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Detharding, Bartoldus
Leben
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Leben ↑
Detharding: Bartoldus D., Mag. art., stammte aus Herford in Westfalen, wurde 1560 zweiter Prediger an der Marienkirche zu Rostock und starb 1577. Er trat sofort nach seiner Ernennung in den Streit der herrschsüchtigen Pastoren gegen den Rostocker Rath ein, der nach Austreibung des Heßhusius in allen protestantischen Kirchen der Hansestädte und den lutherischen Universitäten Wiederhall fand. Die Geistlichen forderten vom Rath Bekenntniß seiner unchristlichen Handlung im Beichtstuhl, hetzten die nach Sechzigern verlangende Gemeinde gegen den Rath und verfolgten den Bürgermeister Peter Brümmer
erbarmungslos bis auf das Todtenbett.
D. hielt das für seine christliche Predigerpflicht. Später muß er im Streit der Herzoge mit der Stadt (Accisestreit) sich dem Rathe mehr zugeneigt haben, da jene seine Bestallung als Prediger zum heil. Kreuz 1564 beanstandeten, welche Stelle er jedoch auf Fürbitten des geistlichen Ministerii erhielt. An der Auflehnung gegen den vom Rathe eingesetzten Superattendenten Kittel hatte er 1561 eifrigst theilgenommen, ein Pasquill hält ihm dafür sein westfälisches Brüllen vor. Lucas Bacmeister und David Chyträus scheinen viel von ihm gehalten zu haben. Die späteren Dethardinge stammen von ihm.
Literatur ↑
Rostock. Etwas IV. S. 721 f. Luc. Bacmeister in v. Westphalen, Mon. ined. I. Jul. Wiggers in Lisch, Jahrb. XIX. S. 130 f. Das Pasquill in der Gratulationsschrift des Rost. Gymn. für Fritzsche, 1875.
Autor ↑
Krause.Empfohlene Zitierweise ↑
Krause, „Detharding, Bartoldus“,
in: Allgemeine Deutsche Biographie
5
(1877), S.
78
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd135736374.html?anchor=adb
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