<< Auerswald, Rudolf Ludwig Cäsar
Auffenberg, Joseph Freiherr von >>
Aufenstein, Konrad von
Marschall und Landeshauptmann von Kärnten,
† 18.11.1338.
Genealogie
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| Literatur
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
Tiroler Adelsgeschlecht, Stammschloß im Navistal bei Matrei;
V Heinrich von Aufenstein;
M Adelheid von Starkenberg;
⚭ 1) Adelheid von Marling, 2) (vor November 1297) Alisa,
T des Kärntner Landeshauptmannes Cholo von Saldenhofen-Seltenheim, Witwe Reinberts von Glanegg, 3) 1309 Diemut,
T Hartnids von Pettau;
T aus 1) Adelheid (
⚭ Friedrich Graf von Heunburg);
S aus 2) Friedrich, Konrad.
Leben ↑
Aufenstein kam 1293 im Gefolge Ottos, des Sohnes Meinhards II. von Görz-Tirol, nach Kärnten und beteiligte sich führend an der Niederwerfung der von Graf Ulrich von Heunburg geleiteten Empörung gegen das Haus Görz. 1293 wurde ihm das Marschallamt, 1294 die Herrschaft Karlsberg verliehen. Seit 1299 als Landeshauptmann bezeugt, übte er im Namen des meist abwesenden Herzog Heinrich die Regierungsgewalt in Kärnten aus und begründete durch Erwerb bedeutender Lehen und Pfandschaften die Macht der Kärntner Linie seines Hauses. Sein hartes Regiment rief jedoch schließlich eine wachsende, von den Habsburgern genährte Opposition hervor. Nachdem bereits eine blutige Fehde mit dem Bistum Bamberg (1334 beigelegt) sein Ansehen erschüttert hatte, anerkannte er 1335 die habsburgische Herrschaft, wurde als Landeshauptmann abgesetzt, behielt jedoch das Marschallamt. Darauf entzog ihm Margarete Maultasch das Stammschloß und die Güter seiner Familie in Tirol, die ihm durch den Tod seines kinderlosen Bruders Heinrich (1334) zugefallen waren. Der gescheiterte Aufstandsversuch seiner Enkel Konrad und Friedrich bereitete auch der Macht der Kärntner Linie ein Ende (1368). Aufenstein stiftete das Klarissinnenkloster zu
St. Veit.
Literatur ↑
ADB I
(unter Auffenstein); E. G.
Frhr. v. Pettenegg, Die Herren
v. A., in:
Jb. d. herald.-
geneal. Ver. Adler II, Wien 1875
(unvollst., 2. Teil nur als Sonderdruck erschienen);
A. v. Jaksch,
Gesch. Kärntens bis 1335 II, Klagenfurt 1929, S. 133 ff., 150-237, 415
(Stammtafel).
Autor ↑
Heinrich AppeltEmpfohlene Zitierweise ↑
Appelt, Heinrich, „Aufenstein, Konrad von“,
in: Neue Deutsche Biographie
1
(1953), S.
440
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd135951909.html
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Auffenberg, Joseph >>
Auffenstein, Konrad I. von
Leben
| Autor
| Literatur
| Zitierweise
Leben ↑
Auffenstein: Konrad I.
v.
A.
(Ownstein, Ouwenstein, Anfenstein), Begründer der
Macht seines Hauses im Kärntnerlande. Als die Karlsberge, das
bisher mächtigste Geschlecht allhier durch die Katastrophe von
1293 in Ungnade fielen, erwarb Konrad v. Auffenstein, der sein
Emporkommen offenbar der Gunst Mainhard's von Tirol, Herzogs von
Kärnten (s. 1286) verdankt, die Marschallswürde von Kärnten, 1294
Schloß und Herrschaft Karlsberg und allgemach eine solche
Gütermasse in Tirol, Kärnten, Steiermark, daß man Konrads Glück
dunkeln Mächten zuschrieb und dasselbe mit dem Wunderringe des
Schärfenberger's (s. Ottokar's Reimchronik, Pez, Scr. rer. austr. III. Bd. cap. 577—581) in Verbindung brachte. Auch
unter den Habsburgern, denen Konrad der Aufensteiner, nach Angabe
der vita Karoli quarti (Böhmer's Fontes rer. germ. II. 248), 1335 Kärnten in
die Hände spielen half, fanden Konrad und seine Söhne und Enkel
ihre Rechnung, bis zu dem unglücklichen Aufstandsversuche der
letzteren von 1368 wider die österreichischen Herzoge Albrecht III. und Leopold III.,
bei dem das Haus seine Machtstellung einbüßte. Die Geschichte
dieses Aufstandes entbehrt noch erschöpfender und unanfechtbarer
Quellennachweise. Der Ausgang des Geschlechtes wird von der
jedenfalls sehr ausgeschmückten Erzählung in Megiser's Kärntner
Chronik — an den Aufstand des mißvergnügten Friedrich III. v.
A.
1395(6) geknüpft, den der damalige Landeshauptmann
Konrad von Kreig, Haupt des mit den Auffensteinern rivalisirenden
Geschlechtes, mit Erfolg bekämpft haben soll. Seit dieser Zeit
oder richtiger seit 1368 verschwindet auch das Geschlecht aus der
Geschichte; seine Burgen und Güter fielen großentheils an die
Landesfürsten. Sieht man von dem, jedenfalls sehr bedenklichen,
Histörchen Megiser's zum J. 1395/6 ab, so hätte der letzte
Auffensteiner, einer anderen Tradition zufolge, 1368 mit seiner
Gefangenschaft den Aufstand gebüßt und 1396 sein Leben als Domherr
beschlossen. — An Konrad v.
A.
den Begründer der Macht seines Geschlechtes in Kärnten
erinnern die Reste der Burgen: Zarlsberg, Naudenstein, Hardeck,
Gutenstein, Buchenstein und Strechau.
Literatur ↑
Vgl. Megiser's Annales Carinthiae od.
Kärntner Chronik Bd. I. —
A.
Weiß, Kärnthens Adel bis z. Jahre 1300. Wien 1869, S.
47 f.
Autor ↑
Krones.
Empfohlene Zitierweise ↑
Krones, Franz von, „Auffenstein, Konrad I. von“,
in: Allgemeine Deutsche Biographie
1
(1875), S.
654 unter Auffenstein
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd135951909.html?anchor=adb
Aufenstein, Konrad von
Name: Aufenstein, Konrad von
Namensvariante: Aufenstein, Konrad I. von
Namensvariante: Auffenstein, Konrad von
Namensvariante: Ownstein, Konrad von
Namensvariante: Ouwenstein, Konrad von
Namensvariante: Anfenstein, Konrad von
Lebensdaten: erwähnt 1293, gestorben 1338
Beruf/Lebensstellung: Marschall von Kärnten; Landeshauptmann von Kärnten
Konfession: katholisch?
Autor NDB:
Appelt, HeinrichAutor ADB:
Krones, Franz vonPND: 135951909
Informationsangebote zu
Aufenstein, Konrad von
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135951909
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