<< Arnim, Hans Friedrich von
Arnim-Suckow, Harry Kurt Eduard Carl von, Graf >>
Arnim von Boitzenburg, Hans Georg|
Feldherr und Staatsmann,
* 1. Hälfte des Jahres 1583,
† 28.4.1641. (lutherisch)
Genealogie
| Leben
| Literatur
| Portraits
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Bernd von
A. (1550–1611);
M Sophia (1556–1605),
T des Joachim von der Schulenburg;
Gvv Hans von
A. (
† 1553), Landvogt;
Gmv Elisabeth von Bülow:
Schw Maria Margaretha (
⚭ Busso Clamor von Arnim, Vorfahren von Achim von Arnim, s. 1); unverheiratet.
Leben ↑
Arnim von Boitzenburg trat 1613 in schwedische Dienste, überwarf sich aber mit Gustav Adolf und wechselte 1621 in
|polnische, 1626 in kaiserliche Dienste über, wo er Wallensteins rechte Hand wurde. Er zeichnete sich bei der Wiedereroberung Schlesiens, bei der Besetzung Mecklenburgs und Pommerns aus, 1628 belagerte er Stralsund und wurde zum Feldmarschall ernannt. Im folgenden Jahre sandte ihn Wallenstein nach Polen, und Arnim von Boitzenburg vermochte durch Unterstützung König Sigismunds - er besiegte Gustav Adolf auf der Stuhmer Heide - das Eingreifen des Schwedenkönigs in Deutschland um ein Jahr hinauszuzögern. Als 1629 das Restitutionsedikt erlassen wurde, schied Arnim von Boitzenburg als strenger Lutheraner aus dem kaiserlichen Dienst aus und wirkte fortan für die Bildung einer „ausschlaggebenden, friedliebenden Mittelpartei“ unter Führung der evangelischen Kurfürsten. Im September 1631 kam es vor allem auf Betreiben Arnim von Boitzenburgs, der das Kommando der sächsischen Armee übernommen hatte, zu einem schwedisch-sächsischen Bündnis; in der Schlacht von Breitenfeld kämpften die kurfürstlichen mit den schwedischen Truppen gegen Tilly. Anschließend zog Arnim von Boitzenburg nach Schlesien und Böhmen und nahm im November 1631 Prag ein, das aber im folgenden Jahre durch Wallenstein zurückerobert wurde. Arnim von Boitzenburg, „der lutherische Kapuziner“, blieb indessen nicht nur entschieden protestantisch, sondern auch im gleichen Maße reichstreu gesinnt, und je weiter sich Gustav Adolf von der Grundlage des Leipziger Konvents, der eine Defensivverfassung der deutschen Protestanten vorgesehen hatte, entfernte, desto mehr entfremdete er sich Arnim von Boitzenburg. Mit Wallenstein war dieser, auch nach seinem Austritt aus kaiserlichem Dienst, in ständiger Fühlung geblieben; er hatte dem Generalissimus als Mittelsmann zu Gustav Adolf gedient, und als sich Wallenstein 1632/33 gegen den Willen des Wiener Hofes mehr und mehr einer Befriedungspolitik zuwandte, war es wiederum der Vertrauensmann des sächsischen Kurfürsten, Arnim von Boitzenburg, mit dem er vornehmlich Verhandlungen führte. Das Verhältnis Wallensteins zu seinem früheren Untergebenen war höchst eigenartig; er schwankte zwischen Haß und fast unbegreiflichem Vertrauen hin und her. Arnim von Boitzenburg, Wallenstein an Verschlagenheit durchaus ebenbürtig, an sittlicher Festigkeit, Beharrlichkeit und politischer Zielstrebigkeit aber dem Friedländer überlegen, bemühte sich mehr, Wallenstein für seine Absichten zu benutzen, als daß er dessen verwegene Pläne unterstützte. Seine Politik bewegte sich auf der Linie der dritten Kraft. Arnim von Boitzenburgs leitender Gedanke war die Vertreibung der Fremden vom deutschen Boden. Um diesen Zweck zu erreichen, hielt er eine gewisse Schonung des Kaisers für unerläßlich.
Der tschechische Historiker J. Pekař hat Arnim von Boitzenburg als vornehmsten Vertreter einer patriotischen Reichspolitik geschildert. Doch war auch Arnim von Boitzenburgs Programm zum Scheitern verurteilt, da es bei der Schwäche der protestantischen Fürsten und der vollkommenen Unfähigkeit des sächsischen Kurfürsten nicht durchzusetzen war. Auch ohne die Katastrophe Wallensteins im Frühjahr 1634, bei der Arnim von Boitzenburg mit knapper Not der Gefangennahme entging, wäre ein Frieden, wie er ihn sich vorstellte, nicht durchführbar gewesen. Die Ermordung Wallensteins vereitelte die bereits weit gediehenen Bestrebungen. Die für den Protestantismus unbefriedigende Lösung des sächsisch-kaiserlichen Sonderfriedens von Prag (1635) war wiederum durchaus nicht nach Arnim von Boitzenburgs Sinn; er verließ enttäuscht den kursächsischen Dienst und zog sich auf sein Stammschloß Boitzenburg zurück. Einen vorteilhaften Antrag, sich Frankreich zur Verfügung zu stellen, schlug er aus. Im März 1637 ließ Oxenstierna Arnim von Boitzenburg, den er in Verdacht hatte, beim sächsischen Hof gegen Schweden zu schüren, aufgreifen und in Stockholm festsetzen. Es gelang Arnim von Boitzenburg jedoch ein Jahr später, sich auf abenteuerliche Weise zu befreien. Er kam zunächst nach Hamburg und trat dann neuerdings in kaiserliche und sächsische Dienste. Die Aussichten, den Besitzstand des evangelischen Deutschland zu wahren und gleichzeitig die Eindringlinge vom Reichsboden zu vertreiben, schienen nunmehr günstiger zu sein. Mitten in den Vorbereitungen zu einem Feldzug gegen Frankreich und Schweden starb Arnim von Boitzenburg jedoch 1641 in Dresden. Er war eine der charaktervollsten Gestalten unter den Heerführern des 30jährigen Krieges und wohl der bedeutendste Staatsmann und Feldherr, der je im Dienste der sächsischen Kurfürsten gestanden hat.
Literatur ↑
ADB I;
G. Irmer, H. G.
v. A., 1894;
J. Paul, Gustav Adolf, 3
Bde., 1927–32;
J. Pekař, Wallenstein 1630–34, 2
Bde., 1937.
Portraits ↑
mehrere
Kupf. v. M. Bernigeroth (
Staatl. Kupf.-kab. Dresden).
Autor ↑
Heinz GollwitzerEmpfohlene Zitierweise ↑
Gollwitzer, Heinz, „Arnim von Boitzenburg, Hans Georg“,
in: Neue Deutsche Biographie
1
(1953), S.
372 f.
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd115793615.html
<< Arnim, Georg Dietloff von
Arnim, Heinrich Friedrich von >>
Arnim-Boytzenburg, Hans Georg von
Leben
| Autor
| Literatur
| Zitierweise
Leben ↑
v.
Arnim: Hans Georg
v.
Arnim-Boytzenburg, als Feldherr und Staatsmann in
der Zeit des 30jährigen Krieges unbestritten von nicht geringer
Bedeutung, als angeblicher Vertreter der schwankenden Politik
seines Kriegsherrn, des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen, von den Oesterreichern und
Schweden oft verläumdet, erscheint nach neueren objectiven
Forschungen als ein seinem deutschen Vaterlande und der
protestantischen Kirche treu ergebener Staatsmann, dessen
verständige Ansichten bei den damaligen Verhältnissen neben der
Unfähigkeit des schwachen Kurfürsten nicht zur Geltung kommen
konnten. Geb. 1581, seit 1611 der Erbe der
sehr verschuldeten Güter seines Vaters, des Brandenburger
Oberhofmarschalls Berndt von Arnim, diente er 1613—1617 dem König
Gustav Adolf als Oberst im russischen Kriege und in diplomatischen
Geschäften, dann dem polnischen König Sigismund III. im Kriege gegen die Türken und trat trotz
seiner bei aller Toleranz entschieden protestantischen Gesinnung,
welche er bis an sein Lebensende in seinen oft salbungsvollen
Reden, biblisch gefärbten Gutachten und sogen. zahlreichen
theologischen Schriften kund gab, 1626 als Oberst in kaiserliche
Kriegsdienste, in denen er durch umsichtige Unterstützung der
Wiedereroberung Schlesiens und durch die Besetzung Mecklenburgs
und Pommerns Wallenstein's besonderes Vertrauen gewann, zum
Feldmarschall erhoben, Stralsund ohne Erfolg belagerte und nach
dem Lübecker Frieden vom Herzog von Friedland zur Unterstützung
der Polen gegen die Schweden entsandt, den König Gustav Adolf auf
der Stuhmer Heide besiegte: mit Mühe entging der König der
Gefangenschaft. Während dieser Zeit hatte sich A. vor allen
Wallensteinischen Obersten durch Uneigennützigkeit, einfache
Lebensweise und strenge, freilich oft erfolglose Zügelung der
Soldatesca einen guten Namen gemacht. Differenzen mit dem
Polenkönig und die Bedrohung seines Lehnsherrn, des Kurfürsten von
Brandenburg, bewogen den Feldmarschall zum Rücktritt aus dem
kaiserlichen Dienste, wobei jedenfalls die seit dem
Restitutionsedicte in Frage gestellte Existenz der Evangelischen
in Deutschland mitwirkte. Die Stellung, welche Kurfürst Johann
Georg 1631 sowol gegen des Kaisers Bedrohungen als auch gegen die
von Schweden der Selbständigkeit des Reiches drohende Gefahr
einnehmen zu wollen schien, veranlaßte A. als Feldmarschall,
später Generallieutenant, in kursächsische Dienste zu treten. Er
vermochte aber nur eine leidliche Organisation des sächsischen
Heeres in kürzester Frist durchzuführen, während seine
Rathschläge, als Haupt der evangelischen Fürsten kräftig
aufzutreten und dem König von Schweden mit Vorsicht die Hand zu
bieten, bei Johann Georg ganz erfolglos blieben, bis die
Bedrängniß durch Tilly den Kurfürsten zum Bündniß mit den Schweden
nöthigte: A. war der Vermittler dieses Bündnisses und blieb
demselben trotz mancher Mißverständnisse, welche öfters einen
unberechtigten Argwohn der Schweden erregten, bis zu seinem
Rücktritt aus jener Stellung 1635 in Rath und That aufrichtig
treu. Bei Leipzig hielt sich A. mit einigen Reiterregimentern auf
dem Schlachtfelde bei dem siegreichen König, während die andern
Sachsen geworfen sich mit dem Kurfürsten zur Flucht gewendet
hatten. Im Winter 1631—1632 stand er der mit dem König getroffenen
Abrede gemäß nach Befreiung der Lausitz siegreich in Böhmen, wobei
ihm der dem Kaiser grollende
|Wallenstein für eigenen
Vortheil die Wege gebahnt zu haben scheint. Als der Herzog von
Friedband wieder an die Spitze des kaiserlichen Heeres getreten
war, versuchte A. insgeheim — doch wurde Gustav Adolf davon
officiell unterrichtet — Friedensverhandlungen mit dem alten
Freunde, die jedoch ganz erfolglos waren, da der Herzog zweideutig
erschien und A. sich vorsichtig zurückhielt. Dieser konnte gegen
den plötzlich angreifenden Feind nur das sehr desorganisirte Heer
nach Sachsen zurückziehen. Während im Sommer 1632 Gustav Adolf
gegen Wallenstein bei Nürnberg operirte und dem vom Herzog
bedrohten Kurfürsten von Sachsen zu Hülfe kam, war A. mit den
Sachsen und den ihm untergebenen schwedischen und
brandenburgischen Truppen siegreich in Schlesien und ermuthigte,
vom Kurfürsten bevollmächtigt, die evangelischen Schlesier zur
Ausdauer und ausgiebigen Unterstützung des sie beschützenden
Heeres. Hier war er auch zum Schutz des Landes, trotz des
Hülferufs seines Kriegsherrn, mit Genehmigung des Königs
geblieben, als die Schlacht bei Lützen geschlagen wurde, und das
sächsische Heer blieb auch nachher dort. Doch mahnte A. mit
aufrichtiger Klage über den Tod des Retters der evangelischen
Freiheit den Kurfürsten zur Verständigung mit Oxenstierna,
Bernhard und den evangelischen Fürsten und zur kräftigen
Fortsetzung des Krieges, um baldigst einen für das Reich und die
Kirche ersprießlichen Frieden mit genügender Entschädigung für die
Schweden zu gewinnen. Diesen Standpunkt hielt er unbedingt fest,
ohne den Kurfürsten zu einer verständigen Benutzung der den
Evangelischen damals günstigen Verhältnisse bewegen zu können.
1633 kam deshalb A. in Bedrängniß, als Wallenstein neu gestärkt
mit großer Heeresmacht in Schlesien auftrat und mußte dem Herzog
entgegenkommen, als dieser, mit dem Angriff zögernd, Verhandlungen
anbot. Bald aber überzeugte er sich, daß Wallenstein nur in seinem
Interesse Sachsen und Brandenburg von den Schweden abziehen wollte
und es wäre jedenfalls zu einem für A. sehr bedenklichen Kampfe
gekommen, wenn nicht der Herzog nach dem wohlfeilen Siege von
Steina wegen der Fortschritte Bernhards an der Donau vom Kaiser im
Nov. 1633 nach Böhmen zurückgerufen worden wäre. Von hier knüpfte
Wallenstein, der von Wien aus in seiner Stellung bedroht, jetzt
entschlossen war, dem Kaiser und dem Reiche einen Frieden nach
seinem Belieben aufzudrängen, unter dem Deckmantel einer
allgemeinen kaiserlichen Vollmacht, ganz geheime Unterhandlungen
mit dem Kurfürsten von Sachsen an: dieser sollte ihn in seinen
immer mehr verrätherisch sich gestaltenden Maßnahmen gegen den
Kaiser unterstützen. A. hielt sich sehr zurück, während der
vorläufig zur Beschwichtigung des Herzogs nach Pilsen gesendete
sächsische Feldmarschall, Franz Albert von Lauenburg, auf eigene
Faust Wallenstein's Pläne gegen den Kaiser zu fördern suchte,
verschaffte sich bei seinem Kriegsherrn und bei Brandenburg
Instruction zu einem definitiven Friedensabschluß mit dem Herzog
auch gegen des Kaisers Willen im Interesse des Reichs und der
evangelischen Kirche, jedoch nicht zur Unterstützung eines
etwaigen Abfalls des Herzogs vom Kaiser, für welche Wallenstein
den sehnlichst in Pilsen erwarteten A. zu gewinnen hoffte. Als
dieser auf der Reise bereits in Zwickau war, bekam er Nachricht
von der Katastrophe in Eger und entging so glücklicher, als Franz
Albert, der kaiserlichen Gefangenschaft. Seitdem war er in Wien
auf längere Zeit schlecht angeschrieben, verlor aber nicht das
Vertrauen seines Kriegsherrn, nur daß seine Rathschläge für einen
allgemeinen dem Reiche und der evangelischen Kirche förderlichen
Frieden mit genügender Entschädigung der Schweden von dem
unzurechnungsfähigen Kurfürsten nicht beachtet wurden. A. wurde
seiner Stellung immer mehr überdrüssig. Noch einmal fand er
Gelegenheit 1634 durch den Sieg über die Kaiserlichen bei Liegnitz
seine Feldherrntüchtigkeit zu beweisen. Doch der darauf mit Baner
unternommene Einfall in Böhmen hatte bei dem Zwiespalt der
Bundesgenossen keinen Erfolg, während in Süddeutschland die
Kaiserlichen immer mehr Vortheile gewannen. Dies machte den Kaiser
und die Katholiken zuversichtlich und führte 1635 den für Sachsen
so schmachvollen Frieden von Prag herbei Anfangs sollten es nach
Arnim's Rath nur Präliminarien sein, die sich im Juni 1634, wo es
mit den Evangelischen noch gut stand, in Leitmeritz ganz leidlich
angelassen hatten. Später aber steigerten sich in Pirna besonders
nach der Schlacht von Nördlingen die Forderungen des Kaisers, und
in Prag gab 20—30. Mai 1635 der Kurfürst für die ihm gewährte
Privatentschädigung der abgetretenen Lausitzen und für das Bündniß
mit dem Kaiser gegen alle, welche den Krieg fortsetzen würden, die
süddeutschen Reichsstände, die Schlesier und viele andere früher
auf Arnim's Rath gestellte Forderungen dem Kaiser preis. A., der
sich an den Unterhandlungen nicht betheiligt hatte, beschwor
vergeblich noch in letzter Stunde schriftlich den Kurfürsten,
diesen höchst problematischen Frieden nicht einzugehen, und die
von ihm zum Abfall ermunterten Schlesier nicht zu verrathen, und
nahm sofort nach dem Abschluß des Friedens seine Entlassung aus
dem Dienste des Kurfürsten. Nun lebte er, wenn er nicht auf Reisen
war, meist in Boytzenburg. Einen glänzenden Antrag, in
französische Dienste zu treten, schlug er natürlich aus. Als nach
des letzten pommerischen Herzogs Tode der schwedische Gesandte
Bielke die Huldigung der pommerischen Stände für seine Königin
verlangte, ward er über des Kurfürsten Einspruch so erzürnt, daß
er den schon lange bei den Schweden mißliebigen A., den er im
Verdacht hatte, gegen Schweden intriguirt zu haben, in Boytzenburg
aufgreifen und nach Stockholm bringen ließ. Hier war er vom April
1637 bis November 1638 im strengsten Gewahrsam. Interventionen des
Kurfürsten von Sachsen und Anderen halfen nichts. Der alte Herr
befreite sich endlich nach kluger Vorbereitung selbst mit
jugendlicher Keckheit mit Feile und Seil und entkam glücklich nach
Deutschland. Hier ging er an den sächsichen Hof zurück und
arbeitete in diplomatischen Missionen am Friedenswerte, welches
jetzt beim Uebermuthe der eigennütziger Fremden, der Franzosen und
Schweden, bei dem Jammer in Deutschland und der friedlicheren
Gesinnung des Kaisers Ferdinand III. eben
so nothwendig als hoffnungsvoll war: er wollte mit der
evangelischen Kirche auch das Reich vor den Fremden retten. Für
diesen Zweck entschloß er sich auch wieder zu Kriegsdiensten und
ward kaiserlich-sächsicher Generallieutenant. Doch während de
Vorbereitung zu einem neuen Feldzuge gegen die Franzosen und
Schweden starb er 1641 in Dresden, wo er in der Kreuzkirche
bestattet wurde. Sein Grabdenkmal ist beim Bombardement 1760 zu
Grunde gegangen. Da er nicht vermähl gewesen, gingen seine
Besitzungen auf seinen Netter Karl Ludolf von Arnim über.
Literatur ↑
Helbig, K. G. Wallenstein und Arnim. 1850. Der Kaiser Ferdinand
etc. 1852. Gustav Adolf etc. 1854. Der Prager Friede, in Raumer's
Historischer Taschenbuch 1858. — Kirchner, E. D. M. Das Schloß
Boytzenburg etc. 1860 — Hallwich im Archiv für die sächsische
Geschichte. Bd. VIII 1870.
Autor ↑
K. G. Helbig.
Empfohlene Zitierweise ↑
Helbig, Karl Gustav, „Arnim-Boytzenburg, Hans Georg von“,
in: Allgemeine Deutsche Biographie
1
(1875), S.
568-570
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd115793615.html?anchor=adb
Arnim-Boitzenburg, Hans Georg von
Name: Arnim-Boitzenburg, Hans Georg von
Namensvariante: Arnim von Boitzenburg, Hans Georg
Namensvariante: Arnim-Boytzenburg, Hans Georg von
Lebensdaten: 1583 bis 1641
Beruf/Lebensstellung: General; Staatsmann
Konfession: lutherisch
Autor NDB:
Gollwitzer, HeinzAutor ADB:
Helbig, Karl GustavPND: 115793615