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Auerswald, Hans Jakob von >>
Auerswald, Fabian von
Leben
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Leben ↑
Auerswald: Fabian v.
A.
, geb. 1462, lebte am Hofe
der sächsischen Kurfürsten und verfaßte 1537 zu Wittenberg ein
Ringbuch ("Ringer kunst: fünff vnd achtzig stücke zu ehren
kurfürstlichen gnaden zu Sachsen etc. durch Fabian von Auerswald
zugericht": Am Schluß: "Gedruckt zu Wittenberg durch Hans Lufft M.
D. XXXIX", in autograph. Umdruck erneuert
durch G.
A.
Schmidt u. K. Wassmannsdorff, Leipzig 1869), welches
in Bildern, die von oder nach L. Cranach gezeichnet sind (vgl.
Serapeum 1844 S. 41), die Ringkunst so darstellt, wie sie zur Zeit
des Kurfürsten Ernst von seinen "weltberühmten Ringmeistern" den
jungen Fürsten und dem Adel gelehrt worden sei. Es ist dies das
zweitälteste gedruckte Werk dieser Art; das älteste ist ein
Holzschnittwerk aus dem Ende des 15. oder Anfang des 16.
Jahrhunderts. In älterer Zeit ward die Lehre vom Ringen, in dem
der Anfang der Turnkunst zu erblicken ist,
mit der Fechtkunst verbunden. Erst im 15. Jahrhundert erscheinen
handschriftlich abgesonderte Lehrbücher der Ringkunst, das eine
dem Meister Ott, einem getauften Juden, "der Herren von
Oesterreich Ringer", zugeschrieben, das andere aus einer
vollständigeren Handschrift des 15. Jahrhunderts und in verderbter
Gestalt u. a. in Albrecht Dürer's "Fechthandschrift" von 1512
übergegangen. (Vgl. Wassmannsdorff's Vorrede zum Auersw.
Ringbuch.) — Fabians älterer Sohn, Hans Kaspar, vermählt mit einer
v. Amsdorf, ward der Stammvater der älteren sächsischen Linie der
Auerswald, welche um 1750 mit dem Superintendenten Hans Christoph
Cäsar v.
A.
und seinen Brüdern erlosch. Fabians jüngerer Sohn
Jakob hinterließ 12 Söhne und 10 Töchter. Von jenen ward Christoph
Cäsar, geb. 1498, Stammvater
der jüngeren sächsischen Linie, welche mit seinem Urenkel Ernst v.
A.
erlosch; Fabian dagegen Stammvater der preuß. Linie.
Dieses Fabians zwei Enkel Hans, † 1608 und
Georg gründeten die Linien zu Plauth und Tromnau. Der Linie Plauth
entstammte
Hans Jakob, geb. 25. Juli 1757, † 3.
April 1839 als Landhofmeister und Oberpräsident der
Provinz Preußen. (s. d.)
Literatur ↑
Voigt, Beitr. zur Gesch. der Familie v. Auerswald. 1824.
Autor ↑
v. L.
Empfohlene Zitierweise ↑
L., von, „Auerswald, Fabian von“,
in: Allgemeine Deutsche Biographie
1
(1875), S.
645
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd118838253.html?anchor=adb