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Arnschwanger, Johann Christoph
lutherischer Theologe, getauft 28.12.1625 Nürnberg,
† 10.12.1696.
Genealogie
| Leben
| Werke
| Literatur
| Portraits
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Georg Arnschwanger (
† 1659), Kaufmann;
M Margarete Rosenhart, genannt Glockengießer (1589–1657);
Gvv Simon Arnschwanger, Ratsherr in Crailsheim;
Gvm Christoph Glockengießer (getauft 13.11.1566);
Gmm Marg. Schenk (getauft 5.9.1566); 3
S.
Leben ↑
Seine Studien machte Arnschwanger zu Nürnberg, Altdorf, Jena und Helmstädt. Ab 1651 stand er im Nürnberger Kirchendienst, seit 1652 als Diakon bei
St. Egidien, seit 1659 bei
St. Lorenz; 1690-96 war er Schaffer daselbst. Seine dichterische Gabe stellte er vor allem in den Dienst der Kirche; so manches, wie das Kirchweihlied „Kommt her, ihr Christen! voller Freud“, hat sich bis heute behauptet. Doch bediente sich der Rat auch seiner bei Verherrlichung politischer Festlichkeiten. Wegen seiner mehr volkstümlichen Art fand er als „der Unschuldige“ 1675 Aufnahme in die Fruchtbringende Gesellschaft.
Werke ↑
Memoria pacis religiosae saecularis, Nürnberg 1655;
Bibl. Norica Willana, 1.
Ausg., 8
Bde., Altdorf 1772–92, 2. Ausg, 4
Bde., ebenda 1790;
s. a. G.
A. Will, Nürnberg. Gelehrtenlex. I, Nürnberg 1755, S. 43 ff., V,
hrsg. v. Ch. C. Nopitsch, 1802, S. 41 ff.
Literatur ↑
ADB I;
Goedeke III, 1887, S. 191 f.;
A. Fischer-W. Tümpel, Das
dt. ev. Kirchenlied d. 17. Jh.s V, 1911, S. 265-98
(L);
Frels;
s.a. G. Wolff,
Bücherkde. d.
fränk. Gesch., H. 1, 1937.
Portraits ↑
v. Ph. Kilian nach D. Preisler (Veste Coburg u. Kupf.kab. Dresden).
Autor ↑
Karl Schornbaum Empfohlene Zitierweise ↑
Schornbaum, Karl, „Arnschwanger, Johann Christoph“,
in: Neue Deutsche Biographie
1
(1953), S.
394
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd119512297.html
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Arnstein, Ludwig >>
Arnschwanger, Johann Christoph
Leben
| Autor
| Literatur
| Zitierweise
Leben ↑
Arnschwanger: Johann
Christoph
A.
, geboren 28. Dec.
1625 zu Nürnberg, † 10. Dec.
1696; Sohn eines Handelsmanns, durchlief daselbst
Dilherr's Egidien-Gymnasium, darauf die Hochschulen Altdorf, Jena,
Helmstädt, wo er unter Calixt über die Erbsünde disputirte. Nach
der Heimkehr wurde er in Nürnberg 1651 Stadtvicar, 1652 Diaconus
bei St. Egidien, 1654 Frühprediger an St. Walpurgen, 1659 Diaconus
an St. Lorenz und endlich Schaffer oder Archidiaconus an dieser
Kirche. — Wir besitzen von ihm fast 400 Lieder, welche in seinen
Schriften zerstreut stehen: "Neue geistliche Lieder," 1659;
"Anweisung zur Gottseligkeit," 1663; "Heilige Palmen und
christliche Psalmen." 1680; "Heilige epistolische Berichte," 1663.
Ein "sonderbarer Liebhaber des Singens," gehörte er unter dem
Namen "der Unschuldige" der fruchtbringenden Gesellschaft an,
suchte sich im Unterschiede von der gekünstelten Manier der
Pegnitzschäfer, möglichst volksthümlich, natürlich zu halten
verfiel aber oft ins Platte. Wenige seiner Lieder haben sich
behauptet ("Auf, ihr Christen, laßt uns singen," "Wie lieblich ist
zu schauen," "Meine Seele nimm zu Herzen" etc.)
Literatur ↑
Vgl. C. v. Winterfeld's evang. Kirchengefang, 2. Thl., S. 456
etc.
Autor ↑
P. Pressel.
Empfohlene Zitierweise ↑
Pressel, Paul, „Arnschwanger, Johann Christoph“,
in: Allgemeine Deutsche Biographie
1
(1875), S.
597
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd119512297.html?anchor=adb
Arnschwanger, Johann Christoph
Name: Arnschwanger, Johann Christoph
Lebensdaten: erwähnt getauft 1625, gestorben 1696
Beruf/Lebensstellung: lutherischer Theologe; geistlicher Dichter
Konfession: lutherisch
Autor NDB:
Schornbaum, KarlAutor ADB:
Pressel, PaulPND: 119512297