Lebensdaten
1804 bis 1863
Beruf/Funktion
Stenograph
Konfession
evangelisch?
Normdaten
GND: 139109315 | OGND | VIAF: 100416770
Namensvarianten
  • Witte, Karl Friedrich
  • Witte, Friedrich
  • Witte, Carl Friedrich

Quellen(nachweise)

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Witte, Karl Friedrich, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd139109315.html [08.03.2021].

CC0

  • Leben

    Witte: Karl Friedrich W., Kaufmann und Stenograph, geboren in Potsdam am 25. December 1804, in Berlin am 11. Januar 1863. Vorgebildet auf dem Potsdamer Gymnasium widmete sich W. dem Kaufmannsstande und machte sich nach den Lehrjahren erst in Rüdersdorf, dann in Berlin selbständig. Als Mitglied der Polytechnischen Gesellschaft erlernte er in Berlin bei Stolze die Stenographie. Er wurde sogleich ein eifriger Apostel derselben und gehörte zu den ältesten Mitgliedern des Stenographischen Vereins zu Berlin. Mit seinem Freunde Karl Keßler übte er sich so unablässig in der Handhabung der Kurzschrift, daß er mit diesem als praktischer Stenograph 1848 in das Büreau der preußischen Nationalversammlung und später in das der zweiten Kammer eintreten konnte. Er blieb bis 1850 in dieser Stellung trotz der Last des eigenen Geschäftes und neben einer gemeinnützigen Thätigkeit im Schulen-, Armen- und Schiedsmannwesen, wie er überhaupt eine hülfsbereite, uneigennützige und aufopferungsfähige Natur war. Für die Ausbreitung der Stolzeschen Stenographie wirkte W. durch Vorträge, Unterricht und litterarische Arbeiten. Von besonderer Wichtigkeit in dieser Beziehung wurde die Gründung des ersten stenographischen Fachblattes auf dem europäischen Festlande, das W.|mit Keßler im J. 1849 unter dem Titel „Archiv für Stenographie“ ins Leben rief und als dessen Redacteur er bis zum Juni 1859 zeichnete. Diese Zeitschrift, die noch jetzt erscheint und sich gebührenden Ansehens erfreut, ist der Ausgangspunkt für die ungemein entwickelte periodische stenographische Litteratur des Continents geworden.

    • Literatur

      Nekrolog im Archiv für Stenographie, 1863, Nr. 170. — F. W. Käding, Stolze-Bibliothek I, 63 f. — A. Dreinhöfer, Geschichte des Stenographischen Vereins zu Berlin. Bd. I, S. 35 f. und 63 f.

  • Autor/in

    Mitzschke.
  • Empfohlene Zitierweise

    Mitzschke, "Witte, Karl Friedrich" in: Allgemeine Deutsche Biographie 43 (1898), S. 594-595 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd139109315.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA