Logo der Deutschen Biographie
schwarzer Menuepunkt Schnellsuche
schwarzer Menuepunkt Erweiterte Suche
roter Menuepunkt Namen A-Z
schwarzer Menuepunkt Aktuelles
schwarzer Menuepunkt Hilfe
schwarzer Menuepunkt Über das Projekt
schwarzer Menuepunkt Impressum

ADB-Artikel

<< Arnoldi, Johannes von     Arnoldi, Wilhelm >>

Arnoldi, Nicolaus

 LebenAutorZitierweise

Leben  
Arnoldi: Nicolaus A. , geb. zu Lesna in Polen 1618, † 1680. Er brachte den größten Theil seines Lebens in den Niederlanden zu. Schon als fünfzehnjähriger Knabe erhielt er von der polnischen Synode zu Ostoroy eine Anstellung als Acolyth oder Chorknabe. Nachdem er sich eine Zeit lang zu Danzig des Studiums der Philosophie und der Beredtsamkeit befleißigt hatte, stand er von 1639 bis um 1641 der lateinischen Schule zu Jablonow in Podolien vor, indem er zugleich in einem angesehenen Hause den Dienst des Hauspredigers versah. In richtiger Erkenntniß einiger hervorragender Gaben verschaffte man ihm die Mittel zum Studiren. Im Jahre 1641 ließ er sich zu Franeker immatriculiren, und that sich bald als einer der begabtesten Schüler seines Landsmannes Maccovius, wie des Coccejus, Sedulius und Cloppenburg hervor. Auch genoß er den Unterricht der berühmten calvinistischen Theologen jener Zeit, eines Soetius, Spanheim, Polyander u. A. Nach einer kurzen Reise nach England, ward A. 1645 als reformirter Prediger zu Beetgunt in Friesland angestellt. Doch schon im J. 1651 rief man ihn nach Franeker als Professor der Theologie, an der Stelle des nach Leyden übergesiedelten Coccejus. — A. , als Prediger gerühmt, hat sich auch als Theologe durch seine meistens wider die Socinianer gerichteten Schriften einen Namen gemacht. 1656 ward er Hofprediger; noch im selbigen Jahre ward er zum Gesandschaftsprediger am schwedischen und polnischen Hofe ernannt. Ehrenvolle Berufungen als Hofprediger nach Berlin, als Gesandtschaftsprediger an den schwedischen und polnischen Hof schlug er aus. 1666 ward er nach Heidelberg geschickt, um Friedrich Spanheim zur Annahme einer Professur in Franeker zu bewegen. A. blieb bis zu seinem Lebensende als theologischer Professor eifrig wirksam. Von seinen Schriften, meistentheils dogmatischen und polemischen Inhalts (Glasius "Godgel. Nederl.";|v. d. Aa, Biogr. Woordenb.) mögen hier erwähnt werden: "Catechesis Racoviana major publicis disputat. 46 refutata." 1654. "Lux in tenebris, sive vindicatio locor. V. et N. T. quibus omnium sectarum adversarii ad stabiliendos errores suos abutuntur." 1662 u. 1665. "Refutatio compendii M. Becani," 1657.

Autor  
Vos.
Empfohlene Zitierweise  

Vos, Joachim Joseph, „Arnoldi, Nicolaus“, in: Allgemeine Deutsche Biographie 1 (1875), S. 592-593 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd119170736.html?anchor=adb

Quelle/Vorlage: 
ADB 1 (1875), S. 592-593

PND: 119170736
Artikel drucken

Index

Arnoldi, Nicolaus

Name: Arnoldi, Nicolaus
Lebensdaten: 1618 bis 1680
Beruf/Lebensstellung: reformierter Theologe
Konfession: reformiert
Autor ADB: Vos, Joachim Joseph
PND: 119170736

Weitere Informationen

Informationsangebote zu

Arnoldi, Nicolaus

PND
119170736

Normdaten
Personennamendatei (PND)
Virtual International Authority File (VIAF)

Lexika

Bibliothekskataloge und Bibliographien
Bibliotheksverbund Bayern (BVB)
Verzeichnis der im deutschen Sprachraum erschienenen Drucke des 17. Jahrhunderts (VD 17)

Digitaler Portraitindex

Nachlässe
Kalliope