<< Dechend, Hermann Friedrich Alexander von
Decius, Jost Ludwig >>
Dechent, Hermann Georg Jakob Friedrich Paulus
evangelischer Theologe,
* 15.9.1850 Westhofen bei Worms,
† 19.11.1935 Frankfurt/Main.
Genealogie
| Leben
| Werke
| Literatur
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
Aus niederländisch-reformierter Flüchtlingsfamilie in Niedersaulheim
b. Alzey;
V Johannes (1789–1873), Pfarrer in Westhofen;
M Maria (1817–1901),
T des Dr. med.
Gg. Kloß (1787–1854), Geschichtsschreiber der Freimaurer, Inkunabelsammler in Frankfurt/Main (
s. ADB XVI);
⚭ Frankfurt/Main 1878 Rosa Finger aus Frankfurter
Kaufm.Fam.; 1
S, 2
T.
Leben ↑
Dechent studierte nach zweimaligem erfolgreichen Abitur in Worms und Frankfurt/Main in Heidelberg und Göttingen, wurde 1872 ordiniert, war 1879-91 Stadtpfarrer an der Paulskirche, 1891-1924 (im Ruhestand) an der Weißfrauenkirche in Frankfurt/Main, Ober-Konsistorialrat, 1915 D. theol., 1918 Geheimer Konsistorialrat. Er war Anhänger der kritischen Theologie (sein Taufpate war der Heidelberger Theologe Paulus), nach seiner theologischen Denkart gehörte er zum freien Protestantismus, ein
|„Brückenbauer zwischen den theologischen sachlichen und persönlichen Gegensätzen, aber von einer herzlichen, kindlichen Frömmigkeit“. Seine Arbeitsgebiete betrafen das Religions- und Kirchenwesen, die Kirchengeschichte, insbesondere der engeren und weiteren Heimat, besonders von Frankfurt/Main, und die Literaturwissenschaft (Goetheforschung). Dechent veröffentlichte eine fast unübersehbare Menge von kürzeren und längeren Artikeln, Aufsätzen, Broschüren und geistlichen Schriften.
Werke ↑
u. a. Das 1., 2.
u. 11. Buch d. sibyllin. Weissagungen, 1872; Gesch.tabellen nach säkularist. Zusammenstellung, 1875;
Gesch. d.
v. Antwerpen nach Frankfurt a. M. verpflanzten
niederl. Gemeinde Augsburger Konfession, 1885; Die sittl. Bedeutung d. Tierschutzes, 1892; Entwicklung d. kirchl. Lebens in Frankfurt a. M., 1892; Der Kampf gegen d. sittl. Schäden im Leben unseres Volkes, 1893; Goethes schöne Seele Sus.
Kath. Klettenberg, ein
Lb., 1896; Luthertage in Frankfurt a. M., Festspiel, 1899; Herder
u. d. ästhet. Betrachtung d. Hlg. Schrift, 1904; Bis in d. Tod getreu, Festspiel, 1904; Was hab ich Dir Leids getan?, 1906; Die Religion im Leben d. Gegenwart
(Predigten), 1910; Die
KG von Frankfurt a. M. seit d.
Ref. I, 1913, II, 1921; Wo bleibt der Idealismus?, 1915; Was mich d. Leben gelehrt
(Sinnsprüche), 1927;
Hrsg.: Maria Dechent, Aus d. Leben einer Pfarrfrau, 1889; Herder, Briefe d.
Stud. d.
Theol. betreffend (Brief 1-24), Auszug, 1905; Frankfurter Kirchenkal., seit 1888.
Literatur ↑
Christl. Freiheit, 1920 (Sondernr.);
Didaskalia, 1921,
Nr. 18;
H. Marhold, H.
D. als
KG-Schreiber, in:
Jb. d. Hess. Kirchengesch. Vereinigung II, 1950, 7
ff. (L). - Zu V Joh.: W. Hoffmann, in:
Hess. Biogrr. II, 1927
(W);
RGG.
Autor ↑
Georg BiundoEmpfohlene Zitierweise ↑
Biundo, Georg, „Dechent, Hermann Georg Jakob Friedrich Paulus“,
in: Neue Deutsche Biographie
3
(1957), S.
541 f.
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd116043067.html
Dechent, Hermann
Name: Dechent, Hermann
Namensvariante: Dechent, Hermann Georg Jakob Friedrich
Lebensdaten: 1850 bis 1935
Geburtsort: Westhofen bei Worms
Sterbeort: Frankfurt/Main
Beruf/Lebensstellung: evangelischer Theologe
Konfession: evangelisch
Autor NDB:
Biundo, GeorgPND: 116043067