Lebensdaten
1698 bis 1731
Geburtsort
Beeskow
Sterbeort
Leipzig
Beruf/Funktion
Philologe
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 116341564 | OGND | VIAF: 59833466
Namensvarianten
  • Korrte, Gottlieb
  • Cortius, Gottlieb
  • Corte, Gottlieb
  • mehr

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Corte, Gottlieb, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116341564.html [24.09.2020].

CC0

  • Leben

    Corte: Gottlieb C. oder Kortte (auf den Titeln und in den Dedicationen seiner Schriften nennt er sich Cortius, aber in seiner Bearbeitung der Ausgabe von Cicero's „Epistolae ad diversos“ von Chr. Cellarius, Leipzig 1722, sind die von ihm herrührenden Anmerkungen mit G. Kortte bezeichnet),|geboren zu Beßkau (Beeskow) in der Niederlausitz 27. Febr. 1698, studirte von 1715 an in Leipzig Theologie und Humaniora, wurde 1718 Baccalaureus, 1720 Magister, widmete sich dann dem Studium der Jurisprudenz, erhielt 1724 zu Frankfurt a/O. die juristische Doctorwürde, 1726 eine außerordentliche Professur der Jurisprudenz an der Universität Leipzig, wo er mit sehr großem Beifall lehrte, aber schon am 7. April 1731 starb. Abgesehen von einigen juristischen Dissertationen, einer auf die Kritik des Curtius bezüglichen „Epistola critica“ an Chr. Aug. Heumann, drei Dissertationen „De usu orthographiae latinae“ und mehrfachen Beiträgen zu den Acta eruditorum, hat er sich durch mehrere Ausgaben lateinischer Schriftsteller mit zum Theil sehr umfänglichen kritischen Commentaren bekannt gemacht, welche sich in der Methode im wesentlichen der Burmann'schen Schule anschließen, aber durch Geschmack und kritische Schärfe die meisten Arbeiten dieser Schule überragen. Das bedeutendste darunter ist seine Ausgabe des Sallustius (Lipsiae 1724, 4., mit einer Sammlung der Fragmente der älteren römischen Historiker), für welche er eine Anzahl wichtiger Handschriften benutzt. Von Lucan's „Pharsalia“, die er im J. 1726 mit ganz kurzen kritischen Bemerkungen herausgab, hatte er eine größere Ausgabe vorbereitet, von welcher im J. 1727 die ersten Blätter in splendider Ausstattung gedruckt wurden: aber der Verleger (Gleditsch) gab, durch das Erscheinen der Oudendorp'schen Ausgabe abgeschreckt, das Unternehmen auf, so daß Corte's Arbeit erst nach einem Jahrhundert durch C. Fr. Weber vollendet und veröffentlicht worden ist (Leipzig 1828, 1829, II.). Auch die Ausgabe der Briefe des Plinius wurde nicht von C. selbst, sondern von Paul Daniel Longolius vollendet und veröffentlicht (Amsterdam 1734, 4.). Endlich hat C. außer der schon erwähnten Neubearbeitung der Cellarius'schen Ausgabe von Cicero's „Epistolae ad diversos“ Seneca's Spottschrift auf den Tod des Kaisers Claudius zugleich mit den „Satyrae Menippeae“ des Justus Lipsius und des Peter Cunaeus herausgegeben (Leipzig 1720).

  • Autor/in

    Bursian.
  • Empfohlene Zitierweise

    Bursian, Conrad, "Corte, Gottlieb" in: Allgemeine Deutsche Biographie 4 (1876), S. 505-506 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116341564.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA