Lebensdaten
1697 bis 1751
Geburtsort
Schleswig (Stadt)
Sterbeort
Harburg, Elbe
Beruf/Funktion
lutherischer Theologe
Konfession
lutherisch
Normdaten
GND: 116749970 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Crusius, Magnus
  • Cruse, Magnus

Orte

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Zitierweise

Crusius, Magnus, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116749970.html [09.07.2020].

CC0

  • Leben

    Crusius: Magnus C., praktischer und akademischer Theologe, geb. 10. Jan. 1697 in der Stadt Schleswig, 6. Jan. 1751 als Generalsuperintendent in Harburg. In den Gelehrten-Geschichten seiner Zeit, u. a. Schmersahl's „Zuverlässigen Nachrichten“ (Bd. 2. S. 734—757), in Strodtmann's „Beiträgen zur Historie der Gelehrsamkeit“ (Th. 2. S. 76—106) wird ihm kein unbedeutender Raum gewidmet. Auch die späteren Literarhistoriker (Meusel, II. S. 254; Rotermund, Gelehrtes Hannover, I. S. 417 und H. Schröder in Hamb. Schriftsteller-Lexikon I. S. 612) gedenken seiner. Jedenfalls gehörte C., der ein fleißiges Interesse für Handschriftenkunde mit Gewandtheit als biblischer Interpret und Herausgeber verschiedener Anecdota zur alt- und neutestamentlichen Exegese, sowie mit gründlicher Einsicht in gewisse Partien der Kirchengeschichte verband, zu den gelehrten Theologen seiner Zeit, ohne freilich durch Originalität besonders hervorzuragen. Aeußerlich führte ihn sein Lebenslauf aus dem engen schleswig-holsteinischen Kreise mehrfach hinaus. Nachdem er in Kiel studirt hatte (er kam dort in den Genuß der zur Förderung der Humaniora von einem Holländer Samuel Schaß durch testamentarische Verfügung vom 13. Nov. 1675 gestifteten sogenannten Schaßischen Stipendiums), darauf Hauslehrer bei dem Lübecker Bürgermeister v. Brömsen und Aufseher der Bibliothek bei dem ihm von mütterlicher Seite verwandten fürstlich holsteinischen Staatsminister Magnus v. Wedderkopp in Hamburg gewesen war, kam er zunächst nach Kopenhagen, von dort 1723 als Legationsprediger mit dem Gesandten Gottfried v. Wedderkopp nach Paris und 1728 wiederum mit dem neuen Gesandten Christian v. Sehestedt eben dahin, und machte von dort aus eine wissenschaftliche Reise nach London und Oxford. Erst nach seiner Rückkehr amtirte C. als Prediger 4 bis 5 Jahre in seinem engeren Vaterlande und zwar theils in Bramstedt, theils in Rendsburg, bis er 1735 den Ruf in die zweite theologische Professur nach Göttingen erhielt und annahm. Seine akademische Thätigkeit dauerte bis 1747, in welchem Jahre C. als Generalsuperintendent, Consistorialrath und Hauptprediger nach Harburg kam, wo er bis an sein Ende wirkte.

  • Autor/in

    Alberti.
  • Empfohlene Zitierweise

    Alberti, Eduard, "Crusius, Magnus" in: Allgemeine Deutsche Biographie 4 (1876), S. 633 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116749970.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA