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<< Decker     Decker, Johann Stephan >>

Decker, Georg

* 7.12.1818 Budapest, 13.2.1894 Wien. ((römisch)-katholisch)


GenealogieLebenWerkeLiteraturPortraitsAutorZitierweise

Genealogie  
V Stephan s. (2); 1861 Josephine Edle von Lucam (1829–1915) aus Wien; kinderlos.

Leben  
Decker, der zuerst von seinem Vater im Zeichnen, der Aquarell- und Miniaturmalerei unterrichtet wurde, malte zunächst hauptsächlich Aquarelle, die er 1837-41 in Wien ausstellte (Aquarellporträt seines Vaters). An der Akademie erlernte er dann die Ölmalerei, der er sich seit 1844 widmete. Um 1850 machte er eine Reise nach Dresden, studierte dort an den Werken des Raffael Mengs und Jean E. Liotard die Pastellmalerei; seit den 50er Jahren malte er vorwiegend Pastell und führte so diese vernachlässigte Technik wieder in Wien ein. Durch Jahre hindurch war er fast ausschließlich für den Wiener Hof und die großherzogliche Familie von Toskana beschäftigt, aber auch das reiche Wiener Bürgertum wie Figdor, Arthaber und Haymann, ebenso wie die öffentlichen Stellen der Stadt Wien gehörten zu seinen Auftraggebern. Eine Sammlung seiner Pastellbildnisse, zum Großteil aus dem Besitz der Großherzöge von Toskana, wurden 1886 im Künstlerhaus in Salzburg ausgestellt. Decker war hauptsächlich als Porträtmaler tätig, in Aquarell, Pastell und, nach dem Tode seines Vaters, auch in Öl. Genreszenen und Historienbilder hat er nur selten gemalt. In seiner Frühzeit stand er in der Auffassung seiner Werke stark unter dem Einfluß seines Vaters. Nach der Dresdener Reise zeigen seine Pastellporträts die klassizistischere Art des Raffael Mengs und besonders des J. E. Liotard. Im Kolorit, besonders in den Werken|seiner Spätzeit, zeigt er sich stark von makartischer Malart beeinflußt.

Werke  
u. a. Öl: Maler Leop. Brunner (Gal. d. 19. Jh. Wien); Wenzel Gf. Radetzky, Rud. Arthaber, ca. 1847, (beide Hist. Mus. d. Stadt Wien); Aquarell: Domkapellmeister Gottfr. Preyer; Zeichnungen: V Stephan u. B Gabriel auf einem Blatt (1833), Schauspieler Maximilian Korn (1845, Kreide); viele Lithographien.

Literatur  
F. v. Bötticher, Malerwerke d. 19. Jh. I, 1891; L. Eisenberg, Das geistige Wien, Wien 1893; E. Leisching, Bildnisminiaturen in Österreich, ebd. 1907 (Abb. S. 199); Franz Josef I. im Bilde, Wien 1918 (Abb. Gabr. D. S. 53 ff.); A. Krispin, G. D., in: Donauland Ill. Mschr., 2. Jg., H. 10.1918/19 (Abb.); L. Grünstein, Das Altwiener Antlitz, Wien 1931 (Abb.); Kat. d. Hist. Ausstellung Wien (Ak.), 1877, Nr. 2106, 3417; Kat. d. Landesgal. Linz, Linz 1929, S. 11; Kat. d. Miniaturenausstellung Wien, 1905; Kat. Die schöne Wienerin in Bildnissen v. 1800-50, Gal. Neumann Wien 1930 (Abb.); Wurzbach; ThB (L).

Portraits  
Selbstp. in Öl, um 1865 (Privatbes. Prof. Franz. Wien), in Kreide, 1837.

Autor  
Franziska Schmid
Empfohlene Zitierweise  

Schmid, Franziska, „Decker, Georg“, in: Neue Deutsche Biographie 3 (1957), S. 545 f. [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd135728703.html

Quelle/Vorlage: 
NDB 3 (1957), S. 545 f.

PND: 135728703
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Index

Decker, Georg

Name: Decker, Georg
Lebensdaten: 1818 bis 1894
Geburtsort: Budapest
Sterbeort: Wien
Beruf/Lebensstellung: Maler
Konfession: katholisch
Autor NDB: Schmid, Franziska
PND: 135728703

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Decker, Georg

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135728703

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