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<< Fraenken, Karl     Fraenkel, Albert >>

Fraenkel, Albert

Internist, * 10.3.1848 Frankfurt/Oder, 6.7.1916 Berlin. (israelitisch)


GenealogieLebenAuszeichnungenWerkeLiteraturPortraitsAutorZitierweise

Genealogie  
V Dav. Eduard ( 1879); M Sofie (1822–1908), T d. Großweinhändlers Wilh. Traube in Ratibor; Om Ludw. Traube ( 1876), Prof. d. Med.; 1881 Gertrud (1859–1916), T d. Dr. med. Samuel Straßmann u. d. Flora Lewy; Od. Frau Wolfg. St. (1821–85), Arzt, Gründer d. Dt. Ver. f. Armenpflege, Stadtverordneten-Vorsteher v. B., Heinr. (1834–1905), Arzt, GSR (s. BJ X, Tl. 1905, L), Ferdinand (1838–1931), Arzt, Leiter d. Medizinalwesens u. Ehrenbürger v. B., verdient um Neugestaltung d. Irren- u. Rettungswesens (s. BLÄ): Schwager Fritz St. (1858-1933/34), Prof. d. gerichtl. Med. (s. Fischer); 2 S , 2 T , u. a. Ernst (1881–1957), Prof. d. vgl. Sprachwiss. (s. Wi. 1958).

Leben  
Fraenkel studierte in Berlin Medizin, promovierte dort 1870 und war anschließend bei A. Kußmaul, seinem Onkel L. Traube und bei E. von Leyden Assistent. 1877 habilitiert, wurde er 1884 zum außerordentlichen Professor ernannt und 1890 als Direktor in die innere Abteilung des großen Berliner Krankenhauses Am Urban berufen, in der er bis kurz vor seinem Tode tätig blieb. – Fraenkels Arbeiten bewegten sich auf dem Gebiet der experimentellen Pathologie und dem der Herz-, Gefäß- und Lungenkrankheiten, von denen ihn die letzteren am meisten beschäftigten. Er war ein überaus erfolgreicher und gesuchter Arzt und in der Berliner Verwaltung damals der einflußreichste Internist. Seine Erfolge verdankte er der engen Verbindung zwischen dem Experiment und dem Krankenbett, auf die auch seine Assistenten hinzuweisen er nicht müde wurde. |1884 bereits war ihm durch Züchtung aus einem pneumonischen Exsudat der Nachweis gelungen, daß der später nach ihm als „Fraenkelscher Bazillus“ bezeichnete Diplococcus pneumoniae der Erreger der gewöhnlichen kruppösen Lungenentzündung sei: eine Leistung, die ihn in die Zahl der großen bakteriologischen Entdecker einreiht und seinem Namen in der Geschichte der Medizin für immer einen Platz gesichert hat|

Auszeichnungen  
GMR.

Werke  
Weitere W u. a. Diplococcus: Die genuine Pneumonie, in: Verhh. d. Congresses f. Innere Medizin, 3. Congreß, 1884, S. 17-31, u. in: Berliner klin. Wschr. 23, 1886, S. 366 f., 380-82, 396-98, u. in: Zs. f. klin. Med. 10, 1886, S. 426-61; Pathol. u. Therapie d. Krankheiten d. Respirationsapparates, 1890, Neuaufl. u. d. T.: Spezielle Pathol. u. Therapie d. Lungenkrankheiten, 1904 (mit G. Troje); Über d. pneumon. Form d. akuten Lungentuberkulose, 1893.

Literatur  
Dt. med. Wschr. 42, 1916, S. 923 f. (P);| Med. Klinik 12, 1916, S. 839; Therapeut. Gegenwart 18, 1916, S. 453-55; Brit. med. Journ., London 1916, II, S. 783; BLÄ (W, P); Fischer.

Portraits  
|

Autor  
Wilhelm Katner
Empfohlene Zitierweise  

Katner, Wilhelm, „Fraenkel, Albert“, in: Neue Deutsche Biographie 5 (1961), S. 311 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd116690372.html

Quelle/Vorlage: 
NDB 5 (1961), S. 311
Erwähnungen: 
NDB 8 (1969), S. XV Korrektur
NDB 22 (2005), S. 56*

PND: 116690372
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Index

Fraenkel, Albert

Name: Fraenkel, Albert
Namensvariante: Fränkel, Albert
Lebensdaten: 1848 bis 1916
Geburtsort: Frankfurt/Oder
Sterbeort: Berlin
Beruf/Lebensstellung: Internist
Konfession: jüdisch
Autor NDB: Katner, Wilhelm
PND: 116690372

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Fraenkel, Albert

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