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Decker, August Heinrich
Bergmann,
* 4.1.1685 Clausthal (Harz),
† 12.2.1752 Wettin bei Halle/Saale. (evangelisch)
Genealogie
| Leben
| Literatur
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Valentin (
† v. 1719), braunschweig-lüneburgischer Oberbergmeister zu Clausthal, Vorfahren Harzer Bergleute;
M Cath. Hedwig Albrecht, aus Bergmannsfamilie;
⚭ Mansfeld 1719 Dor.
Elis. (
† 1755),
T des Christoph Ehrenberg, Zehntner der Bergwerke in Eisleben
u. Mansfeld; 6
S, 1
T,
u. a. Aug. Carl (1719–81), 1755 Bergmeister, später Oberbergmeister zu Wettin
u. Rothenburg/Saale,
Aug. Phil. (1730–80), Bergverwalter in Wettin;
E Aug. Frdr. (1765–1806), Markscheider, später Obereinfahrer
u. Bergamtsassessor zu Wettin.
Leben ↑
1711 war Decker beim Bergamt zu Wettin Markscheider, wurde dort 1735 Bergrat und 1743 Nachfolger des Geheimrats F. Krug von Nidda als Direktor des Amtes. Seine bergmännischen Kenntnisse waren noch 1806 unvergessen. Für das große Ansehen, dessen sich der tüchtige Mann auch bei dem Oberbergdirektorium zu Berlin erfreute, spricht die Tatsache, daß er Ende 1734 den Befehl erhielt, die Grafschaft Mark zu bereisen und alsdann Vorschläge für die Reform der Bergordnung und für Verbesserungen im Bergbau und Salinenwesen einzureichen. 1735 besuchte Decker 105 Steinkohlengruben, 1736 mußte er diese Reise wiederholen. Seine Berichte und Verbesserungsvorschläge bewirkten, daß 1737 die alte Bergordnung von 1542 durch eine zeitgemäße ersetzt und ein Bergamt als zuständige Behörde geschaffen wurde, das in der Folgezeit von außerordentlichem Ein
|fluß auf die Ordnung und Regelung der bergbaulichen Verhältnisse sein sollte. So ist es Decker zu verdanken, daß die märkische Steinkohlengewinnung sich aus einer primitiven Gräberei zum regelrechten Bergbau entwickeln konnte. Deckers Vater hatte mit Hilfe seiner Schwäger Albrecht, die im Auftrage der Niederländischen-Ostindien Compagnie die Bergwerke Europas und Indiens bereisten, eine ansehnliche Mineraliensammlung zusammengebracht; der Sohn baute sie weiter aus und vermehrte sie auf rund 6000 Stücke. Ein gedruckter Katalog unterrichtet über ihre Zusammensetzung, und in zeitgenössischen Chroniken findet sie ehrenvolle Erwähnung.
Literatur ↑
H. Cramer, Rechts-
u. Verwaltungsgesch. d. Steinkohlenbergbaues im Saalkreise, 1856;
H.
v. Achenbach,
Gesch. d. Cleve-Märk. Berggesetzgebung
u. Bergverwaltung bis
z. J. 1815, in:
Zs. f. d. Berg-, Hütten-
u. Salinenwesen 17, 1869, S. 192 bis 201;
W. Serlo, Männer d. Bergbaus, 1937, S. 40 f.
Autor ↑
Hanns FreydankEmpfohlene Zitierweise ↑
Freydank, Hanns, „Decker, August Heinrich“,
in: Neue Deutsche Biographie
3
(1957), S.
546 f.
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd135726123.html
Decker, August Heinrich
Name: Decker, August Heinrich
Lebensdaten: 1685 bis 1752
Geburtsort: Clausthal (Harz)
Sterbeort: Wettin bei Halle/Saale
Beruf/Lebensstellung: Bergmann
Konfession: evangelisch
Autor NDB:
Freydank, HannsPND: 135726123