<< Dichmann, Carl
Diebitsch, Hans Karl Friedrich Anton von, russischer Graf mit dem Beinamen Sabalkanski >>
Didier, Friedrich Ferdinand
Chamotteindustrieller,
* 5.1.1801 Stettin,
† 1867 Stettin. (reformiert)
Genealogie
| Leben
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
Aus einer der ältesten Refugié-
Fam.;
D.s
Urgroßvater väterlicherseits gehörte
z. Kommission, die mit dem Großen Kurfürsten
üb. die Ansiedlung der
franz. Refugié-
Fam. in Preußen verhandelte,
u. ließ sich in Pommern nieder;
V J. Matthias (1754–1830), Tischlermeister;
M Anne Marie Burette Piernay.
Leben ↑
Didier betrieb nach kaufmännischer Lehre bei Rostock eine Ziegelei und erwarb 1834 von der Bergwerks- und Hüttenadministration die Ziegelei und Kalkbrennerei in Podejuch in der Nähe von Stettin. Diese Ziegelei wurde das Stammhaus der Stettiner Chamottefabrik Aktiengesellschaft vormals Didier, der heutigen Didier-Werke Aktiengesellschaft, Wiesbaden. Als er bei Podejuch reinen Quarzkies und Quarzsand entdeckte, nahm Didier unter Verwendung des letzteren in der Podejucher Ziegelei erstmals in Pommern und als einer der ersten in Deutschland die Herstellung feuerfester Materialien auf. Diese wurden für den Bau der damals in Deutschland immer zahlreicher entstehenden Gaswerke benötigt. Ende der 40er Jahre stellte Didier als erster in Deutschland Chamotte-Retorten her, die er an das Gaswerk Stettin lieferte. Dadurch kam er in engere Berührung mit dem Direktor der Stettiner Gas-
|werke Wilhelm Kornhardt. Das beiden gemeinsame Interesse an der Herstellung feuerfester Materialien veranlaßte Didier, mit Kornhardt in Stettin 1864/65 eine neue Chamottefabrik unter dem Namen „Stettiner Chamottefabrik F. Didier“ zu gründen. Didier übernahm die kaufmännische und Kornhardt die technische Leitung. Das Werk gelangte in der Folge zu führender Bedeutung in der deutschen grobkeramischen Industrie.
Autor ↑
Adolf JaeschkeEmpfohlene Zitierweise ↑
Jaeschke, Adolf, „Didier, Friedrich Ferdinand“,
in: Neue Deutsche Biographie
3
(1957), S.
634 f.
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd135736943.html
Didier, Friedrich Ferdinand
Name: Didier, Friedrich Ferdinand
Lebensdaten: 1801 bis 1867
Geburtsort: Stettin
Sterbeort: Stettin
Beruf/Lebensstellung: Chamotteindustrieller
Konfession: reformiert
Autor NDB:
Jaeschke, AdolfPND: 135736943
Informationsangebote zu
Didier, Friedrich Ferdinand
PND
135736943
Normdaten
Personennamendatei (PND)
Virtual International Authority File (VIAF)
Lexika
Bibliothekskataloge und Bibliographien
Bibliotheksverbund Bayern (BVB)
Nachlässe
Kalliope