Logo der Deutschen Biographie
schwarzer Menuepunkt Schnellsuche
schwarzer Menuepunkt Erweiterte Suche
roter Menuepunkt Namen A-Z
schwarzer Menuepunkt Aktuelles
schwarzer Menuepunkt Hilfe
schwarzer Menuepunkt Über das Projekt
schwarzer Menuepunkt Impressum

NDB-Artikel

<< Arnoldt, Daniel Heinrich     Arnoldus Bergellanus, Johann >>

Arnoldt, Emil

Kantforscher, * 6.2.1828 Plibischken (Ostpreußen), 31.5.1905 Königsberg (Preußen). (evangelisch)


GenealogieLebenWerkeLiteraturAutorZitierweise

Genealogie  
V Friedrich Wilhelm Arnoldt, Pfarrer; M Charlotte Johanna Romanowsky; Ernestine von Keudell.

Leben  
Arnoldt hat sein ganzes Leben dem Studium der Kantschen Philosophie gewidmet, darüber hinaus sein eigenes Dasein ohne Rücksicht auf äußeren Gewinn nach den Grundsätzen seines großen Landsmannes gelebt. Als Student hatte er sich der „Freien evangelischen Gemeinde“ in Königsberg und ihrem Führer Julius Rupp (dem Großvater der Käthe Kollwitz) angeschlossen, trat öffentlich für diese Überzeugungen ein und wurde deshalb mit einer Gefängnisstrafe belegt. Man wies ihn sogar (1852) aus Königsberg aus; erst 1859 wurde dieser Befehl wieder aufgehoben. Nach wie vor galt er indes als „verdächtiges Individuum“ und erreichte erst 1874, daß er sich habilitieren konnte. Obwohl K. Rosenkranz für ihn eintrat, wurde ihm Quäbiker als außerordentlicher Professor vorgezogen (Quäbiker ist das Urbild des Sudermannschen Romans „Der tolle Professor“). 1878 hat Arnoldt sein akademisches Amt aufgegeben. Seine bedeutendste Leistung ist seine Einleitung in die Philosophie, die eigentlich eine Einleitung in die Kantsche Philosophie ist (Band 3 seiner Schriften). Seine Arbeiten zu Kant tragen häufig philologischen Charakter, der einer allgemeinen Wirkung seiner Leistung mitunter im Wege stand.

Werke  
Philosoph. Schrr., 10 Bde., hrsg. v. O. Schöndoerffer, 1909 ff. (P in Bd. 4, 1911).

Literatur  
G. v. Selle, Gesch. d. Albertus-Univ. z. Königsberg i. Pr., 1944; BJ X (Totenliste 1905, L); Ch. Krollmann, in: Altpreuß. Biogr. I, 1941.

Autor  
Götz von Selle
Empfohlene Zitierweise  

Selle, Goetz von, „Arnoldt, Emil“, in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 392 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd116209674.html

Quelle/Vorlage: 
NDB 1 (1953), S. 392

PND: 116209674
Artikel drucken

Index

Arnoldt, Emil

Name: Arnoldt, Emil
Lebensdaten: 1828 bis 1905
Geburtsort: Plibischken (Ostpreußen)
Sterbeort: Königsberg (Preußen)
Beruf/Lebensstellung: Kant-Forscher
Konfession: evangelisch
Autor NDB: Selle, Goetz von
PND: 116209674

Weitere Informationen

Informationsangebote zu

Arnoldt, Emil

PND
116209674

Normdaten
Personennamendatei (PND)
Virtual International Authority File (VIAF)

Lexika

Bibliothekskataloge und Bibliographien
Bibliotheksverbund Bayern (BVB)

Nachlassdatenbank beim Bundesarchiv

Nachlässe
Kalliope