Lebensdaten
1827 bis 1891
Geburtsort
Königsberg
Sterbeort
Leipzig
Beruf/Funktion
Historiker
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 117471763 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Voigt, Georg Ludwig
  • Voigt, Georg
  • Voigt, Georg Ludwig
  • mehr

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Zitierweise

Voigt, Georg, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd117471763.html [14.07.2020].

CC0

  • Leben

    Voigt: Georg V., Geschichtschreiber. Geboren am 5. April 1827 zu Königsberg i. Pr. als Sohn des Historikers Johannes V. (s. u.), hat er sich unter Einwirkung des Vaters alsbald zum selbstbewußten Geschichtschreiber entwickelt. Zuerst an der Universitätsbibliothek in seiner Vaterstadt angestellt folgte er 1854 einem Rufe nach München, wo er, im Dienst der von König Max II. gestifteten historischen Commission als Bearbeiter der Reichstagsacten unter H. v. Sybel's Oberleitung unter dem Titel eines Honorarprofessors eintrat. Kaum aber hatte er diese Stellung übernommen, so folgte er im J. 1864 als Nachfolger K. Hegel's einem Rufe nach Rostock und schon 1866 nach Leipzig. Hier liegt die eigentliche Blüthezeit seines Wirkens. Im J. 1854 war die erste Auflage seiner „Wiederbelebung des classischen Alterthums oder das erste Jahrhundert des Humanismus“ erschienen, deren Werth er späterhin durch eine neue Bearbeitung ganz außerordentlich erhöhte, und die freilich erst nach seinem Tode noch eine dritte Auflage erlebt hat. In den Jahren 1856 bis 1863 ließ er sein Hauptwerk „Enea Silvio de' Piccolomini als Papst Pius II. und sein Zeitalter“ erscheinen, das ihn in die vorderste Reihe der deutschen Geschichtschreiber einrückte. Obwol bereits ein schweres körperliches Leiden sich anmeldete, hat er neben der Thätigkeit als Lehrer litterarisch doch weiter gearbeitet, wie es seine Untersuchung über die Geschichtschreibung über den schmalkaldischen Krieg und über den Zug Karl's V. gegen Tunis, die Herausgabe der Denkwürdigkeiten (1207—1238) des Minoriten Jordanus von Giano und vor allem die durch Gründlichkeit und Unbefangenheit ausgezeichnete Biographie des Herzogs Moritz von Sachsen in den Jahren 1541 bis 1547 deutlich bezeugen. Bereits im Jahre 1871 war in der Historischen Zeitschrift der Aufsah „Ueber die Kiffhäusersage“ erschienen, der aufs rühmlichste eine ganze Reihe von Arbeiten über diesen patriotischen Stoff eröffnete. Was er etwa noch weiter leisten konnte, hat der am 18. August 1891 eingetretene Tod verhindert.

  • Autor/in

    W.
  • Empfohlene Zitierweise

    W., "Voigt, Georg" in: Allgemeine Deutsche Biographie 40 (1896), S. 204 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd117471763.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA