruf/Lebensstellung: katholischer Theologe; Benediktiner
Konfession: katholisch
Autor NDB:
Glasthaner OSB, PlacidusAutor ADB:
Weiß, A.PND: 122883268