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NDB-Artikel

<< Arnold, Johann Georg Daniel     Arnold, Wilhelm Christoph Friedrich >>

Arnold, Robert Franz

Literarhistoriker, Bibliothekar und Bibliograph, * 27.11.1872 Wien, 24.1.1938 Wien. (evangelisch)


GenealogieLebenWerkeLiteraturPortraitsAutorZitierweise

Genealogie  
V Kaufmann in Wien; Bertha Maresch; T Lisbeth Arnold

Leben  
Arnold besuchte das Gymnasium in Wien, studierte in Berlin bei Erich Schmidt und in Wien Germanistik, promovierte in Wien 1895 und war dann bis 1913 Beamter, zuletzt Kustos der kaiserlich und königlichen Hofbibliothek. 1900 habilitierte er sich an der Wiener Universität für neuere deutsche Literaturgeschichte und war seit 1906 außerordentlicher, 1920-34 ordentlicher Professor; 1934 und 1936 wirkte er als Gastprofessor an der Universität Stanford (California). Von 1936 bis zu seinem Tode war Arnold Präsident des Goethe-Vereines (der ältesten deutschen Goethe-Gesellschaft); 1932 hielt er die Festrede bei der Goethe-Feier der österreichischen Bundesregierung. Arnold war viele Jahre Buch- und Theaterkritiker und hielt Vorträge, besonders in den volkstümlichen Universitätskursen. Schon früh behandelte er den Film als Gegenstand der Theaterwissenschaft. Als Literarhistoriker beschäftigte er sich besonders mit der politischen Dichtung und den Grenzgebieten der Dichtung. In dem zusammen mit anderen Fachgelehrten (u. a. Julius Bab) verfaßten Sammelwerk „Das deutsche Drama“ (1925) gab er die erste Gesamtdarstellung dieser Gattung. Seine „Allgemeine Bücherkunde zur neueren deutschen Literaturgeschichte“ (1910, 31931) wurde ein grundlegendes, weit über das Fachgebiet hinaus unterrichtendes Werk.

Werke  
u. a. Der dt. Philhellenismus, 1896; Tadeusz Kościuszko in d. dt. Lit., 1898; Gesch. d. dt. Polenlit. I, 1900; Schillers dramat. Nachlaß, Prag 1901; Hrsg.: Achtzehnhundertneun, Wien 1909|(mit K. Wagner); Der Irrgarten, 333 dt. Rätsel, ausgew., nachgewiesen, eingel., Wien 1928; Polit. Dichtung, 1930-34 (8 Bde. in d. Slg.Dt. Lit.“); Bibliogr. d. dt. Bühnen seit 1830, Wien 1908, 21909; Überss. (bes. aus d. Dän.): J. P. Jacobsen, Gedichte, in: Ges. Werke in dt. Übers., Bd. 1, 1899 (darin Gurrelieder, vertont v. A. Schönberg, 1912); Europ. Lyrik, 1899, 21906; Reden u. Stud., Ausw., ges. z. seinem 60. Geburtstag, 1932 (vollst. Bibliogr.).

Literatur  
Wer ist wer?, Wien 1937; Kosch, Lit.-Lex. I (W, L).

Portraits  
Pastell v. L. Michalek (im Besitze d. Tochter).

Autor  
Robert Teichl
Empfohlene Zitierweise  

Teichl, Robert, „Arnold, Robert Franz“, in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 387 f. [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd116351764.html

Quelle/Vorlage: 
NDB 1 (1953), S. 387 f.

PND: 116351764
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Index

Arnold, Robert Franz

Name: Arnold, Robert Franz
Lebensdaten: 1872 bis 1938
Geburtsort: Wien
Sterbeort: Wien
Beruf/Lebensstellung: Literaturhistoriker; Bibliothekar; Bibliograph
Konfession: evangelisch
Autor NDB: Teichl, Robert
PND: 116351764

Weitere Informationen

Informationsangebote zu

Arnold, Robert Franz

PND
116351764

Normdaten
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