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NDB-Artikel

<< Pfleiderer, Herbert     Pflüger >>

Pfleumer, Fritz

Ingenieur, * 20.3.1881 Salzburg, (Unfall) 3.9.1945 Dresden.


GenealogieLebenLiteraturAutorZitierweise

Genealogie  
V N. N., Buchdruckereibes.

Leben  
P. zog 1897 nach Dresden, wo er beratend für eine Zigarettenmaschinenfabrik arbeitete und sich mit der Verwendung von Papier und Bronzelack für Zigarettenmundstücke befaßte. Durch die Fixierung von gehärtetem Stahlstaub mit Lack auf einem Papierstreifen gelang es ihm, ein Magnetband herzustellen, das sich gegenüber dem bisher verwendeten Stahldraht für Tonaufzeichnungen leicht schneiden und zusammenkleben ließ. Er erhielt auf seine Erfindung 1928 zwei Patente (DRP 500 900; das weitere wurde 1934 aufgrund e. amerik. Patentes für nichtig erklärt) und baute ein Magnetbandgerät. Dessen Vorführung in Berlin und weitere Entwicklungsarbeiten, verbunden mit verschiedenen Patentanmeldungen bis 1931, blieben ohne wirtschaftliche Resonanz. Erst 1932 erwarb die AEG vertraglich die bisherigen und (bis 1950) auch die künftigen Arbeiten P.s. und fertigte zusammen mit der IG Farben, Werk Ludwigshafen, „Magnetophonbänder“ und -gerate. 1935 wurde das „Magnetophonband“ auf der Funkausstellung in Berlin im ersten Tonbandgerät K1 präsentiert. Im November des selben Jahres wurde erstmals ein Konzert auf Band aufgenommen (Londoner Philharmoniker unter Leitung v. Sir Thomas Beecham im Feierabendhaus d. BASF in Ludwigshafen). Das Prinzip von P.s Erfindung liegt allen heute verwendeten Magnetbändern und -platten zugrunde.

Literatur  
Kuhn, Dresdner Ing. hat singendes Papier erfunden, in: Dresdner Neue Presse, 1931, Nr. 171 v. 26./27.6.1931; Tönendes Papier, in: Umschau 1931, H. 47, S. 941; SZ v. 2.5.1984; H. Thiele, F. P., Leben u. Werk e. gr. Ing., 1985; ders., Ein Pionier d. Magnettontechnik, F. P., Tl. 1-5, in: Rundfunk, Fernsehen, Elektronik 1993, H. 1, S. 56-58, H. 2, S. 57 f., H. 3, S. 56-58, H. 4, S. 55 f., H. 5, S. 56-58.

Autor  
Helmut Lindner
Empfohlene Zitierweise  

Lindner, Helmut, „Pfleumer, Fritz“, in: Neue Deutsche Biographie 20 (2001), S. 354 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd139172599.html

Quelle/Vorlage: 
NDB 20 (2001), S. 354
Erwähnungen: 
NDB 23 (2007), S. 638 in Artikel Schüller, Eduard

PND: 139172599
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Index

Pfleumer, Fritz

Name: Pfleumer, Fritz
Lebensdaten: 1881 bis 1945
Geburtsort: Salzburg
Sterbeort: Dresden
Beruf/Lebensstellung: Ingenieur
Konfession: keine Angabe
Autor NDB: Lindner, Helmut
PND: 139172599

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Pfleumer, Fritz

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139172599

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