Lebensdaten
erwähnt 1578, gestorben 1621
Geburtsort
Mesen (Belgien)
Beruf/Funktion
Philologe
Konfession
katholisch?
Normdaten
GND: 100097502 | OGND | VIAF: 16113654
Namensvarianten
  • Crucque, Jacob de
  • Cruquius, Jakob
  • Crucque, Jacob de
  • mehr

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Cruquius, Jakob, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd100097502.html [26.11.2020].

CC0

  • Leben

    Cruquius: Jacob C. (de Crucque), Philolog, gebürtig aus Messines bei Ypern in Flandern (sein Geburtsjahr ist unbekannt), war in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts Professor der griechischen und lateinischen Sprache in Brügge, wo er im J. 1621 gestorben sein soll. Im J. 1578 veröffentlichte er eine Gesammtausgabe der Gedichte des Horatius mit alten Scholien und eigenem Commentar, nachdem er eben 1565 das vierte Buch der Oden, 1567 die Epoden nebst dem Carmen saeculare, 1572 die Satiren dieses Dichters einzeln herausgegeben hatte: die Gesammtausgabe ist in den Jahren 1597 und 1611 wiederholt worden. So unbedeutend auch die eigenen Leistungen von C. — der ein ehrlicher, aber beschränkter und urtheilsloser Mensch war — in Hinsicht der Kritik und Exegese der horazischen Gedichte sind, so sind doch seine Ausgaben für die Textkritik derselben von großer Wichtigkeit, weil er außer anderen Codices vier alte, seitdem verschollene Handschriften aus der Bibliothek des St. Petersklosters zu Gent (codd. Blandinii) — freilich nach der Weise jener Zeit ohne die Lesarten derselben vollständig anzugeben, benutzt hat. — Außer den Ausgaben des Horaz hat er eine Ausgabe der Rede des Cicero pro Milone mit Commentar (1582) und verschiedene lateinische Gedichte veröffentlicht.

    • Literatur

      Vgl. Chr. Saxii Onomasticon literarium III, p. 388 s.; C. Zangemeister, Ueber die älteste Horazausgabe des Cruquius im Rheinischen Museum für Philologie, n. F. Bd. XIX, S. 321 ff.

  • Autor/in

    Bursian.
  • Empfohlene Zitierweise

    Bursian, Conrad, "Cruquius, Jakob" in: Allgemeine Deutsche Biographie 4 (1876), S. 627 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd100097502.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA