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NDB-Artikel

<< Christian I.     Christian Ludwig I. >>

Christian II. von Weisenau

Erzbischof von Mainz (1249-51), * um 1185, 21.11.1253 Paris.


GenealogieLebenLiteraturAutorZitierweise

Genealogie  
Großvater Dudo; Großmutter Gisela; B Dudo u. Embricho v. Weisenau.

Leben  
Christian, der einem angesehenen und mit den mächtigen Bolanden und Eppsteinern verwandten Mainzer Ministerialengeschlecht entstammte, trat zunächst als Propst von Sankt Viktor, dann als Kantor, Dekan und schließlich als Propst des Mainzer Domkapitels hervor. Im Juni 1249 in vorgerücktem Alter zum Mainzer Erzbischof gewählt und am 29.6. bestätigt, stand Christian im Kampf Friedrichs II. mit dem Papst auf Seiten Innozenz' IV. Seine mehr auf Vermittlung und Frieden bedachte Einstellung führte auf Veranlassung König Wilhelms bereits im Juli 1251 zu seiner Enthebung durch einen päpstlichen Legaten. Bei den Johannitern in Paris fand er Zuflucht.

Literatur  
ADB IV; J. F. Boehmer u. C. Will, Regg. d. EB v. Mainz II, 1886, S. XLVI-LIV u. Reg. S. 307-14 (Nr. 1-54); O. Posse, Siegel d. EB v. Mainz, 1914, Tafel 6, Nr. 4-6; H. Schrohe, Mainz in seinen Beziehungen z. d. dt. Königen u. d. Erzbischöfen d. Stadt, in: Btrr. z. Gesch. d. Stadt Mainz 4, 1915, S. 54 ff.; LThK; Dict. Hist. Géogr. XII, Sp. 771-72.

Autor  
Peter Acht
Empfohlene Zitierweise  

Acht, Peter, „Christian II. von Weisenau“, in: Neue Deutsche Biographie 3 (1957), S. 227 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd141554606.html

ADB-Artikel

<< Christian I.     Christian I. Louis >>

Christian II.

 LebenAutorLiteraturZitierweise

Leben  
Christian II., Erzbischof von Mainz, aus einem Mainzer Ministerialengeschlecht der Bolands, und zwar der sich von Weißenau nennenden Linie, geb. ca. 1185. Er war vorher Dompropst in Mainz und wurde gegen seinen Wunsch am 29. Juni 1249 zum Erzbischof gewählt. Seine friedfertigen Gesinnungen genügten weder dem Papst noch Wilhelm von Holland und zogen ihm im Jahre 1251 seine Absetzung zu. Man ist geneigt anzunehmen, daß sein Nachfolger, Gerhard I., das meiste zu seiner Entfernung beigetragen habe. Christian ging nach Paris und starb daselbst als Mitglied des Hospitalordens am 21. November 1253. Er ist der Verfasser einer Chronik, die bei Böhmer, Fontes II. p. 253—271 und bei Jaffé, Bibl. r. G. III. p. 676—99 sich abgedruckt findet.

Literatur  
Bär, Beilage zur Mainzer Geschichte der mittleren Zeiten. 1. Stück. Mainz 1789. — Hennes, Bilder aus der Mainzer Geschichte S. 170. — Böhmer, l. c. Vorrede, p. XXVII—XXX.

Autor  
Walther.
Empfohlene Zitierweise  

Walther, „Christian II.“, in: Allgemeine Deutsche Biographie 4 (1876), S. 170 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd141554606.html?anchor=adb

Quelle/Vorlage: 
NDB 3 (1957), S. 227
ADB 4 (1876), S. 170

PND: 141554606
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Index

Christian II. von Weisenau

Name: Christian II. von Weisenau
Namensvariante: Christian II. von Bolanden
Lebensdaten: um 1185 bis 1253
Sterbeort: Paris
Beruf/Lebensstellung: Erzbischof von Mainz
Konfession: katholisch
Autor NDB: Acht, Peter
Autor ADB: Walther
PND: 141554606

Weitere Informationen

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Christian II. von Weisenau

PND
141554606

Normdaten
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