Logo der Deutschen Biographie
schwarzer Menuepunkt Schnellsuche
schwarzer Menuepunkt Erweiterte Suche
roter Menuepunkt Namen A-Z
schwarzer Menuepunkt Aktuelles
schwarzer Menuepunkt Hilfe
schwarzer Menuepunkt Über das Projekt
schwarzer Menuepunkt Impressum

NDB-Artikel

<< Drais von Sauerbronn, Karl Friedrich Christian Ludwig Freiherr     Dransfeld, Hedwig >>

Bischof von Freising, ertrunken 24./25.5.926 in der Donau.


GenealogieLebenLiteraturAutorZitierweise

Genealogie  
Vielleicht der im fränkischen Iffgau beheimateten Fam. der Mattonen angehörend; V Markward (?).

Leben  
Drakolf folgte dem in der Schlacht von Preßburg (4.7.907) gefallenen Bischof Udo als Bischof von Freising. Das ungünstige Urteil über ihn geht vor allem auf die in der Freisinger Bischofschronik des Conradus Sacrista (Ende 12. Jahrhundert) überlieferte Nachricht zurück, Drakolf habe Besitzungen der Klöster Moosburg, Isen und Schäftlarn entfremdet. Mit dieser Maßnahme schloß sich Drakolf jedoch nur dem Vorgehen Herzog Arnulfs von Bayern und anderer bayerischer Bischöfe gegen die reichen bayerischen Eigenklöster zur Zeit der Ungarnkämpfe, unter denen auch Freising 909 zu leiden hatte, an und machte andererseits, wie wir im Falle Moosburgs bestimmt wissen, tatsächliche bischöfliche Rechte geltend. Für das ihm vielleicht als Kommendatarabt seit dem Tode Ebbos ( 912?) unterstellte, von Megingaud gegründete Kloster Münsterschwarzach sorgte er dagegen durch eine reiche Schenkung und durch die Erwirkung königlicher Privilegien. Ebenso zeigen ihn im Freisinger Traditionsbuch überlieferte Tauschurkunden als sorgsamen Verwalter bischöflichen Besitzes. Er scheint am politischen Leben regen Anteil genommen zu haben, und stand unter König Ludwig ebenso in Gunst wie bei König Konrad I. und bei Herzog Arnulf von Bayern.

Literatur  
H. Strzewitzek, Die persönl. Verhältnisse d. Bischöfe v. Freising im MA, Diss. München 1938, S. 203 f. (auch u. d. T.: Sippenbeziehungen d. Freisinger Bischöfe im MA, = Btrr. z. altbayer. KG 16, 1938, S. 203 f., ältere L); M. Beck, Würzburg, in: Stud. u. Vorarbb. z. Germania Pontificia 3, 1937, S. 74-76; C. Wolff, Zur Gründung u. Gesch. d. Abtei Schwarzach am Main im Za. d. Karolinger, in: Festschr. Abtei Münsterschwarz|ach. 1938, S. 221; K. Reindel, in: Fränk. Bll., Beil. z. Fränk. Tag, Bamberg, 9. Jg., Nr. 20 v. 3.10.1957 (L).

Autor  
Kurt Reindel
Empfohlene Zitierweise  

Reindel, Kurt, „Drakolf“, in: Neue Deutsche Biographie 4 (1959), S. 101 f. [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd131351729.html

Quelle/Vorlage: 
NDB 4 (1959), S. 101 f.

PND: 131351729
Artikel drucken

Index

Drakolf

Name: Drakolf
Namensvariante: Drakolf von Freising
Lebensdaten: erwähnt 907, gestorben 926
Beruf/Lebensstellung: Bischof von Freising
Konfession: katholisch
Autor NDB: Reindel, Kurt
PND: 131351729

Weitere Informationen

Informationsangebote zu

Drakolf

PND
131351729

Normdaten
Personennamendatei (PND)
Virtual International Authority File (VIAF)

Lexika

Bibliothekskataloge und Bibliographien
Bibliotheksverbund Bayern (BVB)

Nachlässe
Kalliope