<< Aurogallus, Matthäus
Auslasser, Vitus >>
Aurpach (Aurbach, Auerbach, Beiname Altanus, d. h. der Altaicher), Johannes
Jurist und Dichter,
* 5.2.1531 Niederaltaich (Niederbayern),
† 1582. (katholisch)
Genealogie
| Leben
| Werke
| Literatur
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Bauer;
⚭ Anna,
T des Thomas Strasser, Ratsherr zur Wasserburg;
S Hieronymus „von“ Aurbach (Namensform der Nachkommen), Advokat und Kurfürstlicher Geheimer Sekretär in München, herzoglicher Rat in Landshut und Ingolstadt, bischöflicher Geheimer Rat und Kanzler in Freising;
E Johann Gundacker von Aurpach, Hofkammerdirektor in München;
Schwager Hieronymus Keiß, bayerischer Vizekanzler.
Leben ↑
Aurpach bezog nach dem Besuch der Klosterschule in Niederaltaich die Universität Ingolstadt (immatrikuliert 16.5.1548), wo er bei Veit vom Amerbach Rhetorik hörte und das Dichten lernte. 1554 erschienen seine ersten neulateinischen Gedichte in späthumanistischem und christlichem Geist. Dank einem Gönner, dem
|fränkischen Ritter Leonrod von Arberg, ging er Ende 1554 nach Padua. Hier knüpfte er Freundschaft mit Peter Lotichius. Zur Zeit der Pest zog er sich in das Dorf Arsego zurück, in musischer Abgeschiedenheit entstand sein zweites Gedichtbändchen (1557). Alsbald zog der wanderlustige Scholar nach Frankreich, nach Paris, Angers und holte sich bei Johann Grachus den juristischen Doktorhut. Nachdem er 1561 in die bayerische Heimat zurückgekehrt war, bediente sich seiner Herzog Albrecht V. in dem Rechtsstreit gegen den lutherischen Grafen Joachim von Ortenburg. 1567 trat Aurpach in die Dienste des Bischofs Kölderer in Regensburg. Neben seiner theoretischen und praktischen juristischen Tätigkeit hatte er noch Muße zu ansprechenden Gelegenheitsdichtungen. Seine anakreontischen Oden fanden in Johann Engerd einen begeisterten Übersetzer.
Werke ↑
u. a. Poematum libri IV, Augsburg 1554; Poematum libri II, Padua 1557; Anacreonticorum Odae, München 1570 (
dt. v. J. Engerd, Ingolstadt 1584); Singularium Allegationum libri II, Köln 1571;
s. a. Gesamtkat. d.
preuß. Bibl. VIII,
Sp. 678 f.
Literatur ↑
ADB I;
G. Westermayer, J.
A., ein
bayer. Humanist, in: Hist-
polit. Bll.,
Bd. 100, 1887, S. 489 bis 505;
S. Riezler,
Gesch. Baierns VI, 1903, S. 334;
W. Stammler, Von d. Mystik
z. Barock, 1927, S. 72,
21950, S. 131;
s. a. Schottenloher I.
Autor ↑
Ulrich ThüraufEmpfohlene Zitierweise ↑
Tührauf, Ulrich, „Aurpach, Johannes“,
in: Neue Deutsche Biographie
1
(1953), S.
457 f.
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd100019668.html
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Autel, August Heinrich d' >>
Aurpach, Johann
Leben
| Autor
| Zitierweise
Leben ↑
Aurpach: Johann
A.
, (seltener Aurbach) Altanus, d. h. aus Nieder-Altaich, deutscher
Jurist des 16. Jahrhunderts. Geburtstag 5. Februar, Jahr nicht
bekannt. Er studirte um 1554 zu Ingolstadt, wo er in diesem Jahr 4
Bücher "Poematum" herausgab, welchen 1557
noch 2 Bücher folgten, deren Dedication aus Passau datirt ist.
A.
studirte hier damals mit Unterstützung Joh. Georgs von
Leonrod. Seine Briefe (s. u.) sind datirt 1559 aus Ingolstadt,
1560 aus Paris und Orleans, Dec. 1560 — Jan. 62 aus Angers, 1562
wieder aus Orleans, wo er damals, wie es scheint, zum Doctor der
Rechte promovirte, dann aus Ingolstadt, 1562 u. 64 aus Landshut,
1563—65 aus München. Hier stand er im Dienste Herzog Albrechts von
Baiern, der ihn im Dec. 1563 wider den zum Protestantismus
übergetretenen Grafen Joachim v. Ortenburg gebrauchte. 1570
erscheint er als fürstbischöflicher Kanzler zu Regensburg in der
an Bischof Urban von Passau gerichteten Dedication seiner "Odae Anacreonticorum". Joh. Engert, Prof. zu
Ingolstadt, welcher 1583 eine zweite mit deutscher Uebersetzung
versehene Ausgabe dieser Oden drucken ließ, bezeichnet den
Verfasser auf dem Titel als verstorben. — Aus dem Regensburger
Cancellariat, während dessen er 1576 am Reichstag den Bischof von
Trient und andere Reichsstände vertrat, scheint
A.
schon vor 1582 geschieden zu sein. Außer den
angeführten latein. Poesien schrieb er: "Epistolarum juridicarum, quae consiliorum vice
esse possunt, libr. IV." 1566; ferner "Singularium allegationum ad communem rerum usum
accommodat. libr. II." 1571. Von den Briefen veranstaltete
sein Sohn Hieronymus zu Ingolstadt 1606 eine neue Ausgabe in 6
Büchern (wahrscheinlich Verschmelzung der Briefe mit den
Allegationen). Im "Appendix ad Vol. III.
thesauri consiliorum Georgii Dedekennii" p. 33 findet sich
von
A.
ein "Judicium de duobus insciis
parentibus inter se matrimonium contrahentibus".
Autor ↑
Muther.
Empfohlene Zitierweise ↑
Muther, Theodor, „Aurpach, Johann“,
in: Allgemeine Deutsche Biographie
1
(1875), S.
692
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd100019668.html?anchor=adb
Aurpach, Johannes
Name: Aurpach, Johannes
Namensvariante: Aurbach, Johannes
Namensvariante: Auerbach, Johannes
Namensvariante: Johannes Altanus
Namensvariante: Johann von Aurpach
Namensvariante: Johann von Aurbach
Namensvariante: Aurpach Altanus, Johann
Namensvariante: Aurbach Altanus, Johann
Namensvariante: Auerbach, Johann von
Lebensdaten: 1531 bis 1582
Geburtsort: Niederaltaich (Niederbayern)
Beruf/Lebensstellung: Dichter; Jurist
Konfession: katholisch
Autor NDB:
Tührauf, UlrichAutor ADB:
Muther, TheodorPND: 100019668