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NDB-Artikel

<< Donalitius, Christian     Donegani, Karl, Ritter von Stilfserberg >>

Donandt, Martin Donatus Ferdinand

Senator und Bürgermeister in Bremen, * 18.1.1852 Bremen, 23.1.1937 Bremen. (reformiert)


GenealogieLebenLiteraturPortraitsAutorZitierweise

Genealogie  
V Ferdinand (1803–72), Dr. iur., Richter, Senator, Rechtshistoriker, Mitarbeiter am bremischen u. norddeutschen Strafgesetzbuch (s. ADB V), S des Joh. Christian, Schneidermeister; M Anna Maria Friederike (1821–75), T des Martin Gildemeister (1787–1871), Eltermann (S des Senators Joh. Gildemeister, 1753–1837), u. der Luise Evers; Bremen 1885 Ida (1866–1934), T d. Rud. Carl Wilh. Zimmermann, Reichsbankdirektor in Bremen, u. der Betti Ida Hegewaldt; 2 S, 1 T, u. a. Ferdinand (* 1889), Rechtsanwalt, Präs. der Bremischen Evangelischen Kirche 1945-59; N Hermann Aug. (* 1898), Prof. der Fördertechnik in Karlsruhe.

Leben  
Nach dem Studium der Rechte in Göttingen, Erlangen und Berlin war Donandt seit 1877 Rechtsanwalt in Bremen und seit 1884 Richter in Bremerhaven und dann in Bremen. 1891 Mitglied der Bürgerschaft (des Landtages) geworden, wurde er 1898 in den Senat gewählt, dem er bis 1933, mit ganz kurzer Unterbrechung nach der November-Revolution, angehört hat. Schon als Bürgerschaftsmitglied in der Finanzdeputation wurde er als Senator 1904 ihr Vorsitzer und ist seitdem der Leiter der bremischen Finanz|verwaltung geblieben, ein überaus sparsamer Haushalter mit klugem Sinn für das Mögliche und Notwendige, der dadurch aber den großen Strom- und Hafenbauten Bremens eine sichere finanzielle Grundlage zu geben verstand. Von 1911 an hat er Bremen im Bundesrat, hernach ebenso im Reichsrat vertreten, wie er, bereits Ende 1917 zum Bürgermeister erwählt, von 1920 bis zum nationalsozialistischen Umsturz 1933 als Präsident des Senats an der Spitze der bremischen Landesregierung gestanden hat, selber keiner Partei angehörend, aber von allen Parteien wegen der Vornehmheit und unbestechlichen Lauterkeit seines Charakters, seines sachlichen Gleichmuts, seiner Bescheidenheit und Treue anerkannt und verehrt. In der Zeit seiner Staatsführung wurden in Bremerhaven die Colombuskaje und die Nordschleuse erbaut, beides sehr großzügige Anlagen, und 1930 dem hemmenden Gegeneinander von Bremerhaven und Wesermünde mit einem preußisch-bremischen Staatsvertrage über die Gemeinschaftsarbeit an der Unterweser wenigstens auf wirtschaftlichem und verwaltungsrechtlichem Gebiete ein Ende zu bereiten versucht.

Literatur  
Stammtafel d. Fam. Wilkens u. Gildemeister, 1905: H. Entholt, Bgm. D. z. Gedächtnis, in: Bremer Nachrr. v. 26.1.1937; Th. Spitta, Dr. M. D., Bgm. in Bremen, Ein brem. Lebens- u. Zeitbild, 1938.

Portraits  
Ölgem. v. Mackensen (Neues Rathaus Bremen). Büste v. K. Edzard (ebd.).

Autor  
Friedrich Prüser
Empfohlene Zitierweise  

Prüser, Friedrich, „Donandt, Martin Donatus Ferdinand“, in: Neue Deutsche Biographie 4 (1959), S. 69 f. [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd140138005.html

Quelle/Vorlage: 
NDB 4 (1959), S. 69 f.

PND: 140138005
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Index

Donandt, Martin

Name: Donandt, Martin
Namensvariante: Donandt, Martin Donatus Ferdinand
Lebensdaten: 1852 bis 1937
Geburtsort: Bremen
Sterbeort: Bremen
Beruf/Lebensstellung: Bürgermeister von Bremen; Senator
Konfession: reformiert
Autor NDB: Prüser, Friedrich
PND: 140138005

Weitere Informationen

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Donandt, Martin

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140138005

Normdaten
Personennamendatei (PND)
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