Lebensdaten
1759 bis 1813
Geburtsort
Trautenau
Sterbeort
Prag
Beruf/Funktion
Schauspieler
Konfession
katholisch?
Normdaten
GND: 135726158 | OGND | VIAF: 38141053
Namensvarianten
  • Czechtitzky, Karl
  • Czechtitzky, Carl

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Czechtitzky, Karl, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd135726158.html [27.09.2020].

CC0

  • Leben

    Czechtitzky: Karl C., vorzüglicher Schauspieler, geb. 1759 zu Trautenau in Böhmen. Seinen ersten theatralischen Versuch machte C. 1777 in Linz, wo er als Graf Treuberg in dem von ihm selbst verfaßten „Originaltrauerspiel für Soldaten und Patrioten“ (gedruckt 1785) auftrat. 1779 ging er zur Rößli'schen Gesellschaft in Augsburg, debütirte am 9. Dec. 1782 als Hamlet bei Döbelin, dessen in Berlin weilender Gesellschaft er bis zum 25. April 1783 angehörte, um noch im letztgenannten Jahr das Ehepaar Scholz nach Petersburg zu begleiten. Auch in der nordischen Residenz war seines Bleibens nicht allzulang, bereits 1785 finden wir ihn in Königsberg, 15.—22. Juni 1787 als Gast in Hamburg. Seit dieser Zeit von neuem für Berlin engagirt, blieb er daselbst bis 1795, in welchem Jahr er sein Engagement, gedrängt durch eine unüberwindliche Leidenschaft zum Spiel, aufgab, fortan unstät umherirrend, so daß Ort und Zeit seines Todes bis heute unbekannt geblieben ist. — Zeitgenossen schildern C. als einen der besten Schauspieler seiner Epoche, nur daß er in tragischen und überhaupt in leidenschaftlichen Partieen oft über die Grenze des Schönen hinausging. Dagegen war er in gesetzten und feinkomischen Rollen vorzüglich und Meyer, Schröder's Biograph nennt ihn ausgezeichnet durch körperliche und geistige Vorzüge, theaterfest, lebhaft, witzig, anständig, bekannt mit dem Ton der großen Welt, verständlich und mit einem sprechenden Auge begabt. Leider war er nicht im Stande, sich durchaus die österreichische Mundart abzugewöhnen. Hauptmann v. Witting (Elise v. Walberg), Karl Derkum (Bürgerglück), Georg|(Papagay) und Dallenburg (Wie gewonnen, so zerronnen), Baron Rosenfeld (Entführung), auch Baron Weilburg (Er mengt sich in Alles) waren anerkannte Leistungen von Czechtitzky's seltenem Talent.

  • Autor/in

    Joseph , Kürschner.
  • Empfohlene Zitierweise

    Kürschner, Joseph, "Czechtitzky, Karl" in: Allgemeine Deutsche Biographie 4 (1876), S. 670-671 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd135726158.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA