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<< August Wilhelm     August I. >>

August Friedrich

Herzog von Schleswig-Holstein-Gottorf, Bischof von Lübeck, * 6.(7.?,9.?)5.1646 Schloß Gottorf, 2.(3.?)10.1705 Eutin, begraben im Lübecker Dom (Grabmal von Th. Quellinus).


GenealogieLebenLiteraturPortraitsAutorZitierweise

Genealogie  
V Herzog Friedrich III. von Schleswig-Holstein-Gottorf; M Maria Elisabeth, T des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen; 1676 Christina, T Herzog Augusts von Sachsen-Weißenfels und de Anna Maria von Mecklenburg.

Leben  
August Friedrich war seit 1656 Koadjutor des Bistums Lübeck. 1662-64 unternahm er eine Studienreise nach Frankreich, der Schweiz, England und in die Niederlande. 1666 wurde er als Nachfolger seines älteren Bruders Christian Albrecht zum Bischof von Lübeck ernannt. August Friedrich, befähigter als Christian Albrecht, der regierende Herzog von Schleswig-Holstein-Gottorf, übte auf dessen Regierung in den beiden ersten Jahrzehnten einen gewissen Einfluß aus. 1671 war er an der Erneuerung des schwedisch-gottorfischen Bündnisses von 1661 beteiligt. 1672 trat er als Generalmajor in schwedische Dienste, 1673 wurde er General über die ganze schwedische Reiterei in den deutschen Provinzen. 1674 begleitete er seinen Bruder nach Schweden, um über die Sicherung Holstein-Gottorfs in dem zu erwartenden nordischen Konflikt zu verhandeln. Als Christian Albrecht sich in der Kanzlerzeit Höpfners (1677–79) dem schwedischen Einfluß zu entziehen begann, bediente sich Schweden wiederum des Bischofs als Vermittler. August Friedrichs schwedenfreundliche Haltung hatte zur Folge, daß auch sein Stift in den Streit Christian Albrechts mit Christian V. von Dänemark verwickelt wurde, der sich vergeblich bemühte, das Bistum endgültig in seinen Besitz zu bringen.

Literatur  
Neues Staatsbürgerl. Mgz. 10, 1831; L. Laursen, Danmark-Norges Traktater VI-VIII, Kopenhagen 1923–30; H. Kellenbenz, Holstein-Gottorff, eine Domäne Schwedens, 1940; ders., Vom Geh. Consilium z. Geh. Ratskollegium, in: Ztschr. d. Ges. f. Schleswig-Holstein. Gesch. 73, 1949; R. Hoffstedt, Sveriges utrikespolitik under krigsåren 1675-1679, Upsala 1943; Dansk Leks. I, 1933.

Portraits  
Ölgem. in Schloß Eutin; Ölgem. v. J. Ovens in Schloß Gripsholm.

Autor  
Hermann Kellenbenz
Empfohlene Zitierweise  

Kellenbenz, Hermann, „August Friedrich“, in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 446 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd120439344.html

Quelle/Vorlage: 
NDB 1 (1953), S. 446

PND: 120439344
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Index

August Friedrich

Name: August Friedrich
Namensvariante: August Friedrich von Lübeck
Namensvariante: August Friedrich von Schleswig-Holstein-Gottorf
Lebensdaten: 1646 bis 1705
Geburtsort: Schloß Gottorf
Sterbeort: Eutin
Beruf/Lebensstellung: Bischof von Lübeck; Herzog von Schleswig-Holstein-Gottorf
Konfession: evangelisch
Autor NDB: Kellenbenz, Hermann
PND: 120439344

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August Friedrich

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120439344

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