Logo der Deutschen Biographie
schwarzer Menuepunkt Schnellsuche
schwarzer Menuepunkt Erweiterte Suche
roter Menuepunkt Namen A-Z
schwarzer Menuepunkt Aktuelles
schwarzer Menuepunkt Hilfe
schwarzer Menuepunkt Über das Projekt
schwarzer Menuepunkt Impressum

NDB-Artikel

<< Eichborn     Moriz, Johann Wolfgang, seit 1813 Moriz-Eichborn >>

Eichborn, Johann Ludwig

* 27.5.1699 Landau (Pfalz), 27.7.1772 Breslau.


GenealogieLebenLiteraturAutorZitierweise

Genealogie  
V Joh. Jakob (1661–1724), Sattlermeister, S des Metzgers u. Wirts Joh. Gg. in Landau; M Maria Kath. (1665–1761), T des Ratsherrn u. Wirts Joh. Justus Kempf in Landau; B Matheus (1702–54), Mitinhaber der Fa. E.; Berlin 1731 Joh. Christine, T des Kaufm. Cornelius Funck in Berlin; 1 T (jung ); N Joh. Frdr. (1741–1813), Repräsentant der Fa. seit 1766, Alleininhaber seit 1790, Kommerzien- u. Konferenzrat, 1795-1808 Kaufm.ältester v. Breslau (Ehrenamt, das die Firmeninhaber in den folgenden Generationen regelmäßig bekleideten), Vertreter der Breslauer Bürgerschaft.

Leben  
Über Eichborns kaufmännischen Bildungsgang ist nichts bekannt. Er verließ gegen 1722 seine Heimat, wanderte in das damals österreichische Breslau ein und gründete hier 1728 unter seinem Namen ein Speditions-, Kommissions- und Wechselgeschäft. 1736 wurde er als mercator (Großkaufmann) an der Breslauer Börse aufgenommen. Im gleichen Jahr trat sein Bruder|Matheus als Kompagnon in die Firma ein, die dann „Johann Ludwig und Matheus Eichborn“ und von 1766 bis zum kriegsbedingten Verlassen Breslaus 1945 „Eichborn & Compagnie“ hieß. Eichborn gewährte schlesischen und ausländischen Im- und Exporteuren warengedeckten Kredit, übernahm gleichzeitig die Verfrachtung nach Hamburg, Bremen oder Amsterdam und regelte den Geldverkehr mit den Empfängern. Diese Wechselumsätze waren es, die allmählich den Charakter seiner Firma änderten: aus dem Handlungshaus entwickelte sich das Bankhaus. Die Errichtung von Handelsschranken als Folge des 7jährigen Krieges hat weiter dazu beigetragen, das Warengeschäft gegenüber dem Geldgeschäft in den Hintergrund treten zu lassen; den Handel auf eigene Rechnung (besonders in Garnen) hat Eichborn aber nie aufgegeben. Eichborn wirkte bei der Errichtung von Garn- und Leinwandmärkten im schlesischen Gebirge mit und galt als „der“ Bankier des damals weltbekannten schlesischen Leinwandhandels. Durch die frühzeitige Aufnahme bankgeschäftlicher Funktionen wurde er der erste Bankier Schlesiens. Friedrich der Große hat in mehreren Kabinettsordres auf die unter den Breslauer Bankiers stets an erster Stelle genannte Firma von Eichborn hingewiesen und diesem 1765 die Bezeichnung „Hofbankier“ verliehen, 1766 schied Eichborn krankheitshalber aus der Firma und übergab diese seinem Neffen.

Literatur  
F. Sommer, Unter d. Selbstherrscher, 61926, S. 129-36.

Autor  
Hans-Henning Zabel
Empfohlene Zitierweise  

Zabel, Hans-Henning, „Eichborn, Johann Ludwig“, in: Neue Deutsche Biographie 4 (1959), S. 367 f. [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd135901413.html

Quelle/Vorlage: 
NDB 4 (1959), S. 367 f.

PND: 135901413
Artikel drucken

Index

Eichborn, Johann Ludwig

Name: Eichborn, Johann Ludwig
Lebensdaten: 1699 bis 1772
Geburtsort: Landau (Pfalz)
Sterbeort: Breslau
Beruf/Lebensstellung: Bankier; Kaufmann
Konfession: evangelisch
Autor NDB: Zabel, Hans-Henning
PND: 135901413

Weitere Informationen

Informationsangebote zu

Eichborn, Johann Ludwig

PND
135901413

Normdaten
Personennamendatei (PND)
Virtual International Authority File (VIAF)

Lexika

Bibliothekskataloge und Bibliographien
Bibliotheksverbund Bayern (BVB)

Nachlässe
Kalliope