<< Arnim, Bettina von
Arnim, Hans Friedrich von >>
Arnim, Georg Dietloff von
preußischer Staatsminister,
* 18.9.1679 Nechlin (Uckermark),
† 20.10.1753 Berlin. (lutherisch)
Genealogie
| Leben
| Literatur
| Portraits
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Jakob Dietloff (1645–89), Oberst und Amtshauptmann;
M Euphemia von Blankenburg (1644–1712);
⚭ Dorothea Sabina Gräfin von Schlieben (1683–1754); 10
K.
Leben ↑
Arnim studierte auf den Universitäten Königsberg und Halle, trat 1703 in den preußischen Hofdienst und zugleich in die Armee ein, und nahm 1704 an der Schlacht von Höchstädt teil. 1706 wurde er zum Landvogt der Uckermark und Oberheroldsrat, 1712 zum Geheimen Justizrat ernannt, 1738 wurde er Präsident des Tribunals und des Ravensbergischen Appellationsgerichts in Berlin, Lehensdirektor, Wirklicher
|Geheimer Rat und Staats- und Kriegsminister. 1743 erhielt Arnim das schlesische Justizdepartement. Da er mit den von Friedrich II. gebilligten Justizreformen S. von Coccejis nicht einverstanden war, nahm er 1748 den Abschied. Er trat jedoch schon im folgenden Jahre auf den persönlichen Wunsch des Königs als dirigierender Minister und Vizepräsident des Generaldirektoriums neuerdings in den Staatsdienst und vereinigte als Direktor der uckermärkischen Landschaft, Generalpostmeister und Inhaber anderer Ämter wichtige Zweige der Staatsverwaltung in seinen Händen. Arnim war ein verdienstvoller Förderer der Berliner Akademie, mit besonderem Erfolg wirkte er für die Hebung der Landwirtschaft und die innere Kolonisation des preußischen Staates.
Literatur ↑
ADB I.
Portraits ↑
Kupf. v. J. C. Sysang (München
Graph. Slg).
Autor ↑
Heinz GollwitzerEmpfohlene Zitierweise ↑
Gollwitzer, Heinz, „Arnim, Georg Dietloff von“,
in: Neue Deutsche Biographie
1
(1953), S.
371 f.
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd116345497.html
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Arnim-Boytzenburg, Hans Georg von >>
Arnim, Georg Dietloff von
Leben
| Autor
| Literatur
| Zitierweise
Leben ↑
v.
Arnim: Georg Dietloff
v. A.
, königl. preußischer Staatsminister, geb.
18. September 1679 auf dem Hause
Nechlen in der Uckermark, † 20. Oct.
1753. Er bezog noch nicht 9 Jahre alt 1688 die Universität
Königsberg, verließ sie bald wieder, um sie (1694—1699) mit Halle
zu vertauschen. Er durchreiste hierauf Deutschland, Holland,
Frankreich und Italien und trat 1703 als Kammerjunker in den
preußischen Hofdienst und zugleich in die Armee, in welcher er
1704 bei Höchstädt mitfocht und verwundet wurde. 1705 vermählte er
sich mit der Gräfin Dorothea Sabina von Schlieben, wurde 1706
Landvogt der Uckermark und Ober-Heroldsrath. 1712 geheimer
Justizrath; 1738 Präsident des Tribunals und des ravensbergischen
Appellationsgerichtes zu Berlin, Lehnsdirector, wirklicher
geheimer Rath und Staats- und Kriegsminister, erhält 1743 das
schlesische Justizdepartement, kann sich mit den von Cocceji
veranlaßten und von Friedrich II. gut
geheißenen Justizreformen als zu gewaltsam die alte Ordnung
umstoßend nicht befreunden und nimmt daher 1748 seinen Abschied.
Er wird 1749 Director der kurmärkischen Landschaft und erhält für
seine mannigfachen Verdienste den Orden vom Schwarzen Adler. Auf
persönlichen Wunsch des Königs tritt er in demselben Jahre als
"dirigirender Minister und Vice-Präsident des General-Directorii"
von neuem in den Staatsdienst, wird General-
|Postmeister, Obercurator bei den Realschulen in Berlin
etc. Als warmer Verehrer der Wissenschaften war er ein Förderer
der von Leibniz gestifteten Akademie der Wissenschaften in Berlin
und erwarb sich durch Herbeiziehung von Colonisten in die noch
seit dem 30jährigen Kriege und neuerdings durch die Pest verödeten
Dörfer und durch Hebung der Landwirthschaft nicht unerhebliche
Verdienste um die Landescultur.
Literatur ↑
Kirchner, Das Schloß Boytzenburg und seine Besitzer. Berlin
1860.
Autor ↑
Großmann.
Empfohlene Zitierweise ↑
Großmann, „Arnim, Georg Dietloff von“,
in: Allgemeine Deutsche Biographie
1
(1875), S.
567-568
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd116345497.html?anchor=adb
Arnim, Georg Dietloff von
Name: Arnim, Georg Dietloff von
Lebensdaten: 1679 bis 1753
Geburtsort: Nechlin (Uckermark)
Sterbeort: Berlin
Beruf/Lebensstellung: preußischer Minister
Konfession: lutherisch
Autor NDB:
Gollwitzer, HeinzAutor ADB:
GroßmannPND: 116345497