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<< Pechel, Rudolf Ludwig August Martin     Pechmann, Heinrich Joseph Alois Freiherr von >>

Pechmann, Freiherren von (katholisch und evangelisch)
Leben  
Die Familie, dessen Stammreihe mit Heinrich P., 1647-67 Feld- u. Stabstrompeter des Grafen v. Oldenburg, beginnt, stammt vermutlich aus Sachsen. Heinrichs Sohn Anton Ludwig (1654–1704), kaiserl. Hofkammerrat, wurde 1687 in den Reichsritterstand und 1698 – zusammen mit seinem Bruder Martin Günther (1665–1702), der sich bei der Befreiung Budapests von den Türken 1686 militärisch ausgezeichnet hatte und als Kommandeur des Leibregiments des bayer. Kf. Max Emanuel bei der Eroberung Ulms fiel – in den ungar. Freiherrnstand erhoben. Anton Ludwig erlangte am 30.1.1700 für sich und seine Nachkommen die Ernennung zum Reichsfreiherrn; der von ihm begründete Stamm, darunter sein Sohn Hermann Anton (1686–1724), Weihbischof von Raab, ist in Österreich erloschen.
Der von Martin Günther begründete Stamm setzte sich in Bayern fort. Sein älterer Sohn Joseph Heinrich (1698–1764) wurde kurbayer. Generalfeldmarschalleutnant und führte das bayer. Auxiliarkorps zur Unterstützung Kaiserin Maria Theresias im Siebenjährigen Krieg gegen Preußen. Seine Linie besaß über mehrere Generationen das Gut Prunn und Zandt bei Ingolstadt und ist inzwischen erloschen. Der jüngere Sohn Martin Günthers, Wilhelm Franz Bernhard (1702–69), wurde Stammvater der II. Linie. Er heiratete Johanna, die Tochter des Dr. Matthäus v. Joner (1639–1733), Erzieher, später Geheimrat des Kf. Max Emanuel von Bayern. Durch diese Ehe erlangte er – nach juristischem Studium – das Amt des Landrichters von Regen und gab dieses an Sohn und Enkel weiter. Sein Sohn Heinrich (1736–1800), Begründer des 1. Astes, war der Vater von Joseph (1772–1830), Landrichter zu Regen und Kötzting, Heinrich (1774–1861), Erbauer des Donau-Main-Kanals (s. 1), Alois (1776–1854), kgl. bayer. Bauinspektor, und Adalbert (1777–1860), Weihbischof von Passau.
Josephs Sohn Wilhelm (1806–89), war Mitbegründer des Bades Reichenhall, dann Landrichter und Bezirksamtmann zu Straubing. Wilhelms Sohn Heinrich (1843–1909) wurde Oberreichsmilitäranwalt in Berlin. Dessen Enkel Adalbert (* 1918) machte sich als Genealoge einen Namen (s. L).
Heinrichs ( 1861) Enkel Hans (1850–1902) war Professor für Chemie, Friedrich (1862–1919), Ritter des Militär-Max-Joseph-Ordens, bayer. Generalleutnant (s. L). Heinrichs Urenkel Günther (1882–1968), war Direktor der Staatl. Porzellanmanufaktur Berlin (KPM), dann der Neuen Sammlung in München (s. 3). Hubert (1905–95) war Professor der Forstwissenschaft in München.
Adalbert (1822–86), Oberlandesgerichtsrat und Vater des Bankdirektors Wilhelm (1859–1948, s. 2), und Heinrich (1826–1905, Anna Lotze, 1839–95, Photographin, s. NDB 15*), Maler und Restaurator, zuletzt Direktor der Neuen Pinakothek in München (s. BJ X, 1907; ThB; DBE), waren Söhne des Alois.
Der 2. Ast der II. Linie wurde durch Wilhelm (1739–1818), Salzmaier zu Traunstein und Reichenhall, begründet. Sein Sohn Johann Nepomuk (1777–1855) war Landrichter zu Vilsbiburg und Landsberg/Lech und Vater des bayer. Forstrats Karl (1806–82) und des bayer. Innenministers Johann (1809–68). Unter Karls Enkel sind besonders zu erwähnen: Heinrich (1868–1935), Mitbegründer des Zoos in Nürnberg, Otto (1874–1959), Ritter des Militär-Max-Joseph-Ordens und Generalmajor (s. L), sowie Fabrikdirektor Paul (1889–1955), Träger des Ordens Pour le mérite, der mit Edith (* 1902), Tochter des Kölner Werkzeugmaschinenfabrikanten Heinrich Schütte (1854–1936), verheiratet war.

Pechmann, Heinrich Joseph Alois Freiherr von
Pechmann, Wilhelm Franz Alois Freiherr von
Pechmann, Hans Max August Günther Freiherr von

Quelle/Vorlage: 
NDB 20 (2001), S. 151

PND: 138726337
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Index

Pechmann, Freiherren von

Name: Pechmann, Freiherren von
Namensvariante: Pechmann
Lebensdaten: unbekannt
Beruf/Lebensstellung: Familie
Konfession: katholisch; evangelisch
Autor NDB: Pechmann, Adalbert Freiherr von
PND: 138726337

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Pechmann, Freiherren von

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138726337

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