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Schering, Harald Ernst Malmsten
Physiker, Elektrotechniker,
* 25.11.1880 Göttingen,
† 10.4.1959 Hannover.
Genealogie
| Leben
| Werke
| Literatur
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Ernst (s. 1);
M Maria Heliodora Malmsten;
⚭ N. N.(
† vor 1958); 1
S (
⚔), 2
T .
Leben ↑
S. studierte 1898-1903 Physik an der
Univ. Göttingen und wurde danach Assistent am Geophysikalischen Institut. 1904 folgte seine Promotion bei Eduard Rieke (1845–1915) mit einer Arbeit über den Elster-Geitelschen Zerstreuungsapparat. 1905 trat er als Wissenschaftlicher Hilfsarbeiter eine Stelle im Starkstromlaboratorium der Physikalischtechnischen Reichsanstalt (PTR) in Berlin-Charlottenburg an, die für fast 20 Jahre seine Wirkungsstätte wurde. 1914-16 leistete
S. Kriegsdienst, 1918 übernahm er die Leitung des Starkstromlaboratoriums von Karl Willy Wagner (1883–1953), wurde 1919 Mitglied und Professor der PTR und erhielt 1920 die Leitung des neu gegründeten Wechselstromlabors (1921 Oberreg.rat). An der PTR entstanden die bedeutendsten Arbeiten
S.s zur Meßtechnik. Mit finanzieller Unterstützung des „Vereins
dt. Elektrotechniker“ (VDE) entwickelte er 1914 zusammen mit Egon Alberti (1886–1945) eine Einrichtung zur Überprüfung von Stromwandlern, 1920 konstruierte er die „Schering-Brücke“ zur Messung sehr kleiner Verlustfaktoren. 1928 entwarf er einen druckgasisolierten Hochspannungskondensator, der große technische Bedeutung erlangte. 1927 erfolgte die Berufung als Leiter des Instituts für Theoretische Elektrotechnik und Hochspannungstechnik an der
TH Hannover. Hier befaßte sich
S. neben der mit großem Engagement betriebenen akademischen Lehre mit dem elektrischen Durchschlag in flüssigen und festen Materialien und entwickelte leistungsfähige Hochstrom-Meßwiderstände (Shunts), die für Hochspannungsschalter besonders wichtig sind. Nach seiner Emeritierung 1949 vertrat
S. das Ordinariat noch weitere fünf Jahre. – Goldenes Doktordiplom (Göttingen 1954);
Ehrenmitgl. d. VDE (1954); Dr.-
Ing. E. h. (Braunschweig 1957); Gr.
BVK (1957); „Schering-
Inst.“ f. Theoret. Elektrotechnik u. Hochspannungstechnik d.
TH Hannover (seit 1955).
Werke ↑
u. a. Eine einfache Methode
z. Prüfung
v. Stromwandlern, in: Archiv f. Elektrotechnik 2, 1914, S. 263-74 (mit E. Alberti);
Brücke f. Verlustmessungen, in:
Zs. f. Instrumentenkunde 40, 1920, S. 24 ff.;
Die Isolierstoffe d. Elektrotechnik, 1924;
Meßkondensator f. Höchstspannungen, in:
Zs. f.
techn. Physik 9, 1928, S. 442-46 (mit R. Vieweg).
Literatur ↑
G. K. M. Pferstorf, in: Elektrotechn.
Zs. (A) 76, 1955, S. 475
(P), (A) 80, 1959, S. 350, (B) 11, 1959, S. 271;
VDI-
Nachrr. 13, 1959,
Nr. 9, S. 29;
M. Beyer, in:
FS z. 150j. Bestehen d.
Univ. Hannover, I, 1981, S. 245-48
(P);
A. Braun u. K. Schon, H.
S., seine
Arbb. u. d. heutigen Aufgaben d. PTB auf d. Gebieten Messwandler u. Hochspannung, in: PTB-
Mitt. 107, 1997, S. 227-36;
Wi. 1935-58;
Hann. Professoren (P);
Lex. Elektrotechniker;
Pogg. VI, VII a.
Autor ↑
Wolfgang MathisEmpfohlene Zitierweise ↑
Mathis, Wolfgang, „Schering, Harald Ernst Malmsten“,
in: Neue Deutsche Biographie
22
(2005), S.
696
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd126705534.html
Schering, Harald
Name: Schering, Harald
Namensvariante: Schering, Harald Ernst Malmsten
Lebensdaten: 1880 bis 1959
Geburtsort: Göttingen
Sterbeort: Hannover
Beruf/Lebensstellung: Physiker; Elektrotechniker
Konfession: lutherisch
Autor NDB:
Mathis, WolfgangPND: 126705534