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Artaria, Domenico >>
Artaria, Carlo
* 1747,
† 1808. (katholisch)
Genealogie
| Leben
| Literatur
| Portraits
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Cesare Timoteo Artaria (1706–85), Kunsthändler;
M Maria Moissi (1662–1747);
⚭ Maria Cappi.
Leben ↑
Artaria war der Mitbegründer der Mainzer Stammfirma seines Onkels Giovanni Casimiro (1725–1797), die er 1766 verließ. Er errichtete 1770 (kaiserliches Privileg seit 10.2.1770) gemeinsam mit seinem Vetter Francesco (1744–1808) das Wiener Stammhaus „Zum König von Dänemark" (unter den Tuchlauben), seit 1775 im Haus „Zu den drei Laufern“ (Kohlmarkt 133) und seit 1789 im Haus „Zum englischen Gruß“ (heute Kohlmarkt 9), das sich durch sein reiches Lager an italienischen, französischen und englischen Kunstblättern, dann aber in steigendem Maß durch den Selbstverlag gediegener Landkarten und wertvoller Kupferstiche einheimischer Meister, seit 1778 noch durch Angliederung eines Musikverlages zu einem führenden Unternehmen entwickelte. Die Musikabteilung (seit 1778/79 mit eigenen Katalogen, heute im Archiv der Gesellschaft der Musikfreunde Wien) verlegte neben M. Haydn, Ph. E. Bach, L. Boccherini, M. Clementi, A. Salieri, J. N. Hummel, I. Pleyel, K. Ditters von Dittersdorf, G. Paisiello, J. Moscheles vor allem die Meister der Wiener Klassik: Gluck (Klopstock-Oden). J. Haydn - erste Originalausgabe, Sechs Klaviersonaten 1780, im folgenden über 300 Werke, darunter die russischen Quartette, Urfassung der Sieben Worte, die 6 Pariser Symphonien, die letzte Klaviersonate, die Erdödy-Quartette (mit dem Kaiserquartett) -, ferner Mozart - erste Originalausgabe, Sechs Violinsonaten 1781, weiter rund 50 Werke, darunter die Haffnersymphonie, die sechs Haydn gewidmeten Streichquartette, das Kegelstatt-Trio, das Veilchen, die Streichquintette in c und g, die Königs-Quartette - und seit 1793 Beethoven -
u. a. Klaviertrios op. 1, Klaviersonate op. 2, Cellosonaten op. 5, Violinsonaten op. 12 und nach vorübergehender Entfremdung, die sogar 1803-05 zu einem Prozeß führte, die Hammerklaviersonate. Vorübergehende Teilhaber der Firma waren seit 1793 Artarias Schwager Giovanni Cappi (1801 selbständig) und Tranquillo Mollo (1798 selbständig).
Literatur ↑
ADB XLVI.
Portraits ↑
Ölgem. v. J. Kreutzinger, um 1780 (
Städt. Slgg. Wien).
Autor ↑
Alexander WiteschnikEmpfohlene Zitierweise ↑
Witeschnik, Alexander, „Artaria, Carlo“,
in: Neue Deutsche Biographie
1
(1953), S.
400
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd132205866.html
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Aschbach, Joseph >>
Artaria, Karl
Leben
| Autor
| Zitierweise
Leben ↑
Artaria: Karl A. und
Franz A., beide † im J. 1808, begründeten im J. 1770 in Wien die gegenwärtig unter dem Namen Artaria & Co. daselbst bestehende Firma. Nach dem Tode der Besitzer ging das Geschäft an Domenico Artaria und nach dessen im J. 1842 erfolgtem Ableben an August Artaria über. Seit dessen Tod (1898) sind C.
A. und D. Artaria Inhaber der Firma. Das Verlagsgebiet der Firma Artaria & Co. beschränkt sich gegenwärtig auf Landkarten, das Sortiment führt Landkarten, Kunstwerke und Musikalien. Sie ist von früher her die Originalverlegerin von Mozart, Haydn, theilweise von Beethoven und anderen hervorragenden Componisten; ferner seit jüngerer Zeit der Kartenwerke des Generals v. Scheda, des Regierungsraths Steinhauser u. a. Die Firma Artaria ist eine der größten Kunst-, Musikalien- und Kartenhandlungen der Welt und unterhält Verbindungen mit allen Verlagsquellen des In- und Auslandes, mit den hervorragendsten Künstlern, Musikern und Zeichnern unserer Zeit.
Autor ↑
Karl Fr. Pfau.Empfohlene Zitierweise ↑
Pfau, Karl Friedrich, „Artaria, Karl“,
in: Allgemeine Deutsche Biographie
46
(1902), S.
59
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd132205866.html?anchor=adb