<< Andreae, Christoph
Andreae, Franz Friedrich >>
Andreae, Christoph
Seidenfabrikant,
* 8.9.1735 Mülheim/Rhein,
† 3.8.1804 Mülheim/Rhein. (lutherisch)
Genealogie
| Leben
| Werke
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Thomas Daniel Andreae (1700–56);
M Helene Teschemacher (1695–1777), aus Elberfeld;
⚭ 10.11.1761 Marie Christine Katharina Scheibler (1740–1807), aus Tuchindustriellenfamilie in Montjoie; 11
K,
u. a. Christoph Andreae (1766-?), Fabrikant (1815 geadelt);
E Karl Christian Andreae (1823–1904), Kirchenmaler.
Leben ↑
Andreae erhielt seine Ausbildung im väterlichen Geschäft und in Lyon. Er gründete 1763 eine Samt- und Seidenfabrik in Mülheim, die sich unter dem Schutz eines kurfürstlichen Herstellungsmonopols rasch entwickelte. Gegen Ende des Jahrhunderts beschäftigte er 1500 Werkmeister im Verlagsystem. Andreae ist ein typischer Vertreter des merkantilistischen Unternehmertums, das sich im Bunde mit der landesherrlichen Schutzzollpolitik entfaltete. Er hat Mülheim zu einem Zentrum der niederrheinischen Seidenindustrie gemacht und dort die gleiche Bedeutung erlangt wie die Familie von der Leyen in Krefeld. 1787 errichtete er eine Samt- und Seidenfabrik in Wiener Neustadt mit 150 Seidenwebern. Sie wurde von seinem Sohn Christoph fortgeführt und hat bis 1875 bestanden. Das Mülheimer Haus hat sich auch unter der schweren Belastungsprobe der Revolutionskriege behauptet und besteht heute noch als „Christoph Andreae“ firmierendes Familienunternehmen.
Werke ↑
zu 2) u. 3): J. Bendel,
Gesch. d. Stadt Mülheim a. Rh., 1913
(P); H. Thimme,
Gesch. d.
Fa. Ch.
A. in Mülheim a. Rh. 1714-1914, 1914.
Autor ↑
Stephan SkalweitEmpfohlene Zitierweise ↑
Skalweit, Stephan, „Andreae, Christoph“,
in: Neue Deutsche Biographie
1
(1953), S.
279
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd135718317.html
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Andreae, Christoph
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