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<< Arnold, Christoph     Arnold, Engelbert >>

Arnold, Eberhard

Volkserzieher, Begründer der heutigen Bruderhöfe, * 26.7.1883 Hufen bei Königsberg (Preußen), 22.11.1935 Darmstadt. (evangelisch)


GenealogieLebenWerkeLiteraturAutorZitierweise

Genealogie  
V Carl Franklin Arnold (1853–1927), ordentlicher Professor für Kirchengeschichte in Breslau; M Elisabeth (1852–1916), T des Theologieprofessors Heinrich Voigt in Königsberg und der Clara Mueller; Gvv Franklin Luther Arnold, Pfarrer in Williamsfield Ohio (USA), Nachkomme 1635 eingewanderter englischer Puritaner; Gmv Maria Ramsauer; 1909 Emmy (* 1884), T des Juristen E. von Hollander; S Eberhard Heinrich Arnold (* 1912), Heinrich Arnold (* 1913), Hans Hermann Arnold (* 1915), Leiter der Bruderhöfe in Primavera, Alto Paraguay.

Leben  
Nach dem Studium der Theologie und Philosophie betätigte sich Arnold seit 1909 als freier Schriftsteller mit dem Bestreben, die religiössoziale Botschaft des Christentums zu verkünden. Hierzu wurde er angeregt durch das Leben der ersten Christen sowie durch die Bruderschaften der Reformationszeit, insbesondere auch durch die Schriften von Hermann Kutter. Während des ersten Weltkrieges wurde er Generalsekretär der Deutschen Christlichen Studentenvereinigung (D.C.S.V.) und Mitbegründer des Furcheverlages, dem er bis 1920 als Direktor angehörte. Im Verein mit Gesinnungsgenossen (besonders Normann Körber und Heinrich Schultheis) rief er die Neuwerkbewegung ins Leben, eine auf christlich-urkirchliche Sozialgedanken zurückgreifende Jugend- und Volksbewegung. Praktisch trat diese betont als Laienbewegung auf, eingekleidet in ein natur- und sozialideales Verhalten nach laienfranziskanischem Vorbild. Arnold ist namentlich bedeutsam geworden als Begründer einer Glaubens- und Lebensgemeinschaft auf urchristlicher Grundlage in Sannerz bei Schlüchtern (Hessen), aus der sich die heutigen Bruderhöfe in Deutsch|land (Rhönbruderhof in Veitstein, Kreis Fulda, bis 1938), England (The Wheathill Bruderhof, Bromdon, Bridgnorth) und Südamerika (Primavera, Alto Paraguay) entwickelt haben.

Werke  
Urchristliches u. Antichristliches im Werdegang F. Nietzsches, Diss. 1909, Buchausg. 1910; Der Krieg, ein Aufruf z. Innerlichkeit, 1915, seit 1918 unter d. Titel: Innenland, letzte Aufl. 1936 (mit Lebensabriß); Liebesleben u. Liebe, 1921; Junge Saat, Lebensbuch einer Jugendbewegung, 1921 (mit N. Körber); Das neue Werk, Ein Dienst am Werdenden, Jg. 4, 1922, 12 Nummern (hrsg. mit H. Schultheis); Hrsg.: Quellen, Lebensbücherei christl. Zeugnisse aller Jh., 1924 ff.; darin: Die ersten Christen nach d. Tode d. Apostel, Aus sämtl. Qu. d. ersten Jhh. zusammengestellt, 1920-30; z. T. auch engl. Ausgaben.

Literatur  
G. Soecknick, Religiöser Sozialismus d. neueren Zeit, 1926; RGG; Kürschner, Lit.-Kal. 1932 u. 1934; Schweizer Lex. I, 1945 (fehlerhaft).

Autor  
Heinrich Kautz
Empfohlene Zitierweise  

Kautz, Heinrich, „Arnold, Eberhard“, in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 384 f. [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd118504231.html

Quelle/Vorlage: 
NDB 1 (1953), S. 384 f.

PND: 118504231
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Index

Arnold, Eberhard

Name: Arnold, Eberhard
Lebensdaten: 1883 bis 1935
Geburtsort: Hufen bei Königsberg (Preußen)
Sterbeort: Darmstadt
Beruf/Lebensstellung: Pädagoge; Begründer der Bruderhöfe; Volkserzieher
Konfession: evangelisch
Autor NDB: Kautz, Heinrich
PND: 118504231

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Arnold, Eberhard

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118504231

Normdaten
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