<< Aw, Andrens Meinrad von
Axenfeld, Theodor >>
Axen, Peter
Jurist und Polyhistor,
* 16.7.1635 Husum,
† 23.2.1707 Schleswig. (evangelisch)
Genealogie
| Leben
| Literatur
| Portraits
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Titus Axen (1602–62), Bürgermeister zu Husum;
M Elsabe Petersen (1607–44);
⚭ 1670 Anna Catharina (1651–87),
T des Landvogts in Dithmarschen Hans Boje (1612–68).
Leben ↑
Nach Studium der Rechte und der schönen Künste zu Leipzig und Jena war Axen seit 1665 Hofmeister des Barons Friesen und Sekretär des Herzogs von Holstein auf Reisen nach Frankreich, Italien, den Niederlanden und England, seit 1670 Advokat in Schleswig. Als praktizierender Jurist jahrzehntelang tätig und weithin angesehen, erwies er sich auch als guter Philologe und Historiker. Er schrieb
u. a. „Historia de vita et obitu Helenae a Kerssenburg“ (Jena 1657), übersetzte 1667 Galeazzo Gualdos „Historia pacis inter Ludovicum XIV. et Philippum IV.“ aus dem Italienischen ins Lateinische und gab die Fabeln des Phädrus (Hamburg 1671) heraus. Aus seiner ausgezeichneten Bibliothek ist ein Codex des Cornelius Nepos bekannt. Als kritisch gut veranlagter Gelehrter war er ein typischer Repräsentant des weitläufigen Polyhistorismus.
Literatur ↑
ADB I;
M. Crusius, Oratio de vita et meritis Petri Axen, Kiel 1718;
J. Lass, Üb. d. Leben
A.s, in: Husumsche
Nachrr., 1757;
Dansk Leks. I, 1933.
Portraits ↑
Stich
v. C. F. Fritzsch.
Autor ↑
Heinrich GrimmEmpfohlene Zitierweise ↑
Grimm, Heinrich, „Axen, Peter“,
in: Neue Deutsche Biographie
1
(1953), S.
471
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd117669601.html
<< Axen, Otto von
Axonius, Joachim >>
Axen, Peter
Leben
| Autor
| Zitierweise
Leben ↑
Axen: Peter
A.
, Rechtsgelehrter und Humanist, geb. 16. Juli 1635 zu Husum, † 1707. Er
studirte zu Helmstädt, Leipzig und Jena die Rechte und schönen
Wissenschaften, bereiste theils als Hofmeister des Barons Friesen,
theils als Secretär des Herzogs von Holstein verschiedene Länder,
1663, 64 und 65 Frankreich, 1667 und 68 Italien, dann die
Niederlande und England, und ließ sich 1670 als Advocat in
Schleswig nieder. Im Besitze einer ausgezeichneten Bibliothek,
übersetzte er aus dem Italienischen des Galeazzo Gualdo: "Historia pacis inter Ludovicum XIV. et Philippum
IV." 1667 und machte sich u.
A.
als Herausgeber der Fabeln des Phädrus, Hamburg 1671,
bekannt. Aus seiner Bibliothek stammt ein Codex des Cornelius
Nepos, über welchen Chr. Julius Wilh. Mosche (Symbolae ad crisin textus Cornelii Nepotis
1808—10), näher gehandelt hat. — Vgl. Magnus Crusius, Vita et merita Petri Axenii.
Kilon. 1718. 4°.
Autor ↑
Steffenhagen.
Empfohlene Zitierweise ↑
Steffenhagen, „Axen, Peter“,
in: Allgemeine Deutsche Biographie
1
(1875), S.
707
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd117669601.html?anchor=adb
Axen, Peter
Name: Axen, Peter
Lebensdaten: 1635 bis 1707
Geburtsort: Husum
Sterbeort: Schleswig
Beruf/Lebensstellung: Jurist; Polyhistor; Humanist; Philologe
Konfession: evangelisch
Autor NDB:
Grimm, HeinrichAutor ADB:
SteffenhagenPND: 117669601