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Aster, Karl Heinrich
Leben
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Leben ↑
Aster: Karl Heinrich
A.
, Bruder des vorigen, wurde 4. Februar 1782 zu
Dresden geboren und daselbst durch Privatlehrer erzogen. Er trat
1796 bei der sächsischen Artillerie ein und wurde 1800 Officier
(Stückjunker). 1805 gab er eine Sammlung "bildlicher Darstellungen
der sächsischen Armee" heraus, die wegen ihres malerischen Werthes
Beifall fanden. 1806 focht er als Sous-Lieutenant bei Jena und
wurde gefangen. 1808 übernahm er das Lehramt für Befestigungskunst
und Zeichnen an der Artillerieschule. 1809 ward diese Schule unter
französischem Einfluß gänzlich umgestaltet,
A.
jedoch als Premier-Lieutenant und Lehrer der
Fortification beibehalten. Das "Lehrbuch über Angriff und
Vertheidigung sester Plätze", welches er damals schrieb und seinen
Vorträgen zu Grunde legte, gilt als classisch und wurde ins
Russische und Schwedische übersetzt. 1813 zum Capitän befördert,
übernahm er 1815 das Commando einer Compagnie und wurde 1821
Major. In diesem Jahre gab er sein "Handbuch für die
Unterofficiere der königlich sächsischen Artillerie" heraus. Zehn
Jahre später wurde
A.
Oberst-Lieutenant und Commandeur einer
Artillerie-Brigade; 1834 nahm er den Abschied. 1837
veröffentlichte er den ersten, 1841 den zweiten Theil seines
"Unterrichts für Pionier-, Sappeur-, Artillerie-,
Mineur-Unterofficiere", 1844 seine mit außerordentlichem Fleiße
bearbeitete "Schilderung der Kriegsereignisse in und vor Dresden
vom 7. März bis 28. August 1813" mit Plänen, in Folge deren
A.
den Charakter als Oberst empfing. Diesem trefflichen
Werke folgten: 1845 Pirna, Königstein und Priestwitz im August
1813 und die Schlacht bei Kulm, mit Plänen", 1848 die "Beleuchtung
der Kriegswirren zwischen Preußen und Sachsen im Jahre 1756" mit
Plan, 1852—53 endlich die "Gefechte und Schlachten bei Leipzig".
Diese vorzüglichen Werke erfreuten sich großer Anerkennung.
A.
erhielt 1849 das Ritterkreuz des Verdienstordens, 1852
das Comthurkreuz 2. Klasse des Albrechtsordens, sowie mehrere
auswärtige Decorationen. Im höchsten Alter beschäftigte sich
A.
noch mit Geologie. Er starb 23.
Dec. 1855 zu Dresden.
Autor ↑
Jähns.
Empfohlene Zitierweise ↑
Jähns, Maximilian, „Aster, Karl Heinrich“,
in: Allgemeine Deutsche Biographie
1
(1875), S.
628
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd117667021.html?anchor=adb
Aster, Karl Heinrich
Name: Aster, Karl Heinrich
Lebensdaten: 1782 bis 1855
Beruf/Lebensstellung: Militärschriftsteller; sächsischer Oberst
Konfession: lutherischer Bruder
Autor ADB:
Jähns, MaximilianPND: 117667021