Lebensdaten
1687 bis 1759
Geburtsort
Calbe (Saale)
Sterbeort
Hannover
Beruf/Funktion
Philologe ; Literaturhistoriker
Konfession
evangelisch?
Normdaten
GND: 117067784 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Bünemann, Johann Ludolf
  • Buenemann, Iohannes Ludolphus
  • Buenemann, Johann Ludolph
  • mehr

Verknüpfungen

Von der Person ausgehende Verknüpfungen

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Bünemann, Johann Ludolf, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd117067784.html [15.07.2020].

CC0

  • Leben

    Bünemann: Johann Ludolf B., Philolog und Litterarhistoriker, geb. 24. Juni 1687 zu Calbe in der Altmark, 1. Juli 1759. Nachdem B. seine Vorbildung auf den Schulen zu Calbe, Salzwedel und Magdeburg erhalten hatte, bezog er 1706 die Universität Halle, 1708 wurde er Collega am Pädagogium daselbst, schon 1712 erhielt er einen Ruf als Rector an das Gymnasium zu Minden, 1739 wurde er Rector der Stadtschule zu Hannover, welche Stelle er bis zu seinem Tode bekleidete. Als Schriftsteller erwarb sich B. hohes Verdienst durch seine Bearbeitung des Lactantius (Leipzig 1739), mit einem alle Seiten der Erklärung gleichmäßig umfassenden Commentar, der noch jetzt zu den besten gehört die wir zu lateinischen Prosaikern besitzen. Seine übrigen nicht sehr zahlreichen Schriften bewegen sich auf litterarhistorischem („Doctorum Westphalorum vitae“ in drei Programmen 1713—16, nebst mehreren litterarhistorischen Schriften über Minden), bibliographischem („Observationes et supplementa ad Maittairii Annalium typograph. Tom. I. 1733“. „Notitia scriptorum artem typographicam illustrantium“ 1740) und theologischem (verbesserte Ausgabe der lateinischen Bibelübersetzung des Sebast. Castellio, 1738 u. ö.) Gebiete. Auch als Bibliophile ist Bünemann's Name ein wohlbekannter. Als Curiosum verdient Erwähnung ein Katalog, der 1732 zu Minden mit folgendem Titel erschien: „Calogus mss. membranaceorum et chartaceorum, item librorum .. impressorum rarissimorum pro adsignato pretio venalium apud Jo. Lud. Bünemannum, reg. biblioth. et gymnas. Mindensis rectorem“. In der Vorrede berichtet er launig, daß, nachdem er mehr als 8000 Bände erworben, aber auch 8 Kinder bekommen habe, er sich jetzt gezwungen sehe, maiorem liberorum quam librorum rationem habere. Trotz dieses Verkaufes hinterließ er eine noch sehr werthvolle und umfangreiche Bibliothek.

    • Literatur

      Die Litteratur bei Rotermund, Gelehrtes Hannover I. 294.

  • Autor/in

    Halm.
  • Empfohlene Zitierweise

    Halm, Karl Ritter von, "Bünemann, Johann Ludolf" in: Allgemeine Deutsche Biographie 3 (1876), S. 540 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd117067784.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA