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NDB-Artikel

<< Acoluthus, Andreas     Acronius, Johannes >>

Acontius (eigentlich Volz, Foltz[e]), Melchior

Humanist, * um 1515 Oberursel (Taunus), 22.6.1569 Allstedt (Thüringen). (evangelisch)


GenealogieLebenWerkeLiteraturAutorZitierweise

Genealogie  
V Hen(chen), Foltz(e); B Balthasar Foltz(e) (Acontius), Magister artium; 29.4.1548 Oberursel.

Leben  
Die Nachrichten über das Leben des Acontius sind äußerst spärlich und unzusammenhängend. Als „Melchior Voltzius Ursellanus, Mogunt. dioc.“ wurde er am 4.6.1533 in Heidelberg immatrikuliert. Seit dem Wintersemester 1534/35 finden wir ihn als Studenten in Wittenberg, wo er auch dem dortigen Poetenkreis angehörte. Hier trat er besonders durch ein Gedicht zum Tode des Erasmus, den er sehr verehrte, hervor. In Wittenberg scheint ihm damals Melanchthon den Namen „Acontius“ (Volz = Bolz, Bolzen, Wurfspieß, Speer) beigelegt zu haben. Um das Jahr 1540 begab sich Acontius nach Königstein zum Grafen Ludwig Stolberg.

Werke  
„Epicedion" u. „Apotheosis“ zu Ehren d. Erasmus, in: „Liber selectarum declamationum“ v. Ph. Melanchthon, Straßburg 1541, S. 317-35; Luther über „Epicedion“ s. M. Luthers Werke, Weimarer Ausg., T. 4, 1886, S. 636; 2 Gedichte auf d. Hochzeit d. Georg Sabinus, in: „Liber carminum adoptivus“, beigefügt den Ausgaben der „Poemata Georgii Sabini“ und in den „Deliciae poetarum Germanorum huius superiorisque aevi illustrium“ I, Frankfurt 1612, S. 151-62; Allegor. Deutung d. Christopherus-Legende nach einem Entwurf v. Melanchthon, Wittenberg 1536, in: Theol. Stud. u. Kritiken, 1907, S. 140.

Literatur  
ADB I; A. Nebe, M. A., in: Ann. d. Ver. f. Nassau. Alterthumskde. u. Gesch.-F 10, 1870, S. 115; F. Schnorr v. Carolsfeld, M. A. in: Archiv f. Lit.-gesch. 13, 1885, S. 297-314; K. Bauer, Zur A.-Forschung, in: Ztschr. f. Kirchengesch. 42, NF 5, 1923, S. 78 f.; W. Friedensburg, A., in: Archiv f. Ref.-gesch. 20, 1923, S. 175; O. Clemen, Nochmals A., ebenda, 21, 1924, S. 145 f.

Autor  
Winfried Trusen
Empfohlene Zitierweise  

Trusen, Winfried, „Acontius, Melchior“, in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 39 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd116006188.html

ADB-Artikel

<< Acontius, Jacob     Acronius, Johannes Frisius >>

Acontius, Melchior

 LebenAutorZitierweise

Leben  
Acontius: Melchior A. stammt aus Ursel bei Frankfurt a. M. und befand sich in der ersten Hälfte des 16. Jahrh. zu Wittenberg, wo er mit dem Dichter Georg Sabinus befreundet war, wie aus seinen Epithalamien auf die Hochzeit des Sabinus, der Melanchthon's älteste Tochter geheirathet, hervorgeht. Diese Weihgedichte hat Sabinus unter seine eigenen Gedichte aufgenommen. Auch mit einem anderen Dichter der Reformationszeit, Jacob Micyllus, war A. eng befreundet. — (Annalen des Vereins f. nassauische Alterthumskunde und Geschichtsforschung. X. 115.)

Autor  
Zais.
Empfohlene Zitierweise  

Zais, „Acontius, Melchior“, in: Allgemeine Deutsche Biographie 1 (1875), S. 41 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd116006188.html?anchor=adb

Quelle/Vorlage: 
NDB 1 (1953), S. 39
ADB 1 (1875), S. 41

PND: 116006188
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Index

Acontius, Melchior

Name: Acontius, Melchior
Namensvariante: Volz, Melchior
Namensvariante: Foltze, Melchior
Namensvariante: Foltz, Melchior
Lebensdaten: 1515 bis 1569
Geburtsort: Oberursel (Taunus)
Sterbeort: Allstedt (Thüringen)
Beruf/Lebensstellung: Humanist; lateinischer Dichter
Konfession: katholisch; evangelisch
Autor NDB: Trusen, Winfried
Autor ADB: Zais
PND: 116006188

Weitere Informationen

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Acontius, Melchior

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116006188

Normdaten
Personennamendatei (PND)
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