<< Dürr, Ernst
Dürr, Ludwig >>
Dürr, Gustav
Eisenbau-Industrieller,
* 29.5.1853 Lindau/Bodensee,
† 14.2.1908 Düsseldorf. (katholisch)
Genealogie
| Leben
| Literatur
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Jos. (1803–82), bayerischer Oberzollrat
u. Vors. der Bodenseekommission,
S des Caspar, Obereinnehmer
u. Lehrer in Karlstadt/Main;
M Hermine (1821–87),
T des Karl Christian
Wilh. Rassmann, Forstmeister in Magdeburg; 6
B,
u. a. Walter (1851–1928),
Kaufm. u. Erfinder einer rauchverzehrenden Feuerung, Fritz, Leiter der
D.-Motorengesellschaft,
Ludw. (1863–1921),
Ing., 1893 Erfinder des „Dürr-Lichts“ f. Petroleumgas;
⚭ Höchst/Main 1881 Sophia Maria (1863–1920),
T des Peter
Jos. Kunz, Bauunternehmer in Höchst/Main; 1
S, 3
T.
Leben ↑
Dürr studierte an der Technischen Hochschule München Ingenieur-Wissenschaft. Als Ingenieur der Farbwerke Meister Lucius & Brüning in Höchst konstruierte er einen Einkammer-Wasserrohrkessel, auf den er in mehreren Industriestaaten ein Patent erhielt. Der Dürrsche Dampferzeuger vereinigte die Vorzüge eines Röhrenkessels mit denen eines Großwasserraumkessels und beseitigte alle Nachteile der damals bekannten Konstruktion von Wasserrohrkesseln. Neben einer wesentlichen Gewichtsverminderung ebnete die außerordentlich elastische Bauweise dem Einkammerkessel den Weg zum Erfolg. 1883 gründete Dürr mit seinem Bruder Walter die Düsseldorf-Ratinger Röhrenkessel-Fabrik Dürr & Compagnie und blieb bei deren Umwandlung in eine Aktiengesellschaft 1889 Vorstandsmitglied. Bis 1907 wurden mehr als 2200 Dürr-Kessel gebaut. Deutsche und englische Kriegsschiffe und viele Handels- und Vergnügungsdampfer fuhren mit Dürr-Kammerkesseln. Neue Erkenntnisse verdrängten dann dieses Kesselsystem und wenige Monate vor seinem Tode erwarb Dürr das Ausführungsrecht für den Garbekessel, der ebenfalls zu einem großen Erfolg des von ihm gegründeten Unternehmens wurde.
Literatur ↑
Jb. d. Schiffbautechn.
Ges. X, 1909, S. 97 f.;
50 J.
D.-Werke
AG Ratingen, 1883-1933, 1933
(P);
BJ XIII (
Tl. 1908,
L). - Zu B Ludwig: Jb. d. Schiffbautechn.
Ges. 23, 1922, S. 89 f.
Autor ↑
Friedrich WeberEmpfohlene Zitierweise ↑
Weber, Friedrich, „Dürr, Gustav“,
in: Neue Deutsche Biographie
4
(1959), S.
174
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd135719135.html
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