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<< Denaisius, Petrus     Dengler, Alfred >>

Denckmann, Heinrich Wilhelm Martin August

Geologe, * 6.5.1860 Salzgitter, 7.3.1925 Siegburg. (evangelisch)


GenealogieLebenWerkeLiteraturAutorZitierweise

Genealogie  
V Ludolf (1820–1916), Dr. phil., Gründer u. Leiter der höheren Bürger- u. Handelsschule in Hildesheim, 1856-96 2. Pfarrer zu Salzgitter, dann in Goslar, Geologe u. Sammler, naturwissenschaftlicher u. philosophischer Schriftsteller, S des Seifenfabrikanten u. Senators Ernst August in Hildesheim; M Emilie Meyenberg aus alter Pfarrer- u. Beamtenfamilie; Odritten (Ostpreußen) 1901 Klara Funke; 1 S.

Leben  
Denckmann studierte in Göttingen. Nach frühen Arbeiten im Mesozoikum der Harzvorländer, so im Norden von Goslar, fand er seine Lebensaufgabe in der Erforschung der paläozoischen Faltengebirge Westdeutschlands. Nebenher gingen Studien in Trias und Jura der Alpen. Denckmann übertrug die im Mesozoikum bewährten stratigraphischen Untersuchungsmethoden mit bahnbrechendem Erfolg auf das Paläozoikum. Hier ist ein bleibendes Verdienst des unermüdlichen Forschers. 1883 wurde er Hilfsgeologe der Preußischen Geologischen Landesanstalt, 1898 Bezirks-, 1901 Landesgeologe, 1906 Professor mit Lehrauftrag an der Bergakademie Berlin, 1915 Geheimer Bergrat. 1924 Ehrendoktor der Bergakademie Clausthal.
Denckmann arbeitete viele Jahre im sehr komplizierten Kellerwald (Nachweis des Silurs und einer Transgression des jüngeren Unterdevon). Die von ihm kartierten Blätter des Kellerwaldes erregten mit ihrer weitgehenden Aufgliederung der paläozoischen Schicht|folge nach paläontologischen und petrographischen Gesichtspunkten und mit ihren zahlreichen Umwertungen Aufsehen.
Denckmann beschäftigte sich weiter mit der Geologie des Harzes, des Sauerlandes (Gliederung des Lenneschiefers, des Oberdevons und Kulms), ferner des Siegerlandes (1904–12, zum Teil mit W. Bornhardt). Hier gelang ihm die Gliederung der Siegener Schichten; die variszische Faltung des Gebietes hielt er für wenig bedeutungsvoll, überschätzte dagegen dessen Zerbrechung. - Von großer Bedeutung sind die praktischen geologischen Arbeiten Denckmanns für den Bergbau. Seine Arbeiten wurden von verschiedenen Forschern fortgesetzt, unter anderem von Fritz Dahlgrün (1894-23.12.1954), der vor allem im Harz und in den nordwestdeutschen Mittelgebirgen arbeitete. Als praktischer Geologe war Dahlgrün Spezialist für Flußspat. Die Stratigraphie und Paläontologie wurden weiterhin von Georg Dahmer (1879 bis 1954) gefördert.

Werke  
Stratigr. d. Oberdevons im Kellerwald, 1894; Übersichtskarte d. Kellerwaldes 1: 100 000, 1900; Übersicht üb. Tektonik u. Stratigr. d. Kellerwald-Horstes, 1902; Gliederung d. Siegener Schichten, 1909; Neue Beobachtungen üb. d. tekt. Natur d. Siegener Spatusinsteingänge, 1909, 1912/18; Stratigr. d. tiefen Unterdevons im nördl. Siegerlande, 1911.

Literatur  
A. Fuchs, in: Jb. d. Preuß. Geolog. Landesanst. Berlin, Bd. 46, 1920, S. LXIII-LXXIX (W, P).

Autor  
Erich Krenkel
Empfohlene Zitierweise  

Krenkel, Erich, „Denckmann, Heinrich Wilhelm Martin August“, in: Neue Deutsche Biographie 3 (1957), S. 593 f. [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd137434340.html

Quelle/Vorlage: 
NDB 3 (1957), S. 593 f.

PND: 137434340
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Index

Denckmann, August

Name: Denckmann, August
Namensvariante: Denckmann, Heinrich Wilhelm Martin August
Lebensdaten: 1860 bis 1925
Geburtsort: Salzgitter
Sterbeort: Siegburg
Beruf/Lebensstellung: Geologe
Konfession: evangelisch
Autor NDB: Krenkel, Erich
PND: 137434340

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Denckmann, August

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137434340

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