<< Delius.
Delius, Christoph Diedrich Arnold >>
Delius, Christian Friedrich
Überseekaufmann,
* 14.11.1770 Dissen (Teutoburger Wald),
† 11.3.1823 Bremen.
Genealogie
| Leben
| Literatur
| Portraits
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Frdr. Adolf (1743–1816), Pastor in Dissen,
S des Christian Adolf
s. Genealogie (2);
M Lucie (1746–1834),
T des
Herm. Ludw. Krochmann, Pastor, aus Hamburger Pastorenfamilie,
u. der Sophie
Charl. Braunes aus Pastorenfamilie;
B Everhard
s. Genealogie (5);
Schw Friederike
s. Genealogie (4);
⚭ 1797
Elis. (1775–1853),
T des
Heinr. Droop,
Kaufm. in Bremen,
u. der Anna Regina Rettberg; 4
S, 5
T,
u. a. Friedrich Adolf (1799–1855), Überseekaufmann, Teilhaber der väterlichen Firma, nach deren Erlöschen 1851 mit seinem
S Friedrich Christian (1828–76) Gründer der neuen Firma Fred.
D. u. Sohn in Bremen, preußischer Konsul, Anna (
⚭ Ludw. Delius [1807–66], aus der Versmolder Gruppe der
D., Gründer [1832]
u. Inhaber der heute noch in Bremen bestehenden Überseefirma Louis Delius
u. Co. als Speditions-, Ausfuhr-
u. Bankgeschäft, preußischer Generalkonsul);
N Nikolaus
s. (5).
Leben ↑
Mit 14 Jahren in die kaufmännische Lehre bei seinem Onkel Arnold Delius in Bremen eingetreten, vertrat Delius später dessen Firma in England und in Nordamerika. 1796 zurückgekehrt, begründete sein Oheim mit ihm die Firma Fred Delius, die seit 1801 nach Rücktritt des Oheims und Aufnahme seines Bruders Everhard „Fred. & Everh. Delius“ hieß und in der damaligen „Goldenen Periode der bremischen Handlung“ (Bürgermeister Heineken in seiner zeitgenössischen Geschichte Bremens) zu einer der bedeutendsten bremischen Überseefirmen wurde und unter anderem bei Gründung des großen Londoner Bankhauses Frühling & Goschen beteiligt war. Als preußischer Vizekonsul (seit 1802) und dann (1812) Konsul und Geheimer Kommerzienrat trat er in Beziehung zum Freiherrn vom Stein, zu Ernst Moritz Arndt und anderen Patrioten (damals bereits Denkschrift über allgemeine festländische Zölle; hervorragende Konsulatsberichte) und wurde in der Franzosenzeit scharf überwacht; dennoch gelang es ihm, für die Einkleidung des Lützowschen Freikorps englische Tuche zu beschaffen. Nach Vertreibung der Franzosen Ende 1813 vom Freiherrn vom Stein zum Agenten des Zentraldepartements der verbündeten Regierungen ernannt, verhandelte er mit den Hansestädten und mit Oldenburg wegen Aufstellung und Ausrüstung von Truppen, kam aber in den gegen ihn persönlich unbegründeten Verdacht, gegen die Selbständigkeit Bremens gewirkt zu haben und legte das Amt bereits 1814 wieder nieder.
Literatur ↑
Eberh. D., F. Ch.
D., in: Delius'sche Fam.ztg., I/2, 1914. S. 10 f.;
Gerh. D., Aus d. Amtstätigkeit d. Konsuls F. Ch.
D.,
ebd., II/21, 1936, S. 9 f. -
Zu V Frdr. Adolf: Everh.
D., F. A.
D.,
ebd., II/16, 1932, S. 8
ff.;
-
Zu Schwieger-S Ludw.: F. Peters, Firmengründungen 1814-47, in: Brem.
Jb. 1936, S. 327.
Portraits ↑
in:
D.sche Fam.ztg., III/1, 1954, S. 22.
Autor ↑
Friedrich PrüserEmpfohlene Zitierweise ↑
Prüser, Friedrich, „Delius, Christian Friedrich“,
in: Neue Deutsche Biographie
3
(1957), S.
583
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd140086277.html
Delius, Friedrich
Name: Delius, Friedrich
Namensvariante: Delius, Christian Friedrich
Lebensdaten: 1770 bis 1823
Geburtsort: Dissen (Teutoburger Wald)
Sterbeort: Bremen
Beruf/Lebensstellung: Überseekaufmann
Konfession: lutherisch?
Autor NDB:
Prüser, FriedrichPND: 140086277