<< Piper, Reinhard
Piper, Otto Alfred >>
Piper, Klaus
* 27.3.1911 München,
† 25.3.2000 München.
Genealogie
| Leben
| Auszeichnungen
| Werke
| Literatur
| Portraits
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Reinhard (s. 1);
M Gertrud Engling;
⚭ 1) München 1938 (
⚮ 1948) Cäcilie (
* 1913), aus Mannheim.
T d. August Weiß (1883–1968),
Ing., aus Wehr, u. d. Cäcilie Nufer (1883–1955), aus Ettenheim, 2) München 1950 Elisabeth (1924–1986),
|
T d.
Kaufm. Ernst Holthaus (1875–1935),
Mitinh. d. Bremer Silberwarenfabrik, u. d. Käthi Raab (1901–73), 3) München 1988 Ellen (
* 1933), aus Düsseldorf,
T d. Walter Debüser (
* 1896) u. d. Helene Selzner (
* 1901); 1
S aus 1) Hans (
* 1944),
Dipl.-Phys., 2
T aus 1) Ursula (
* 1939,
⚭ Alexander Monneret de Villard, Vers.agent), Regina (
* 1941,
⚭ Hartmut Hilbertz, Architekt), Übersetzerin, 1
S aus 2) Ernst (
* 1952), Verleger, 1983-94 geschäftsführender Gesellschafter
d. R. Piper
GmbH &
Co. KG. seit 1998 Geschäftsführer d. Pendo Verlag
AG Zürich, 1
T aus 2) Karin (
* 1964,
⚭ Wolfgang Staisch,
Kaufm.).
Leben ↑
Nach dem Besuch des humanistischen Maximilians-Gymnasiums in München (1929 Abitur) absolvierte
P. eine Lehre bei der Buchhandlung Christian Kaiser und trat 1932 in den väterlichen Verlag ein. 1937 erhielt er Prokura und wurde 1941 Teilhaber. Nach der Wiederzulassung des Verlags durch die Amerikaner 1946 übernahm er dessen alleinige Leitung. Der Verlag entwickelte sich rasch zu einem der angesehensten in Deutschland. Eine Reihe von bekannten Persönlichkeiten waren als Lektoren tätig,
z. B. Albrecht Knaus, Reinhard Baumgart, Otto F. Best und Walter Hinderer.
P. änderte das bisher vorwiegend auf Kunst und Philosophie ausgerichtete Verlagsprofil und gewann bedeutende Autoren aus dem In- und Ausland auf den Gebieten der Literatur und der Geisteswissenschaften, besonders aber auch der Naturwissenschaften, darunter zahlreiche Nobelpreisträger.
Angesichts der politischen Katastrophe, in die Deutschland durch den Nationalsozialismus geführt worden war, engagierte sich
P. bewußt für politische und gesellschaftliche Probleme der Zeit und brachte eine große Zahl von Büchern zur deutschen Frage heraus. Von besonderer Bedeutung war bald nach Kriegsende die Begegnung mit Karl Jaspers (1883–1969). 1960 war
P. einer der Gründungsgesellschafter des Deutschen Taschenbuch Verlags (dtv), aus dem er 1982 ausschied, um ein eigenes Taschenbuchprogramm aufzubauen. Dieser Aufgabe widmete sich besonders sein Sohn Ernst, der im gleichen Jahr in den Verlag eintrat und 1983 geschäftsführender Gesellschafter wurde. 1994 wurde der Verlag an den
schwed. Medienkonzern Bonnier verkauft
|Auszeichnungen ↑
Mitgl. d.
dt. PEN-Zentrums (1955); Goldene Ital. Kulturmedaille (1963);
BVK I.
Kl. (1970); Ludwig-Thoma-Medaille (1973);
Bayer. Verdienstorden (1977); Gr.
BVK (1979); Dr.
h. c. (George Washington
Univ.,
St. Louis, 1986; München, 1987).
Werke ↑
Schrr. u. Briefe,
hg. v. R.-
P. Martin u. Ernst
P., 1991. –
Hg.: Offener Horizont,
FS Karl Jaspers, 1953;
Karl Jaspers, Werk u. Wirkung, 1953;
Nach fünfzig J.,
Alm., 1954;
Stationen, Piper-
Alm. 1904-1964, 1964;
Piper-
Alm. z. 70. J., 1904–1974, 1974;
Erinnerungen an Karl Jaspers, 1974;
Richard Friedenthal,… und unversehens ist es Abend, 1976;
75 J. Piper,
Bibliogr. u.
Verlagsgesch. 1904-1979, 1979.
Literatur ↑
Für K.
P. z. 70.
Geb.tag,
hg. v. M. Pflieger u. Ernst
P., 1981
(W, L, P);
Ernst
P. u. B. Raab, 90 J. Piper, Die
Gesch. d. Verlages
v. d. Gründung bis heute, 1994
(P);
SZ v. 11.12.1987
(P) u. 27.3.2000
(P);
FAZ v. 27.3.1991
(P) u. 27.3.2000
(P).
Portraits ↑
Ölgem. v. Gertrud Piper-Engling, 1912 (
Privatbes.).
Autor ↑
Ernst PiperEmpfohlene Zitierweise ↑
Piper, Ernst, „Piper, Klaus“,
in: Neue Deutsche Biographie
20
(2001), S.
463 f.
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd118594524.html