<< Deiters, Hermann Clemens Otto
Delaquis, Ernst >>
De la Camp, Oskar
Internist und Röntgenologe,
* 10.6.1871 Hamburg,
† 17.8.1925 Freiburg (Breisgau). (lutherisch)
Genealogie
| Leben
| Werke
| Literatur
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Theodor (1818–88),
Kaufm. in Hamburg,
S des
Joh. Hinrich (1786–1851),
Kaufm. in Hamburg,
u. der Joh.
Elis. Weisse aus Hamburg;
M Amanda (1838–1911),
T des
Joh. Gottlieb Buhrow (1785–1868) aus Cammin, Steuermann, dann Manufakturwarenhändler in Hamburg,
u. der Branntweinbrenners-
T Sophia Cath. Magd. Gätjens aus Altona;
⚭ Hamburg 1901 Anna (1875–1954),
T des Caesar Cropp (
† 1888),
Kaufm. u. Großmakler in Hamburg,
u. der Antonie Müller; 1
T (
⚭ Heinz Bürkle de la Camp [
* 1895], Chirurg).
Leben ↑
De la Camp studierte in Straßburg, Göttingen, Würzburg und Leipzig; hier verbrachte er die klinischen Semester und wurde Volontär bei H. Curschmann. 1894/95 bestand er das Staatsexamen und promovierte zum Dr. med. Bis 1897 war er Assistent am Eppendorfer Krankenhaus in Hamburg, 1900 zweiter Assistent der II. Medizinischen Universitäts-Klinik Berlin unter Gerhardt und Fr. Kraus. Hier habilitierte sich De la Camp für Innere Medizin mit dem „Beitrag zur Physiologie und Pathologie der Zwerchfellatmung und der davon abhängigen Herzbewegungen“ (1902). Diese Arbeit führte zur Kritik und diagnostischen Verfeinerung des sogenannten William-Zeichens, die G. von Bergmann in „Therapie der Gegenwart“ (1905, S. 236) besonders anmerkt. 1906 wurde De la Camp außerordentlicher Professor und Direktor der Erlanger Poliklinik, zugleich Direktor der Kinderklinik und des Pharmakologischen Instituts. Im gleichen Jahr wurde er Nachfolger von C. Hirsch als Direktor der Freiburger Poliklinik, schließlich Direktor der Universitäts-Klinik als Nachfolger Bäumlers. De la Camp war ein exakter Förderer der physikalischen Untersuchungsmethoden und befaßte sich mit verschiedenen Arbeitsgebieten, wie dem der kongenitalen Herzfehler, der Tuberkulose, der Röntgendiagnostik und -therapie, der Sportmedizin und Strahlenerkrankungen und hat deren Entwicklung als Pionier vorwärtsgetrieben.
Werke ↑
u. a. Behandlung d. Gicht mit Benzoësäure (aus d. Gerhardtschen Klinik), in: Therapie d. Gegenwart, 1901, S. 475; Zur Kritik d.
sog. modernen Methoden d. Herzgrößenbestimmung,
ebd. 1903, S. 343; Röntgenverfahren
u. Interne Therapie,
ebd. 1903, S. 240; Über Behandlung d. Leukämie
u. Pseudoleukämie mit Röntgenstrahlen,
ebd. 1905, S. 119; Über angeborene Herzleiden, in: Berliner Klin.
Wschr. 1903,
Nr. 3; Congenitale Herzleiden, in: Dt. Klinik, 1907: Anatom, physikal. Untersuchungsmethoden, 1905 (mit R. Östreich); Die ärztl.
u. soz. Bekämpfung d. Säuglingssterblichkeit, 1908; Über Caisson-, Luft-, Berg-
u. Seekrankheit, Flugzeugkrankheiten, Verbrennung, Hyperthermie, Erfrieren, Hitz-
u. Blitzschlag, Krankheiten durch Strahlenenergie, in: Mering-Krehl,
Lehrb. d. Inneren
Med. II, 1921.
Literatur ↑
Th. Brugsch
u. A. Schittenhelm,
Lehrb. d. klin.
Unters.-Methoden, 1908;
H. Assmann, Tuberculose, 5 Jahrzehnte Blütezeit Dt.
Med., 1938, S. 42;
G. Jürgens, Arzt
u. Wiss., 1949, S. 117. -
Nekrologe: L. Küpferle, in: Klin.
Wschr. 1925, S. 1943;
H. Determann, in: Dt.
med. Wschr. 1925, S. 1711
(P);
BLÄ.
Autor ↑
Werner LeibbrandEmpfohlene Zitierweise ↑
Leibbrand, Werner, „De la Camp, Oskar“,
in: Neue Deutsche Biographie
3
(1957), S.
573
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd116434597.html
De la Camp, Oskar
Name: De la Camp, Oskar
Namensvariante: Camp, Oskar de la
Lebensdaten: 1871 bis 1925
Geburtsort: Hamburg
Sterbeort: Freiburg (Breisgau)
Beruf/Lebensstellung: Internist; Röntgenologe
Konfession: lutherisch
Autor NDB:
Leibbrand, WernerPND: 116434597