• Leben

    Fischer: Ludwig Eberhard F., Theolog und Staatsmann, geb. zu Aichelberg bei Schorndorf 6. Aug. 1695, wurde Pfarrer in Zavelstein 1727, Professor am Gymnasium in Stuttgart 1732, Stadtpfarrer zu St. Leonhard daselbst 1742, Oberhofprediger und Consistorialrath 1744, zugleich Prälat 1746, 24. Febr. 1773. Als Landschaftsassessor seit 1752 und noch mehr später als Mitglied des engeren Landschafts-Ausschusses spielte F. in den Streitigkeiten zwischen Herzog Karl und den Landständen eine bedeutende Rolle, stand namentlich seit dem jähen Sturze seines Schwiegersohnes, des fürstlichen Günstlings Rieger, mit an der Spitze der Opposition, die freilich einen Joh. Jak. Moser kaum weniger anfeindete als die Kamarilla. Schrieb außer Betrachtungen über die christliche Lehre auch geistliche Lieder.

    • Literatur

      Vgl. Schwäbisches Magazin VII (1776), 619 f.: Pfaff's Geschichte des Fürstenhauses und Landes Württemberg, 1839, III. 2; Schmid, Das Leben Joh. Jak. Moser's, 1868, S. 252 ff.

  • Autor/in

    J. Hartmann.
  • Empfohlene Zitierweise

    Hartmann, Julius, "Fischer, Ludwig Eberhard" in: Allgemeine Deutsche Biographie 7 (1878), S. 78 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116559403.html#adbcontent

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